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    Nach "Bad Boys 3": Neuer Will-Smith-Thriller basiert auf historischem Schock-Foto
    Von Markus Trutt — 15.06.2020 um 20:15
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    Mit „Bad Boys For Life“ hat Will Smith gerade eine seiner spaßigeren Rollen wiederbelebt. Im Sklaven-Thriller „Emancipation“ von „The Equalizer“-Regisseur Antoine Fuqua schlägt der Hollywood-Star bald aber wieder ernstere Töne an.

    2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

    Will Smith versteht es spielend, zwischen spaßigen und ernsten Rollen zu wechseln. Während er uns gerade erst mit einem Comeback als Mike Lowrey in „Bad Boys For Life“ (der seit Kurzem auf DVD und Blu-ray erhältlich ist*) eine Performance der ersteren Kategorie bescherte, bekommt er bald wieder die Chance, auch die andere Seite seines darstellerischen Könnens eindrucksvoll zu beweisen.

    Das Branchenblatt Deadline hat nun nämlich ein äußerst vielversprechendes neues Projekt des zweifach oscarnominierten Hollywood-Stars (für „Ali“ und „Das Streben nach Glück“) enthüllt:

    Für das Sklaven-Thriller-Drama „Emancipation“ tut sich Will Smith mit „The Equalizer“- und „Training Day“-Regisseur Antoine Fuqua zusammen.

    Der wahre Hintergrund von "Emancipation"

    In „Emancipation“ wird Smith in die Rolle eines Sklaven schlüpfen, der in den USA des 19. Jahrhunderts von der Plantage, auf der er unter menschenunwürdigsten Bedingungen geschuftet hat, Reißaus nimmt und auf dem Weg in die Freiheit seine skrupellosen Verfolger überlisten und die Tücken der gefährlichen Sümpfe von Louisiana meistern muss.

    Die Geschichte basiert dabei auf wahren Begebenheiten, wie sie viele Versklavte zu jener Zeit durchlitten haben. Haupt-Grundlage ist dabei laut Deadline aber die Geschichte eines Sklaven, der im Mittelpunkt eines der ersten Beweisfotos für die Grausamkeit der Sklaverei in Amerika stand (auch wenn ebenjener eigentlich auf den Namen Gordon hörte, während bei Deadline von einem Mann namens Peter die Rede ist).

    Das 1863 aufgenommene Bild mit dem Titel „The Scourged Back“ (zu Deutsch: „Der ausgepeitschte Rücken“) zeigt den von schlimmen Narben übersäten Rücken des Mannes, die er von zahlreichen schweren Peitschenhieben davongetragen hat:

    Die Veröffentlichung und weltweite Verbreitung des Fotos soll dazu beigetragen haben, dass Länder damals Handelsbeziehungen mit den Sklaverei betreibenden Südstaaten der USA abgebrochen und viele Schwarze sich im Kampf um die Freiheit und die Abschaffung der Sklaverei dem Unionsheer der Nordstaaten angeschlossen haben.

    Wann kommt "Emancipation"?

    Wann genau „Emancipation“ erscheinen soll, ist noch unklar. Will Smith und Antoine Fuqua brennen aber beide schon sehr für das Projekt und wollen es Anfang 2021 angehen, sobald ihre aktuellen Arbeiten abgeschlossen sind, deren Produktionen wegen der Corona-Pandemie unterbrochen werden mussten.

    So wird Fuqua zunächst den Sci-Fi-Action-Thriller „Infinite“ fertigstellen, während Smith noch die Dreharbeiten zum Biopic „King Richard“ beenden muss, für das er in die Haut des Vaters der erfolgreichen Tennis-Schwestern Venus und Serena Williams schlüpft.

    "Bad Boys For Life" neu im Heimkino: Was wir schon jetzt über "Bad Boys 4" wissen

