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    Jetzt noch schnell auf Netflix gucken: Eine der besten Serien aller Zeiten verschwindet in zwei Wochen aus dem Angebot!
    Von Christoph Petersen — 24.05.2020 um 10:00
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    Ausgerechnet eine Drama-Serie über einen nicht immer sympathischen Werbefachmann aus den Sechzigern hat das Goldene Zeitalter der TV-Unterhaltung maßgeblich geprägt – aber zumindest auf Netflix ist schon in wenigen Tag Schluss mit „Mad Men“.

    AMC

    Wenn man in Artikeln vom goldenen Serien-Zeitalter oder vom neuen Qualitätsfernsehen liest, dann darf dort neben Wegbereitern wie „The Wire“ oder „Die Sopranos“ auch Matthew Weiners mit fünf Golden Globes ausgezeichnete Serie „Mad Men“ nicht fehlen.

    Die auf den ersten Block so nischig anmutende Erzählung über den mysteriösen Werbefachmann Don Draper (Jon Hamm) und seine Kollegen bei der fiktiven New Yorker Agentur Sterling Cooper entwickelte sich schnell zum Superhit für den US-Sender AMC – und öffnete so die Tür für weitere Qualitäts-Formate wie „Breaking Bad“ und den Zombie-Dauerbrenner „The Walking Dead“.

    Gleich für die erste Staffel gab es den Emmy für die Beste Drama-Serie – obwohl der prestigeträchtige Preis zuvor noch nie an die Serie eines Kabelsenders gegangen ist. Auch die folgenden drei Staffeln wurden jeweils mit dem Emmy in der Königskategorie ausgezeichnet.

    Und so gibt es wenig überraschend kaum eine Liste mit den besten Serien aller Zeiten, in der sich „Mad Men“ nicht auf einem der vorderen Plätz wiederfindet. Auch in der Liste der FILMSTARTS-Redaktion mit den besten Drama-Serien aller Zeiten hat es „Mad Men“ in die Top 10 geschafft.

    Jetzt schnell Bingen

    In Deutschland gibt es die sieben Staffeln (mit 92 Episoden) von „Mad Men“ aktuell noch im Streaming-Katalog von Netflix – aber das Angebot läuft schon sehr bald aus:

    Bereits am 9. Juni 2020, also in ziemlich genau zwei Wochen, soll „Mad Men“ von Netflix verschwinden.

    Wenn ihr also noch gar nicht mit der Serie angefangen habt: Es lohnt sich absolut, die Serie ist unterhaltsam, bissig, clever, elegant, ambivalent und spannend – aber ihr müsst euch jetzt eben auch ziemlich damit beeilen (etwa 6,5 Folgen pro Tag sind sportlich, aber machbar).

    Und wenn ihr gerade mitten drinsteckt, dann gebt Gas beim Bingen – „Mad Men“ hat nämlich nicht nur den Ruf, eine der besten Serien aller Zeiten zu sein, auch das große Finale wird immer wieder erwähnt, wenn es um Beispiele für herausragende Serien-Enden geht (die ja keine Selbstverständlichkeit sind).

    „Mad Men“ ist bis zum 8. Juni auf Netflix. Dann soll die Serie aus dem Angebot verschwinden – und wenn ihr nicht mehr ganz fertig werdet, gibt es die Serie auch als Komplettbox für einen bezahlbaren Preis (aktuell weniger als 50 Euro für 30 DVDs) bei Amazon fürs Heimkino*.

    Die 20 besten Intros der Seriengeschichte

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    Kommentare
    • Rockatansky
      6,5 Folgen pro Tag sind machbar? Habt Ihr alle nix zu tun?😅
    • Luksman
      Witzig, bin gerade kurz davor die 1. Staffel zu ende zu schauen und finde die serie bisher absolut hervorragend. Tolle glaubhafte charaktere und bissige dialoge.
    • Bond, James Bond
      Jetzt noch schnell gucken?Mann, da bekomme ich einen Lachanfall. Passender wäre es: Jetzt noch schnell ZU ENDE gucken (falls man weit genug ist)Ansonsten würde ich keinem raten sich bei 92 Folgen abzuhetzen.
    • Jimmy v
      Die Serie sollte man auf jeden Fall gesehen haben. Sie könnte es durchaus in meine ewig bewegliche Top 10 an besten Serien schaffen. Mad Men ist eben ein ernstzunehmendes Zeit- und Gesellschaftsportrait. Die Figuren sind allesamt nicht immer sympathisch, aber eben genau deswegen auch ernstzunehmen. Auch das Finale fand ich super. Was man allerdings monieren kann: Don Draper wird im Laufe der Zeit eigentlich zu einer wenigen interessanten Hauptfiguren, aber zu viel bleibt noch auf ihn fokussiert. Da hätte ich mir schon andere Entwicklungen mit ihm gewünscht. Noch nie verstehen konnte ich die Kritik, Mad Men wäre frauenfeindlich - imho gibt es kaum eine Serie, in der man so stark mit weiblichen Figuren mitfiebert wie dort.An dieser Stelle möchte ich übrigens unbedingt The Romanoffs empfehlen, das Nachefolgeprojekt von Matthew Weiner auf Amazon Prime. Das fühlt sich teilweise stark wie Mad Men an, nicht nur wegen einiger gleicher Darsteller, sondern auch dem ähnlichen Ansatz des Gesellschaftsportraits. Die Serie hat teils durchwachsene Kritiken bekommen - ich glaube, weil auch dort irgendwie klar aufgelöste Stories erwartet wurden. Im Prinzip ist es ja eine Anthologie-Serie, die völlig zu unrecht etwas untergegangen ist.
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