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    "The Old Guard 2" auf Netflix: So geht die Story weiter
    Von Christoph Petersen — 11.07.2020 um 17:30
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    Noch ist nicht klar, ob „The Old Guard“ mit Charlize Theron auf Netflix erfolgreich genug ist, um eine Fortsetzung zu rechtfertigen. Aber wenn „The Old Guard 2“ kommt, dann gibt es schon ziemlich starke Hinweise darauf, wie die Geschichte weitergeht.

    Netflix

    Achtung, es folgen Spoiler zu „The Old Guard“.

    Seit Freitag, den 10. Juli, ist „The Old Guard“ auf Netflix verfügbar. Noch ist es allerdings zu früh, um zu sagen, wie die Adaption der gleichnamigen Comic-Serie* von Greg Rucka bei den Abonnenten ankommt. Uns hat der erste Ausflug des Streaming-Service ins Superhelden-Genre jedenfalls Lust auf mehr gemacht. Warum? Das könnt ihr in unser ausführlichen Kritik nachlesen:

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "The Old Guard"

    An dieser Stelle soll es hingegen darum gehen, wie es in einem potenziellen Sequel weitergehen würde – schließlich wurde die Handlung von „The Old Guard 2“ bereits am Ende des ersten Teils massiv angeteasert:

    Anführerin Andy (Charlize Theron) hat offenbar ihre Unsterblichkeit eingebüßt – und der wegen seines Verrats für 100 Jahre aus der Garde verbannte Booker (Matthias Schoenaerts) wird in seinem Hotelzimmer von der seit Jahrhunderten verschollenen Quynh (Veronica Ngo) begrüßt.

    Aus der Mid-Credit-Szene allein könnte man sich schon grob zusammenreimen, was wohl der Plot von „The Old Guard 2“ sein könnte. Aber das muss man gar nicht. Denn nachdem „The Old Guard“ ziemlich genau den Plot der fünfbändigen Graphic-Novel-Reihe „The Old Guard: Opening Fire“ nacherzählt hat, ist im Verlauf der letzten Monate bereits das ebenfalls wieder fünfbändige Nachfolgewerk „The Old Guard: Force Multiplied“ erschienen. Und wenn sich die Filmemacher treu bleiben – dann würde auch „The Old Guard 2“ wieder recht nah an der Comic-Vorlage bleiben.

    Der Plot von "The Old Guard 2"

    Natürlich wisst ihr, dass ihr ab hier auf eigene Gefahr weiterlest. Aber trotzdem wollen wir euch an dieser Stelle nicht einfach die komplette Handlung der Fortsetzung spoilern – es folgt also eine Inhaltszusammenfassung des ersten Bands von „The Old Guard: Force Multiplied“:

    Nach einem Rückblick zu dem ersten Kampf, den die fünf Unsterblichen gemeinsam ausgefochten haben, sehen wir Andy und Nile (im Film verkörpert von KiKi Layne), die vor der Polizei in einem gestohlenen Polizeiwagen flüchten. Dem vorausgegangen ist ein Einbruch von Andy, Nile, Joe (Marwan Kenzari) und Nicky (Luca Marinelli) in ein herrschaftliches Anwesen, aus dem sie mit viel Krachbumm eine Gruppe von Geiseln befreit haben.

    Andy und Nile lassen den Wagen extra explodieren, während sie selbst von einer Brücke springen – dank ihrer Superkräfte überleben sie, während die Polizei davon ausgeht, dass sie das Zeitliche gesegnet haben. Der betrunkene Booker wird unterdessen in einem Hotel in Paris gekidnappt und auf ein Boot gebracht, wo ihm Fragen zu den anderen Mitgliedern der alten Garde gestellt werden. Er bleibt jedoch standhaft, woraufhin er in Ketten gelegt wird.

    Das neue Thema: Die Verlierer

    Der erste Comic-Band deutet den Plot also eher an – während er noch viele neu angeschnittene Handlungsstränge im Ungefähren belässt. Aber was sich dafür umso stärker herauskristallisiert, ist das Thema der Fortsetzung: Ging es im ersten Teil noch vornehmlich um Unsterblichkeit und die damit einhergehende Last der Verantwortung, geht es in „Force Multiplied“ zentral um die Idee der „Verlierer“.

    Andy macht sich bereits im ersten Band viele Gedanken darüber, wie „Verlierer“ behandelt werden – so denkt sie an Schlachten zurück, aus denen sie zwar als Sieger hervorgegangen ist, bei denen sie aber Widersachern gegenüberstand, die oft selbst nur Gefangene oder gar Sklaven waren. Es geht um die Konsequenzen des Krieges – und speziell um den Fakt, dass die Geschichte nun mal generell von den Siegern geschrieben wird.

