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    "X-Men: Apocalypse": Darum ist die Post-Credit-Szene leider bedeutungslos
    Von Tobias Mayer — 28.06.2020 um 13:00
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    „X-Men: Apocalypse“, der heute ab 20.15 Uhr auf ProSieben läuft, endet wie so viele andere Superheldenfilme mit einer Extra-Szene, die Lust auf künftige Filme machen soll. Allerdings wurde das große Versprechen dieser Szene danach nie eingelöst.

    Twentieth Century Fox

    Fans von Kino und Superhelden sind dermaßen an Post- oder Mid-Credit-Szenen gewöhnt, dass es als ungewöhnlich empfunden wird, wenn ein Film mal ohne Zusatzszene endet, so wie „Avengers 4: Endgame“. Doch längst nicht alle dieser Bonus-Schnipsel sind sinnvoll:

    Wo diese Szenen für gewöhnlich entweder lustig sind oder die Vorfreude auf den nächsten Film anheizen, haben sich mittlerweile eine paar Abspannszenen angesammelt, in denen falsche Versprechen gemacht werden. So wird in „The Amazing Spider-Man 2“ die Bösewicht-Combo Sinister Six angeteasert, aber sowohl der gleichnamige, damals geplante Film, als auch „The Amazing Spider-Man 3“ werden nicht mehr kommen.

    Am Ende von „Justice League“ wurde Fans eine Bösewichte-Liga mit Lex Luthor und Deathstroke versprochen, wobei sich das DCEU ja inzwischen faktisch erledigt hat – und in „X-Men: Apocalypse“, der heute ab 20.15 Uhr auf ProSieben läuft, wird Ober-Bösewicht Mister Sinister in Aussicht gestellt.

    Mister Sinister bleibt ein leeres Versprechen

    Doch da die „X-Men“-Reihe mit dem miesen Nachfolger „Dark Phoenix“ unrühmlich verendete, bevor Mister Sinister seinen Einstand geben konnte, ist die Post-Credit-Szene aus „Apocalypse“ weitestgehend bedeutungslos.

    In der Abspannszene ist zu sehen, wie die Sauerei weggemacht wird, die der ausgebrochene Wolverine (Hugh Jackman) in der geheimen Forschungseinrichtung angerichtet hat, wo er im Rahmen des Weapon-X-Programms in eine Killermaschine umoperiert wurde. Anschließend nehmen Vertreter einer Firma namens Essex Corp Röntgenbilder von Wolverine mit – und dazu eine Blutprobe, auf der „Weapon X DNA“ steht.

    Was hat es mit dieser Firma auf sich, die nun im Besitz der wertvollen DNA ist? Wie Comic-Fans wissen, verweist der Firmenname auf Nathaniel Essex, besser bekannt unter seinem Bösewicht-Namen „Mister Sinister“ (übrigens der ehrlichste Bösewicht-Name aller Zeiten). 2016 konnte man noch vermuten, dass Mister Sinister vielleicht der Gegenspieler in „Logan – The Wolverine“ oder im nächsten Film der Hauptreihe werden würde, aber Pustekuchen.

    Nur schwache Verbindung zu "Logan"

    Die einzige Verbindung zum ohnehin eher für sich stehenden „Logan“ ist die kleine Laura alias X-23, die aus dem Blut von Wolverine gemacht wurde, weswegen die Probe wahrscheinlich irgendwie von der Essex Corp zur Forschergruppe in „Logan“ gelangt sein muss, die Alkali-Transigen heißt.

    Aber man bringt ja den Namen „Essex“ nicht ins Spiel, wenn man nicht auch Mister Sinister von der Leine lassen wollen würde. Wie Simon Kinberg, hauptverantwortlicher Autor der „X-Men“-Reihe, längst bestätigte, sollte Mister Sinister tatsächlich in weiteren „X-Men“-Filmen der alten Reihe auftreten.

    Aber das war lange bevor der direkte „Apocalypse“-Nachfolger „Dark Phoenix“ zum größten Kino-Flop 2019 wurde und die Mutanten-Reihe inklusive aller Pläne für Mister Sinister beerdigt wurde.

    Nun ist es an Disney, dem das „X-Men“-Studio Fox inzwischen gehört, das längst abgedrehte und mehrfach verschobene Spin-off „New Mutants“ noch irgendwie zu veröffentlichen und irgendwann neue „X-Men“-Filme zu produzieren, in denen die alten Stars James MacAvoy & Co.zwar fehlen werden, dafür aber Mister Sinister vielleicht doch noch seinen Auftritt bekommt.

    „X-Men: Apocalypse“ läuft heute ab 20.15 Uhr auf ProSieben und ist außerdem im Programm von Netflix enthalten. Ihr könnt ihn auch auf Disney+ schauen*.

     

    *Bei diesem Link zu Disney+ handelt es sich um einen Affiliate-Link. Mit dem Abschluss eines Abos über diesen Link unterstützt ihr FILMSTARTS. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.

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