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    "Justice League"-Streit Runde #2: Cyborg-Darsteller greift Joss Whedon an
    Von Julius Vietzen — 01.07.2020 um 20:03
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    Nachdem Cyborg-Darsteller Ray Fisher sich bereits von positiven Aussagen über die Kinofassung von „Justice League“ und die Arbeit von Joss Whedon distanzierte, teilte er nun noch einmal explizit und mit harten Worten gegen den Ersatzregisseur aus.

    Warner Bros.

    Als „Justice League“ 2017 in die Kinos kam, spielten alle Darsteller auch während der Promo brav ihre Rollen: Der Übergang vom ursprünglichen Regisseur Zack Snyder zum Ersatzmann Joss Whedon sei nahtlos verlaufen, versicherten Henry Cavill, Gal Gadot, Ben Affleck und Co. auch uns im Interview.

    Doch in den Monaten nach Kinostart begannen Fans nicht nur, die Kinofassung von „Justice League“ zu untersuchen, um die Unterschiede zwischen den von Snyder und Whedon gedrehten Szenen herauszustellen. Auch die Darsteller äußerten mal mehr mal weniger deutlich ihren Unmut über die Kinofassung – und ihre Unterstützung für den Snyder-Cut alias „Zack Snyder's Justice League“.

    Den vorläufigen Höhepunkt fand das mit einem Tweet von Cyborg-Darsteller Ray Fisher, der darin seine positiven Aussagen über die Kinofassung von „Justice League“ zurückzog – und darin offenbar auch Joss Whedon einschloss. Dass das keineswegs Zufall war, zeigt nun ein neuer Tweet von Fisher, in dem dieser Whedon direkt angreift:

    „Joss Whedons Verhalten am Set gegenüber dem Cast und der Crew von ‚Justice League‘ war abstoßend, beleidigend, unprofessionell und komplett inakzeptabel. Das wurde in vielerlei Hinsicht durch [die damaligen DC-Films-Bosse] Geoff Johns und Jon Berg ermöglicht. Verantwortlichkeit > Unterhaltung“, schrieb Fisher.

    Angriff auf Whedon, Johns und Berg

    Whedon für die Änderungen an „Justice League“ gegenüber der eigentlich von Synder geplanten Version verantwortlich zu machen, wie es viele DC-Fans seit mittlerweile knapp drei Jahren tun, ist schlichtweg falsch, schließlich handelte dieser nur auf Geheiß von Warner.

    Doch darum geht es Fisher offensichtlich nicht, der ja keine inhaltlichen oder tonalen Änderungen kritisiert, sondern sich direkt über Whedons Verhalten am Set beschwert. Und da liegt der Fall schon anders.

    Und auch gegen die bei vielen „Justice League“- und DCEU-Fans sehr unbeliebten Geoff Johns und Jon Berg teilt Fisher in seinem Post aus. Gerade Johns ist vielen Kommentatoren im Netz ein rotes Tuch, der für den leichteren, bunteren Tonfall des DCEU seit „Justice League“ verantwortlich gemacht wird. Allerdings war auch Johns damals keineswegs die oberste Instanz bei Warner, sondern seinerseits nur ausführendes Organ.

    Festzuhalten bleibt auf jeden Fall: Die Hintergrundgeschichte und die ganze Entstehung von „Justice League“ würden mittlerweile wahrscheinlich genug Stoff für einen sehr spannenden und aufschlussreichen Dokumentarfilm ergeben.

    Vielleicht vermag ja der Release von „Zack Snyder's Justice League“ die Wogen etwas zu glätten und die Fans und Darsteller etwas zu versöhnen. Die Veröffentlichung ist für die erste Jahreshälfte 2021 geplant.

    Der erste Trailer zum Snyder-Cut von "Justice League" erklärt: Darkseid und ein toter Gott

