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    Noch immer kein Drehbuch für "Indiana Jones 5"? Darum könnte das diesmal ein gutes Zeichen sein
    Von Markus Trutt — 25.05.2020 um 20:05
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    2022 soll Harrison Ford endlich nochmal als Indiana Jones die Peitsche schwingen. Offenbar gibt es aber noch immer kein Skript für das Comeback – was auch mit dem Regiewechsel von Steven Spielberg zu „Logan“-Macher James Mangold zu tun haben könnte.

    Paramount Pictures

    Indiana Jones 5“ entwickelt sich immer mehr zu einer endlosen Leidensgeschichte. Mehrere Verschiebungen des ursprünglich für Juli 2019 vorgesehenen Kinostarts auf inzwischen Juli 2022 und der Regie-Ausstieg von „Indy“-Stammregisseur Steven Spielberg lassen Zweifel daran aufkommen, ob wir die Fortsetzung eines Tages tatsächlich noch zu Gesicht bekommen.

    Und auch eine neue Aussage von Franchise-Produzent Frank Marshall scheint die Hoffnung auf das fünfte Leinwand-Abenteuer des Kult-Archäologen zunächst nicht gerade zu befeuern: Wie Marshall gegenüber Collider überraschend erklärte, hat der Schreibprozess für das „Indiana Jones 5“-Drehbuch nämlich gerade erst begonnen.

    Noch immer ohne den Hauch eines Drehbuchs einen festen Kinostart ins Auge gefasst zu haben, mag keine gute Idee sein. Doch womöglich ist der (neu) gestartete Schreibprozess in diesem Fall sogar ein gutes Zeichen...

    Drehbuchprobleme

    Marshalls Aussagen zum „Indy 5“-Skript verwundern insofern, als dass schon mehrfach über verschiedene Drehbuchversuche für das Sequel berichtet wurde (u.a. aus den Federn von „Indiana Jones 4“-Autor David Koepp und „Solo: A Star Wars Story“-Schreiber Jonathan Kasdan) – die aber offenbar nicht von Erfolg gekrönt waren. Dass man bisher keine Geschichte finden konnte, die alle Beteiligten zufriedenstellt, wird als Hauptgrund für die vielen Verschiebungen gesehen.

    Aktuell ist nach wie vor unklar, wer derzeit mit dem Skript betraut ist, doch deuten Marshalls Worte relativ kurz nach dem Regiewechsel an, dass man vielleicht sogar nochmal ganz bei null anfängt. Mit Spielberg-Nachfolger James Mangold als neue Spitze des Teams könnte das nach all dem bisherigen Chaos aber genau der richtige Weg sein.

    Frischer Wind dank James Mangold

    Zumindest offiziell hat der noch immer als Produzent an „Indiana Jones 5“ beteiligte Steven Spielberg als Begründung für seinen Rücktritt vom Regieposten angeführt, dass er nach all der Zeit einem jüngeren Filmemacher mit einer frischen Perspektive das Feld überlassen will.

    Und tatsächlich könnte ein solcher frischer Blick genau das sein, was das Projekt endlich voranbringt und was James Mangold nun schon in die Tat umsetzt, indem er noch einmal einen Schritt zurückgetreten ist und die Skript-Arbeit neu aufgerollt hat. Vielleicht nimmt der auch mehrfach schon als Autor tätige Filmemacher dafür das Drehbuch sogar in die eigenen Hände, um es endlich richtig zu machen.

    Wie Collider korrekt anmerkt, hat Mangold tatsächlich ein gutes Händchen dafür, altbackene Genres und Erzählmuster dezent, aber unterhaltsam abzuwandeln und zu modernisieren. Nach so unterschiedlichen und oftmals fantastischen Werken wie „Cop Land“, „Walk The Line“, „Logan - The Wolverine““ oder zuletzt „Le Mans 66 - Gegen jede Chance“ sind wir zumindest der Meinung, dass „Indiana Jones 5“ bei James Mangold in guten Händen ist.