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    Kommentare
    • Defence
      Das hier auch eine gewisse Berechnung oder Kalkül aufgrund der aktuellen Ereignisse eine Rolle spielen, halte ich persönlich auch für wahrscheinlich, keine Frage.Trotzdem insofern auch mutig, weil in der, ich nenne es mal aufgeheizten Stimmung, die die Thematik betrifft (Rassismusdebatte u.ä.) die Vorwürfe, egal, wie man das umsetzen möchte, vermutlich nicht lange auf sich warten lassen, unabhängig von welcher Seite sie kommen bzw das Risiko besteht, weil halt viele sehr emotional debattieren, ein sachliches Auseinandersetzen mit dem Film, seinen Umgang mit dem Thema, ggf die Darstellung usw dabei zumindest ein Stück weit auf der Strecke bleiben könnten.Hollywood ist meiner Meinung bei vielen Dingen in den letzten Jahren doch sehr auf Nummer sicher gegangen (z.b. die ganzen Fortsetzungen, Reboots/Remakes von Klassikern etc) oder den Weg des geringsten Widerstands (Diversity und Co, progressiv sein wollen, aber gleichzeitig für entsprechende Märkte (z.b. China o.arabischen Raum) jede noch so kleine Miniandeutung o. -Szene lieber gleich entfernen, die z.b. Homosexualität betrifft.Man versucht jeden möglichen Sh!tstorm zu vermeiden und das Thema bietet imo doch gewisses Pontenzial dafür.Ein Stück weit fehlt mir da der New Hollywood Gedanke, sich auch gerade bei unbequemen Themen mit entsprechend unbequemen Filmen (im Mainstreambereich) zu etablieren.Hier sehe ich durchaus eine Chance mit diesen Projekt. Ob es so kommt o. wie man das am Ende umsetzt, wird man sehen müssen. Ich versuche da gerade auch optimistisch zu sein und bin gespannt auf das Ergebnis.
    • human8
      Die Szene in 12 Years a Slave, als die Frau ausgepeitscht wurde, fand ich im Kino auch schon sehr hart.
    • Cirby
      Okay, für Will Smith vielleicht. Wobei er auch mit Tod und Depressionen bereits schwer verdauliche Themen hatte.Aber Hollywood? Die sind doch Gewalt gewohnt. Selbst die Pasion Christi viel nicht vorrangig wegen der Gewalt auf, sondern wegen der Kirche und Glaubensgemeinschaften, die gegen die Darstellung schossen. Und da wurde richtig ausgepeitscht.Ähnlich schlimm in Underworld 3 (FSK16).Ich glaube, durch die derzeitige aufzuarbeitende Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA ist der Zeitpunkt ideal und komplett berechnend und kalkuliert gewählt.Alles andere als Risiko.
    • Ortrun
      Ich könnte mir vorstellen, dass der Schwerpunkt erstmal auf der Flucht, dem Verstecken vor den Verfolgern und Entkommen liegt (und das Auspeitschen selbst gar nicht direkt gezeigt wird, vielleicht verzerrt in Rückblenden/Fieberträumen ohne drastische Darstellung; soll ja sicher kein Torture-Porn werden). Erst wenn er im Norden angekommen ist und die Untersuchung stattfindet, wird dann der Rücken eingeblendet und der Effekt für den Zuschauer ist dann genau das, was Du gerade beschrieben hast (die Vorstellung im Kopf). Könnte m.E. so ziemlich effektiv sein.
    • Defence
      Naja aufgrund des Fotos, siehe dazu auch mein Post.Ich sehe da schon gewisse Risiken, wie man das ganze adequat thematisieren will, ohne den Zuschauer z.b. aufgrund entsprechender Gewaltdarstellung komplett zu überfordern (oder eben verharmlosend darstellt).Ich gebe da dem User Andre schon recht, das es schwer verdaulich sein könnte, Komfortzonen verlassen werden (müssen), um dem Thema gerecht zu werden und es tatsächlich für Hollywoodmaßstäbe (und Will Smith) ein mutiges Projekt ist.
    • Defence
      Bin eigenlich ziemlich abgehärtet und wenig zimperlich, aber beim Anblick des Fotos wird mir auch anders.Ich will mir gar nicht vorstellen, was das für eine Tortur war, die zu so einen so geschundeten Körper führte.Was mich aber auch zu der Frage führt, wie man das filmisch verarbeiten will, um dem Thema gerecht zu werden? Es besteht das Risiko, das man entweder Gefahr läuft, das irgendwie zu verharmlosen, indem man sich entsprechend zurück nimmt o. halt bei entsprechend drastischer Darstellung nicht nur viele Zuschauer überfordert, sondern sich auch noch den Vorwurf des Gewaltpo***s aussetzt.Für Hollywoodmaßstäbe klingt das wirklich nach einen mutigen Projekt. Mal schauen, was darauß wird?
    • André McFly
      HIer ist es eher das Thema, welches nicht in seiner Comfortzone ist. Das wäre mal ein Schritt in die Richtung, die mir vorschwebt. ;)
    • Cirby
      Aber wieso sollte es hier Risiko sein? Auch hier ist er der Symphatieträger. Er weicht also nicht ab vom Schema. Independentfilme hatte er doch schon vorher.
    • André McFly
      Das klingt nach etwas, wo Smith mal ein Risiko eingehen würde - was tatsächlich interessant wäre. Denn das macht Smith nie, er nimmt immer die Nummer Sicher Rolle. Seien es Dramen, Action oder Comedy - nie ist er der Unsympath (Nicht mal als Killer in Suicide Squad) und nie muss er was wirklich schweres (im Sinne von schwer verdaulich) spielen. Ich würde, so gern ich ihn auch mag, ihn gerne in einer anspruchsvollen und herausfordernden Rolle sehen, die aus seiner Comfortzone rausbricht. Ich meine, dass er das drauf hätte.
    • Dennis Beck
      Will Smith kann sowohl dies als auch das. Es gab mal eine Zeit, da hat er nur dies gemacht und kaum das. Ich mag ihn aber lieber in humoristischen Rollen als in Schnulzen-Quark. Und bitte nie wieder so einen gehirnwaschenden Scientology-Scheiß wie After Earth!Übrigens, falls es noch nicht bekannt ist: Die Oscars finden 2021 am 25. April statt.
    • Sentenza93
      Klingt irgendwie nach Rambo.
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