Schnell-Bewerter
Mein FILMSTARTS
    Oscar-Anwärter: Trailer zum Aretha-Franklin-Biopic "Respect"
    Von Daniel Fabian — 29.06.2020 um 14:34
    facebook Tweet

    Zwei Jahre, nachdem die Doku „Amazing Grace“ in die Kinos kam, bekommt Soul-Ikone Aretha Franklin mit „Respect“ ihr Biopic – mit Oscarpreisträgerin Jennifer Hudson in der Hauptrolle. Der erste Trailer macht Lust auf mehr:

    Respect Trailer DF

    Aretha Franklin war 1986 die erste Frau, die in die Rock And Roll Hall of Fame aufgenommen wurde – und zählt mit 18 Grammys und über 75 Millionen verkauften Tonträgern bis zu ihrem Tod im Jahr 2018 nach wie vor zu den erfolgreichsten MusikerInnen aller Zeiten. Der Rolling Stone setzte die Sängerin, Songwriterin und Pianistin 2008 sogar auf Platz 1 der 100 besten Sänger aller Zeiten.

    Ja, es kann kaum genug Superlative geben, um das Lebenswerk von Aretha Franklin zusammenzufassen. Und dennoch stellt sich die südafrikanische Filmemacherin Liesl Tommy („Jessica Jones“) genau jener Herausforderung, der Ausnahmekünstlerin mit einer Verfilmung ihrer Lebensgeschichte gerecht zu werden. Und dem ersten stimmungsvollen Trailer zu „Respect“ nach zu urteilen, könnte ihr das ziemlich gut gelingen.

    Hier könnt ihr den Trailer im englischen Originalton sehen:

     

    Darum geht’s in "Respect"

    Geboren am 25. März 1942 in Memphis, Tennessee, kam Aretha Louise Franklin schon früh mit Musik in Kontakt. Es war ihr Vater, ein damals bekannter Baptistenprediger, der sie schon bald in den Chor seiner Kirche aufnahm und damit eine der größten Musikkarrieren des 20. Jahrhunderts ins Rollen brachte.

    Franklin wurde zum Superstar, erreichte aber nicht nur als Sängerin und Songwriterin Legendenstatus, sondern nutzte ihre Stimme als „Queen of Soul“ auch als Bürgerrechtsaktivistin.

    Gute Chancen bei den Oscars 2021

    Während das Kinojahr 2020 bedingt durch Corona bislang weitestgehend brach liegt, sieht „Respect“ auch davon abgesehen wie einer der großen Favoriten für die kommende Award-Saison aus. Die Gründe:

    Die Regisseurin: Liesl Tommy ist die erste afroamerikanische Bühnenregisseurin, die eine Nominierung für den Tony Award erhielt. Großes Kino ist ihr also zuzutrauen, nicht zuletzt auch mit einer großartigen Besetzung.

    Die Darsteller: Dass Jennifer Hudson nicht nur singen, sondern auch schauspielern kann, bewies sie bereits in „Dreamgirls“ – und bekam dafür den Oscar als beste Nebendarstellerin. Unterstützung bekommt sie in „Respect“ von prominenten Co-Stars wie Forest Whitaker („Der letzte König von Schottland“) und Audra McDonald („Die Schöne und das Biest“).

    Aktualität: In Zeiten von #BlackLivesMatter ist die Geschichte einer Bürgerrechtsaktivistin wie Aretha Franklin aktueller denn je. Abgesehen davon haben Filme, in denen gesellschaftliche Missstände aufbereitet werden, bekanntlich gute Chancen, im Oscar-Rennen mitzumischen.

    Ein Musiker-Biopic: Darüber hinaus hat das Genre der Musiker-Biopics gerade einen Lauf. Nachdem Rami Malek 2019 für „Bohemian Rhapsody“ den Oscar als bester Hauptdarsteller gewann, gab’s für „Rocketman“-Star Taron Egerton 2020 immerhin den Golden Globe.

    Drehbuchautorin Tracey Scott Wilson („The Americans“) sowie Kameramann Kramer Morgenthau („Game Of Thrones“) dürften nach zahlreichen Emmy-Nominierungen ebenfalls auf ihren Oscar schielen. All das sind für uns genug Gründe, sich auf „Respect“ zu freuen, der deswegen auch in unserer Vor- und Rückschau der besten Filme 2020 vertreten ist.

    Die besten Filme 2020: Die große Rück- und Vorschau auf die Highlights im Kino

    US-Kinostart ist der 25. Dezember 2020, einen deutschen Starttermin hat „Respect“ noch nicht. Wenn ihr euch trotzdem schon mal ein Datum notieren wollt, dann am besten den 25. April 2021 – dann werden (voraussichtlich) die Academy Awards zum 93. Mal verliehen.

    facebook Tweet
    Ähnliche Nachrichten
    Das könnte dich auch interessieren
    Kommentare
    • ObiWann
      Wird auf jedenfall geschaut ,und das auch im Kino . Bis dahin sollte ,hoffe ich doch alles wieder etwas normalisierter ablaufen .
    • Michel Mewes
      Traurig, dass man Filme nach der Hautfarbe und dem Geschlecht bewertet. Traurig in welcher Zeit wir leben. Hoffe, dass am Ende die Qualität des Films ausschlagend ist.
    • greekfreak
      Beim Nina Simone Biopec,letztes Jahr mit Zoey Zaldana,haben sich einige Progressive Twitter-Zeitgenossen noch empört,weil Zaldana war,Zitat: nicht schwarz genug. (guckt nicht,ich habe mir diesen Quatsch nicht ausgedacht!)Ich hoffe, Jennifer Hudson hat nicht das selbe Problem. Stimmlich ist die Frau eh mehr als qualifiziert um die Queen of Soul würdig zu porträtieren.
    • Erik B.
      Marlon Wayans in einer hoch ernsten und seriösen Rolle kann ich einfach nicht ernst nehmen.
    Kommentare anzeigen
    Back to Top