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    "The Kissing Booth 2" auf Netflix: Joey King erklärt, warum die schlechten Kritiken keine Rolle spielen
    Von Christoph Petersen — 30.07.2020 um 16:20
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    „The Kissing Booth 2“ ist zumindest minimal besser bei Kritikern angekommen als der erste Teil. Im Variety-Podcast The Big Ticket hat Hauptdarstellerin Joey King nun erklärt, warum das für sie aber ohnehin keine Rolle spielt.

    Netflix

    Es ist nicht so, als hätten die Kritiker generell ein Problem mit Joey King („Independence Day 2“), ganz im Gegenteil: Für ihre Leistung in der Serie „The Act“ wurde sie im vergangenen Jahr mit Kritikerlob regelrecht überhäuft – und am Ende sprangen auch noch Nominierungen für den Emmy, den Golden Globe und den SAG Award der amerikanischen Schauspielervereinigung dabei heraus.

    Aber bei „The Kissing Booth“ sieht die Sache anders aus: Der erste Teil steht aktuell bei nur 17 Prozent positive Kritiken auf RottenTomatoes (Stand vom 30. Juli 2020). The Kissing Booth 2“ bringt es immerhin auf 25 Prozent positive Kritiken, aber auch das ist natürlich kein Grund zu Freudensprüngen.

    Und trotzdem: Netflix hat schon vor der Veröffentlichung des Sequels gleich auch noch „The Kissing Booth 3“ abgedreht – und dazu sogar direkt einen Trailer rausgehauen:

    In Amerika gibt es den Begriff „critic proof“ – damit sind Filme bestimmter Genres gemeint, etwa große Action-Blockbuster oder brutale Horror-Filme, bei denen es eigentlich keine Rolle spielt, wie die Kritiken ausfallen, weil die Menschen trotzdem ins Kino gehen. Ob das so stimmt, ist umstritten: Man könnte sich nämlich schon irgendwie vorstellen, dass Filme wie „Men In Black: International“ mehr Zuschauer gehabt hätten, wenn sie nicht so einhellig verrissen worden wären.

    Aber wie dem auch sei – auf das „The Kissing Booth“-Franchise scheint das Adjektiv ja durchaus zuzutreffen. Und in einem Podcast-Interview mit Variety hat Joey King nun auch erklärt, wie sie die Sache sieht: „Ich verstehe, dass die Kritiker den Film nicht abgefeierten haben. Aber das ist das Ding – er ist auch nicht dafür gemacht, dass Kritiker sagen: ‚Wow, was für ein Film!‘ Leute sollen ihn sich anschauen und einfach eine gute Zeit haben.“

    Das Beste aus beiden Welten

    Wobei Joey King dabei durchaus differenzierter argumentiert als manche Kollegen, die behaupten, dass ihnen die Kritikermeinung ohnehin am Allerwertesten vorbeigeht:

    „Ich bin dankbar, dass ich ‚The Act‘ machen durfte, über den die Kritiker sagten: ‚Oh, das ist großartig.‘ Aber nicht alles was man macht, muss das Lob der Kritiker anziehen. Das heißt nicht, dass es nicht trotzdem erfolgreich ist. Und es heißt nicht, dass es nicht trotzdem zu meinen Lieblingsprojekten zählt. Die Fanreaktionen sind alle Kritik, die ich brauche, um mein Herz zu füllen.“

    „The Kissing Booth 2“ ist seit dem 24. Juli 2020 auf Netflix verfügbar. „The Kissing Booth 3“ wurde für eine Veröffentlichung im Jahr 2021 angekündigt.

    "The Kissing Booth 2" ist der Beweis: Netflix hat endgültig jedes Maß verloren!

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    Kommentare
    • WhiteNightFalcon
      Womit sie ja nicht unbedingt Unrecht hat. Jede Generation hat so ihre Lovestories, die unheimlich kitschig sind, aber ihr Publikum finden.Wenn ich da so denke an denke an 80er, Cinderella 87 mit Bonnie Bianco (Seufz) oder 90er Prinzessin Fantaghiro mit Alessandra Martinez (schmacht). Damals beides bisweilen übelst kitschig, heute Kult. Ist halt so!
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