    Was ist mit "The Old Guard 3"?

    Aber selbst nach „The Old Guard 2“ müsste nicht zwingend schon Schluss sein. Greg Rucka hat in einem Interview mit Looper nämlich das Folgende berichtet: „Es gibt eine komplette dreiteilige Story, die erzählt werden könnte. Wenn es ein Erfolg wird und Netflix ankommt und noch einen Teil machen will, dann gibt es auch etwas zu erzählen. Es gibt noch mehr Fragen, die wir beantworten wollen. Aber jetzt im Moment muss ich sagen: Selbst wenn dieser Film alles ist, was wir kriegen, bin ich ein sehr glücklicher Mann.“

    „The Old Guard“ ist aktuell bereits auf Netflix verfügbar.

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    Kommentare
    • Kerstin Schütte
      Ich mag Schwache Charaktere ich fand den Trailer eher schwach.
    • FilmFan
      Ich habe eben ne andere Sicht auf die Dinge. Meine Vorfreude auf den Film war groß. Der Trailer sah vielversprechend aus. Und dann werde ich mit derart schwachen weinerlichen Charakteren, die zudem derart unglaubwürdig agieren das es schon weh tat, abgespeist. Wenn es Dir gefallen hat, wie gesagt, ist doch alles gut. Und wie es aussieht bekommst Du noch ne Fortsetzung.
    • Kerstin Schütte
      Doch es liegt am Geschmack. Ich schaue nicht nach Drehbuch Produktion usw. entweder es spricht mich ein Film an oder nicht. Gerade die Charaktere fand ich stark. Die haben mich berührt und darum geht es doch. Jeden berührt was anderes.
    • FilmFan
      Es muss nicht am unterschiedlichen Geschmack liegen. Ich liebe Actionfilme. Old Guard habe ich jetzt ein zweites mal gesehen und der Eindruck hat sich verfestigt. Schwache Handlung und blasse ausdruckslose Charaktere. B-Movie Charakter. Aber das ist mein Eindruck. Wenn er Dir gefällt ist es doch ok.HIghlander fand ich damals gut. Heute ist der für mich auch nichts mehr.
    • Kerstin Schütte
      Nicht ausgeschlafen ???Ich bin bei highlander drei mal eingeschlafen und viele lieben diesen Film. Es liegt eher daran dass wir einen unterschiedlichen Geschmack haben. Jeder soll das gucken was er will. Aber kann kann beurteilen ob ich was gut finden muss oder nicht.
    • Luthien's Ent
      Hatte Teil 1 denn ne Story? Ich hab sie nicht finden können, aber wahrscheinlich bin ich zu doof... ;-D
    • Kerstin Schütte
      Ich fand ihn ganz unterhaltsam. Hatte was von highlander in etwas brutal. Mal ein schöner Kontrast zu den doch sehr verschachtelten Comic Verfilmungen. Hatte was von typischen End 80er Anfang 90 er streifen - nett. Einfach mal zwei Stunden leichte Unterhaltung. Sicherlich kein Meisterwerk. Aber sieben von 10 bekäme er schon. Geschmäcker sind eben unterschiedlich.
    • FilmFan
      Der Film steht aktuell auf Platz 1 bei Netflix. War ja klar. Von mir gabs nen Daumen runter. Vielleicht 4 von 10 Punkten. Und da ist schon ein Bonus für Theron dabei.
    • S-Markt
      spaßige john wick kampfchoreographie, ein zwei nette wendungen, ein bischen zu pseudoproblematisch, jemand der 500+ jahre auf diesem planeten wandelt, sollte allein aufgrund der zur verfügung stehenden zeit eine gewisse weisheit und abgeklärtheit entwickeln und nicht rumjammern und selbstzweifeln wie 40+ midlifecrisispfeifen.
    • Bon4ever
      ... wurde die Handlung von „The Old Guard 2“ bereits am Ende des ersten Teils massiv angeteasert.Massiv? hahahahahahahaha.Bitte schraubt die Übertreibungen runter.und Superkräfte ???Oh man, was für ein Quark.Eure Kritik zu The old guard ist ja schon schlimm genug. Weder X-Men, noch Wolverine, etc. als Vergleich kann man abhacken. Superhelden? Gähn.Highlander zum Teil, okay.Expendables zum Teil, okay.Kann man sehen, muss man aber nicht.Und wenn, dann nur wegen Charlize 😉
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