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    "Star Wars": Mark Hamill erklärt, welche geschnittene Szene er vermisst
    Von Tobias Mayer — 30.06.2020 um 09:23
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    In einem Video-Gespräch übers Drehbuchschreiben hat Mark Hamill ausführlich erklärt, warum er Luke Skywalkers ursprüngliche Einführung in „Episode 4“ vermisst. Die wurde zwar gedreht (ihr könnt sie auf Disney+ sehen), aber nicht verwendet.

    20th Century Fox

    Ob es einfach das Alter ist oder eine Frage seiner Persönlichkeit, sei mal dahingestellt. Jedenfalls gehört der 68-jährige Mark Hamill zu denjenigen „Star Wars“-Schauspielern, die ihre Gedanken zur Filmreihe vergleichsweise offen teilen.

    Hamill machte kein Geheimnis daraus, dass er Probleme hatte, Luke Skywalkers Geschichte in „Star Wars 8“ zu akzeptieren – nun hat er in einem Video-Gespräch über Lukes ersten Auftritt in der Saga gesprochen, bei dem er etwas vermisst.

    In „Star Wars 4: Eine neue Hoffnung“ (1977) lernen wir den jungen Luke dabei kennen, wie er mit seinem Onkel neue Droiden kauft. Allerdings drehte Regisseur George Lucas noch eine andere Einführung, die Luke mit seinem Kumpel Biggs (Garrick Hagon) und anderen jungen Leuten von Tatooine zeigt (die Szene findet ihr auf Disney+ im Filmeintrag zu „Episode 4“ unter Extras).

    Mark Hamill kann nachvollziehen, dass Lucas diese Einführung zu langsam war und sie deswegen nicht verwendet wurde – aber sie fehle dennoch.

    Luke: Ein unpolitischer Außenseiter

    Im Video-Gespräch der Reihe Russo Bros. Pizza Film School, die von den „Avengers 4“-Regisseuren ins Leben gerufen wurde, erklärt Mark Hamill:

    „Da sind ein paar Sachen in der Szene, die Lukes Persönlichkeit gut zeigen. Nummer eins: Seine Leute machen sich über ihn lustig. Er ist also nicht besonders cool oder lustig. […] Dann trifft er Biggs Darklighter und man kann sehen, dass wir gute Freunde sind. Er hat eine imperiale Uniform an und ich sage so was wie: ‚Wow! Das ist großartig. Ich kann es kaum erwarten, bis ich von dieser Müllhalde von Planet runterkomme und mich dir anschließe.‘ Und Biggs nimmt mich mit nach draußen und sagt mir, dass er sich den Rebellen anschließen werde, sobald das möglich ist.“

    Hamill gefalle an der Szene vor allem, dass sie Luke als unpolitischen jungen Mann zeige, der sich ebenfalls dem Imperium anschließen würde, nur um von Tatooine wegzukommen (wobei er später gegenüber Obi-Wan sagt, dass er das Imperium hasse).

    In der früheren Fassung der Geschichte sei es außerdem der Tod von Lukes Kumpel Biggs gewesen, der Luke motiviert habe, beim Angriff auf den Todesstern die Zielkontrolle auszuschalten und sich nur auf die Macht zu verlassen (Biggs war einer der anderen Rebellenpiloten).

    Erst später sei Obi-Wans Stimme hinzugefügt worden, die Luke auffordert, die Macht anstelle einer elektronischen Zielhilfe zu nutzen.

    Das komplette Gespräch zwischen Mark Hamill und den Marvel-Machern seht ihr im Video (dort kommt Hamill auch noch auf eine weitere romantische Szene zwischen Luke und Leia zu sprechen, die später als Geschwister enthüllt werden sollten):

    Im Meinungsvideo erkläre ich, warum mir Lukes Einführung sehr gut gefällt und ich die Extra-Szene nicht brauche:

     

    Wir besprechen die komplette Skywalker-Saga im Podcast

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    Kommentare
    • The_Lavender_Town_Killer2.0
      Habe ich schon vor einer ganzen Weile gesehen, wirklich sehr gutes Video.
    • Darklight ..
      Ich ebenso... leider fehlt hier bei den STAR WARS Themen ja jetzt immer Deliahs Kritik.Von daher muß du nun solange bis sie wieder freigeschaltet wird, mit meiner Meinung vorlieb nehmen...; )In dem wunderbaren Video How Star Wars was saved in the edit das noch auf YouTube vorliegt, wird deutlich gezeigt, wie der Film ursprünglich aussehen sollte. Und... ja... grauenhaft, diese erste Schnittfassung. Nicht umsonst hat das Ding den OSCAR für den besten Schnitt bekommen!Die Szene ist nett, sicher.. . aber sie funktioniert nicht im Gesamtzusammenhang und hätte einige Logikfehler bereitet. Und... das mit der Stimme von Obi-Wan am Ende iss essentiell für die Idee der Jedi-Machtgeister... also... alles richtig gemacht. Und es zeigt, wie unreife Ideen, die ähnlich einem Rohdiamanten brilliante Ansätze haben könnnen, erst und nur durch einen guten Schliff funktionieren. Erfolgt dieser Schliff nicht... na, ja... dann entstehen eben nur nette Filme mit unausgegorenen Ideen. Und davon hatte Lucas ja besonders viele.Mich hat dieses kleine Making Of sehr fasziniert, weil es George Lucas Größen und zugleich seine Schwächen auf den Punkt bringt. Und... vor allem war er sich damals seiner Schwächen sehr bewusst und hat sich beim Schnitt Hilfe geholt. Das heißt, er ist somit indirekt auch wieder derjenige, der seine eigenen Ideen stärker gemacht hat. : )
    • The_Lavender_Town_Killer2.0
      In der Filmversion waren die Szenen unnötig und nahmen einiges an Tempo weg - von daher ja, die waren überflüssig. In der Romanversion funktionierten sie allerdings gut.Würde gerne auch Deliahs Meinung dazu hören...
    • James Solo
      So gut die Szene auch ist, Luke Funktioniert so schon wunderbar also nötig ist sie nicht.
    • André McFly
      Ich hätte lieber die Szene, wo er sein Lichtschwert baut, drin gehabt.
    • Sentenza93
      Ist schon gut so, wie man es machte.
    • WhiteNightFalcon
      Einfach mal den Roman zum Film lesen, der auf dem Drehbuch basiert. Da entdeckt man noch viel mehr.
    • S-Markt
      (Biggs war einer der anderen Rebellenpiloten).diese erklärung ist nötig für all die Fans, die glauben, daß clone wars cgi star wars ist.
    • Dominator
      Das war glaube ich das erste Mal, dass ich erfahren habe, dass es auch Szenen gibt, die es nicht in die finale Fassung geschafft haben, und ich war fasziniert und schockiert als ich diese Bilder gesehen habe. Ich dachte echt das wären Nachdrehs gewesen, die extra auf alt gemacht waren für den Flair des eigentlichen Films 😁 Hach ja, jung und unerfahren ^^
    • Jimmy v
      Ich finde es auch passend, dass diese Szene nicht am Start ist. Das passt alles schon so ganz gut.
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