    Vertrauen in James Mangold

    Auch Frank Marshall hält große Stücke auf James Mangold, den er als „wundervollen Filmemacher“ mit einer großen Liebe für die „Indiana Jones“-Reihe bezeichnete. Das erklärt wahrscheinlich auch, warum Marshall seine Bemerkungen über den gerade erst begonnenen Schreibprozess selbst keineswegs als Hoffnungsdämpfer formuliert hat, sondern im Zuge dessen vielmehr bekräftigte, dass der Film tatsächlich kommt und man sich nun wohl erst recht auf ihn freuen solle.

    Ob am aktuellen Kinostart am 28. Juli 2022 dank James Mangold nun wirklich festgehalten werden kann, bleibt abzuwarten. Sollten seine mutmaßlichen eigenen Drehbuchbemühungen aber von Erfolg gekrönt sein, wäre das durchaus denkbar – auch wenn (oder gerade weil) er dafür noch einmal ganz von vorne angefangen hat.

     

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    Kommentare
    • Deliah C. Darhk
      Im Grunde hat Luke sich ja auch nicht wirklich weiterentwickelt.Er verleugnet / missachtet die Sinnigkeit all dessen was er in der OT gelernt hatte, um ein Jede zu werden.Damit fällt er mehr oder weniger auf den Punkt Ich glaube das nicht. aus 'Empire' zurück.Han fällt in TFA ebenfalls auf die OT zurück, und zwar auf den Punkt, als er auf Y4 seine Belohnung einpacken und abhauen will, dann aber doch in die Schlacht gegen den Todesstern eingreift.Leia ist von den G3 die einzige mit einer tatsächlichen Weiterentwicklung über die OT hinaus.
    • Felix H
      Irgendwie habe ich den Eindruck, dass beim Drehbuch wohl einfach zu viele Köpfe mitmischen. Irgendwen wird es da immer geben, dem was nicht passt.
    • Jimmy v
      Aber nicht mal die Trennung war das Problem, sondern dass er halt einfach wieder Schmuggler. Nach allem, was er erlebt hat. Nachdem er ein General war und eine der größten Helden der Rebellion ist. Das war einfach nicht sonderlich durchdacht.
    • Bond, James Bond
      Ja, ok, so siehst du das, aber nicht umsonst schrieb ich doch:Weder Weiterentwicklung, noch bleibender Charakter stellen JEDEN zufrieden. Egal was passiert, wenn da nur eine kleine Abweichung ist, ist es für den einen Teil nicht gut.Die einen bemängeln doch auch bei einer Figur wie Bond, dass er sich charakterlich sonderlich nie groß weiterentwickelt hat (obwohl jeder Darsteller seine eigene Note beitrug), die anderen wiederum haben keinen Bock auf einen depressiven Drama Bond.Ist doch auch alles nicht sooo schwer zu verstehen :-)Ich hätte Han ja auch gerne Händchenhaltend mit Leia gesehen, von Kindern umgeben, Dem war nicht so, aber ich sehe da überhaupt keine Probleme für mich dies so zu akzeptieren. Es ist ja nichts außergewöhnliches, dass sich liebende und Elternteile trennen.
    • Jimmy v
      Und ich verstehe nicht, was du nicht verstehst. :DLass es mich so sagen: Hans Figur hat sich einfach nicht weiterentwickelt. Das ist negativ. Aber es war noch schlimmer als bei Luke, weil die Nicht-Weiterentwicklung von Han noch völlig unpassender war, weil Han sogar noch seine Entwicklung aus der OT unterschritten hat.
    • Bond, James Bond
      1) Wenn man keine Figuren entwickeln will, was auch OK ist...2) sollte es auch nicht negativ ausfallen wie bei Han SoloAlso weil Solo Solo geblieben ist, ist es negativ?Sorry, verstehe deinen Standpunkt wirklich nicht :-DAnders wäre es ein Schuh daraus:1) Wenn man Figuren entwickeln will, was ja auch ok ist...2) sollte es auch nicht negativ ausfallen wie bei LukeDas würde im Kontext Sinn machen.