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    Kommentare
    • FilmFan
      Da sind wir eben unterschiedlicher Meinung. Ist ja auch ok. Dawn of the Dead gebe ich Dir sogar Recht. Den fand ich auch gut.
    • Bruce Wayne
      Kannst du mir dafür eine konkrete Quelle nennen? Mag sein, dass Johns Einfluss bereits in der Post Produktion von SSQ merkbar wurde, aber bisher haben alle Beteiligten meines Wissens nach bestätigt, dass Justice League und Wonder Woman die ersten Filme seien, bei denen er wirklich seine Rolle als Kreativkopf ausgelebt hat.
    • Dny K
      So schlecht wie der whedon cut ist, doch, der wird besser. Es geht gar nicht anders, denn der whedon cut ist einfach nur eine Ausgeburt aus der Hölle.
    • Dny K
      Ich dagegen finde die Man of Steel hervorragend und BvS im UC sehr gut und den Whedon Cut unterirdisch. Das snyders Filme nicht unterhaltsam wären, solltest du besser nicht generalisieren. Dawn of the Dead, Sucker Punch und 300 waren alle auch teilweise sehr humorvoll
    • HalJordan
      Also ich habe Whedons Karriere von Anfang an verfolgt. Bin auch ein großer Fan der Serien Buffy, Angel und Firefly. Woher hast du die Gerüchte? Gibt es ein paar SERIÖSE Quellen?
    • HalJordan
      Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Cavill wurde kritisiert, weil er keinen Bock hat sich MeeToo-en zu lassen. In was für einer Welt leben wir inzwischen?
    • Eugen Gense
      Ouh jämmerlicher Lappen. Keine Eier bei Filmdreh haben und mal den Wheadon angehen, aber jetzt ne große Klappe wegen der Cancel Culture Welle auf die jeder reitet. Also...sein boss war ein Arschloch....so wie 80% aller bosse auf dieser Welt....dann schluckt man entweder den scheiss oder riskiert den Rausschmiss.....so n lappen...
    • Bruce Wayne
      Soweit ich weiß war er kreativ nicht an Suicide Squad beteiligt. Erst Justice League fiel dann unter seine Fittiche.
    • Bruce Wayne
      Wir - wohl eher die Hollywood-Gesellschaft ^^
    • Darklight ..
      Also... ich habe keine Ahnung, was da los ist. Denn Ray Fischer hat in der kryptischen Kürze seiner Nicht-Nachricht ja alles und nichts gesagt und angedeutet. Das ist formal scheiße und inhaltlich unklug.Das Einzige, was sich mein phantasiebegabtes Hirn grade ausdenkt, wäre folgende Situation: Whedon behandelt irgendwie die Filmcrew schlecht. Und es ist schlimm, aber nicht soooo schlimm, daß man wirklich dagegen was tun kann. Und dann sind die Schauspieler vertraglich verpflichtet, deswegen das Maul zu halten. Und jetzt darf Ray wieder offen reden und tut das auch, weil es besonders darunter gelitten hat. .. nun... vielleicht war es so?!Aber wenn ja, dann hätte ich verdammt nochmal gerne eine klare und detaillierte Darstellung der Vorkommnisse. Denn nebulöse Andeutungen können in diesen Zeiten schnell zum Rufmord für jemanden werden. Und ich finde es eh bedenklich, daß so viele Stars scheinbar kein Problem damit haben, das (Berufs-)Leben eines Kollegen durch halbgare Äußerungen zu gefährden...
    • Darklight ..
      Generell iss Twitter ein Kurznachrichtendienst. Man kann ihn für Liebeserklärungen nutzen, um Menschen anzuhimmeln, Infos auszutauschen... sich in Szene zu setzten... ja... ABER: Konflikte, sind Konflikte, weil ihnen komplexe Ursachen zugrunde liegen, verschiedene Sichtweisen, Ängste, Energiemangel u.v.a.m. Wenn man ein Interesse hat, einen Konflikt konstruktiv zu lösen, macht man das persönlich, oder in einem Format, das dem Anlaß und der Komplexität der Angelegenheit gerecht wird.Ich finde es unerträglich, wenn Menschen ihre Konflikte über Twitter austragen. Allein das Format verbietet es. Streit lässt sich nicht kurz lösen. Lediglich Öl ins Feuer gießen.. . das geht.. kurz und schnell.Und wenn man so etwas schon öffentlich macht, dann bitte differenziert, in einem längeren Interview und ganz konkret und am besten mit Zeugen u.ä. Und am allerbesten versucht man es zuerst beim Beschuldigten selbst. Erst wenn das schiefläuft, geht man den nächsten Schritt. Und auch dieser heißt dann noch lange nicht Öffentlichkeit...Und TWITTER scheint mir generell immer das falsche Medium für sowas zu sein...
    • ObiWann
      Ja das sollte aber nicht so sein ,man muss halt auch immer mal die Umstände sehen wo Whedon übernommen hat ,das die Version von ihm nich so dolle ist ,das is auch klar. Und das solche Dinger genau dann kommen wenn klar is das Snyder seine Version bringen darf hat dann schon Gechmäckle.
    • Micro_Cuts
      keine Ahnung
    • ObiWann
      Das Heard gerade stehen muss für das was Sie gemacht hat hoffe ich doch sehr .Und Fisher hat halt nen Grund Whedon einen mitzugeben da er in der Whedon Version den kleinsten Part hatte was bei der Snyder Version anders sein soll ,wir werden sehen.Das ganze würde glaubwürdiger wirken wenn er diese Gründe nicht hätte .Bleibt für Fisher zu hoffen das er absolut kein Dreck am Stecken hat ,wer mit Schice wirft ,bekommt die oft auch zurück .Und der Cavill macht’s richtig .
    • Micro_Cuts
      wir sollten dankbar sein das Johns degradiert wurde vom Filmbereichauf beiden DC reddits sind die leute auf alle fälle pro Fisher und hauen mächtig auf Johns und Whedon druf. soll was heißen
    • Micro_Cuts
      Gerüchte das er mit den Leuten wie dreck umgeht gibt es bereits seit Buffy ... da wird also schon was dran sein
    • greekfreak
      Cavill wurde kritisiert,weil er keinen Bock hat sich MeToo-en zu lassen und das öffentlich sagte.Wir leben offiziell in einer Southpark Episode,mit Überlänge....
    • HalJordan
      Absolut richtig. Wie gestern bereits geschrieben, kann ich mir das bei Joss Whedon nun wirklich nicht vorstellen. Abwarten, was hier noch kommt.Von den Cavill-Geschichten habe ich auch gehört. Da sollte man meinen, als charismatischer, gutaussehender und gefragter Schauspieler wäre er ständig auf der Jagd nach schärfen Bräuten. Pustekuchen!
    • HalJordan
      Ja, ich freute mich damals ebenfalls über die Verpflichtung von Geoff Johns und das aus gutem Grund. Denn wie Bruce Wayne weiter unten richtig schrieb, ist Johns für einige tolle Dinge im DC Universum (Comics) verantwortlich. Und nicht nur das, Johns begann seine Karriere unter Superman-Regisseur Richard Donner. All das sind bei weitem keine schlechten Vorzeichen, um quasi der Kevin Feige im DCEU zu werden. Nur nützt das alles eben nichts, wenn einem die Hände gebunden sind. Das hat Julius Vietzen hier schon richtig geschrieben.
    • Gravur51
      Billiges nachtreten reicht heute schon uum canceln.
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