    • Jimmy v
      Ja, aber was verstehst du daran nun nicht? Wenn man keine Figuren entwickeln will, was ja auch ok ist, sollte das nicht über negativ ausfallen wie bei Han Solo.
    • Mr. no oNe
      Uh, dann weiß ich Bescheid. Danke. Muss ja nicht immer die Krawall Action sein 😊.
    • Joe Heck
      Wenn es hier schonmal um einen Abenteuerfilm geht... warum gab es eigentlich keine Nachricht darüber, dass der Corto Maltese Film nicht mehr kommt?
    • WhiteNightFalcon
      Das scheint der Plan zu sein. Indy 6 kommt dann pünktlich zu Fords 90. 😉
    • stahlgewitter
      😂😂
    • Ortrun
      Wenn sie dann die Weltpremiere auf den 13. Juli 2022 legen, wäre das ein tolles Geschenk zu Harrison Fords 80. Geburtstag.
    • stahlgewitter
      Wenn sie dann mal anfangen zu drehen, ist er fast 80. Ich kann mir da schon vorstellen, dass es unglaublich schwer ist, ein Drehbuch zu schreiben, dass einen fast 80 Jährigen als klugen, peitscheschwingen Actionstar in Szene setzt.
    • Bond, James Bond
      Hä? Du gibst zu, dass Luke Skywalker eine Entwicklung durchgemacht hat, diese aber umstritten ist. Und das Han der alte Han blieb. Ist doch 1:1 meine Rede.Außerdem, manchen Figuren tut eine Charakterentwicklung gut, manchen nicht. Für Indiana Jones oder Bond brauche ich keine. Indy soll so sein wie in seinen vorherigen Filmen und bei Bond möchte ich halt auch gerne wieder den selbstbewussten Agenten im Stile Connerys, Moores, Brosnans oder sogar Daltons. Es ist halt alles eine subjektive Wahrnehmung.
    • Jimmy v
      Das schlimmste am Film, no shit. Diese Szene mit Mud Williams war an diesem Punkt einfach dumm und auch abgrundtief hässlich. Als wäre man in eine Tech-Demo getaumelt.
    • Jimmy v
      Na ja, das ist aber eine sehr simple Antwort. Wie wäre es mit einer CharakterENTWICKLUNG?Luke hat sich gewandelt, aber seine Entwicklung ist umstritten.Han hat sich augenscheinlich überhaupt nicht gewandelt, obwohl es angesichts der Handlung passend gewesen wäre - keine Entwicklung.
    • Jimmy v
      Ja, der Punkt bei Indy ist vielleicht, dass hier Regie wichtiger ist als ein Drehbuch. Kann mir vorstellen wie vieles bei Indy-Filmen schon immer situationsabhängig entschieden wurde.Mir hat Indy 4 übrigens auch ganz gut gefallen - Betonung auf ganz gut, 3.5 von 5 oder so.
    • Larry Lapinsky
      Das BESTE Zeichen seit langem - ich hab ein supergutes Gefühl!!! Endlich geht Kunst vor Kommerz bzw. Schnellschuss - der Drehbuch-Oskar 2038 ist ihnen sicher!!!
    • Bond, James Bond
      Mir geht es nicht um die Effekte an sich, aber braucht man AFFEN im Film? Vor allem, dann, wenn man die am Computer erstellen muss? Eindeutig nicht. CGI ok, aber nur wenn es nötig ist. Und Tarzan Mutt mit CGI Affen ist lächerlich. Ansonsten möchte ich auch nicht über Teil 4 reden, ich finde denn nicht super wie die ersten drei Filme, aber auch nicht so schlecht. Ok wäre das richtige.
    • mrspock
      Die Doppeldecker-Szene im 3. Film war merklich als Blu Screen zu erkennen. Der Strahl im 1. Film (bei der Ausgrabungsstätte)wirkte wie ein Zeichentrick....also die Spezialeffekte von Teil 4 waren Top. Als ich das Making of auch noch angeschaut habe war ich sogar erstaunt wieviel da real aufgebaut war am Set. Ich habe auch keine Probleme mit CGI...aber wie gesagt ich möchte nicht über Teil 4 reden....ich würde mir sooooo wünschen dass der 5. Film noch mit H. Ford kommt....und kein Reboot wird....
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