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    Neue Infos zum Plot und der Hauptfigur machen Lust auf "Halloween Kills"
    Von Tobias Mayer — 30.07.2020 um 18:34
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    So langsam bekommen Horror-Fans eine Vorstellung davon, worum es im – kürzlich auf Oktober 2021 verschobenen – „Halloween Kills“ geht. Macht euch auf eine wütende Kleinstadt gefasst – und eine wütende Allyson als Hauptfigur.

    Universal Pictures

    Der Autor dieser Zeilen war lange der Meinung, dass „Halloween“ (2018) ein perfekter Abschluss der Reihe wäre, in dem Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) endlich ihre Rache bekommen hat, dafür jedoch selbst zum Monster werden musste. Aber es kommen ja nun mal noch zwei weitere Filme, „Halloween Kills“ und „Halloween Ends“, für die sich auch bei mir allmählich Vorfreude regt.

    Zum einen ist der Teaser zu „Halloween Kills“ in seiner ganzen reduzierten Wucht einfach nur wunderbar und ein Musterbeispiel dafür, wie Filmvorschauen gestaltet sein sollten. „LASST IHN BRENNEN, LASST IHN BRENNEN!“

     

    "Halloween Kills": Eine Stadt ist wütend

    Zum anderen hat Regisseur und Drehbuchautor David Gordon Green, der nach „Halloween“ auch die beiden Sequels macht, den Plot des Films gegenüber Total Film nun wie folgt beschrieben:

    „Wie bleiben die ‚Halloween‘-Filme interessant und werden nicht repetitiv? Wenn es in meinem ersten Film darum ging, die Herkunftsgeschichte von Michael Myers auf eine Art zu wiederholen und uns zu zeigen, was Laurie all die Jahre gemacht hat, geht’s im zweiten Film um die Empörung in Haddonfield.“

    Die Stadt, seit je her der Hauptschauplatz der Filme, dürfte wegen Michael Myers Untaten in Aufruhr sein – und wahrscheinlich auch deswegen, weil die Behörden Michaels zweiten Amoklauf nicht verhindern konnten, weder das Personal in seiner ehemaligen Anstalt noch die Polizei konnte das.

    Dieser Plot erinnert ein wenig an das ursprüngliche Konzept von „Halloween 4“, in dem die psychischen Auswirkungen der Massaker gezeigt werden sollten, die seelischen Spuren in Haddonfield, bevor die Filmproduzenten diese Idee zugunsten einer traditionelleren Slasher-Handlung leider in die Tonne kloppten.

    David Gordon Green weiter: „Unser Arbeitstitel für ‚Halloween Kills‘ war ‚Mob Rules‘. Es geht um eine Gemeinschaft, die durch die Wut geeint wird, aber dadurch gespalten ist, wie sie mit dem Bösen umgehen soll.“

    Laurie im Krankenhaus, Allyson wütend

    Wie in „Halloween II“ von 1981 (dessen Handlung in „Halloween“ (2018) und den beiden neuen Filmen ignoriert wird) ist Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) in „Halloween Kills“ einen großen Teil des Films über im Krankenhaus. In „Halloween“ (2018) war es gar nicht so einfach, eine Hauptfigur zu bestimmen, in „Halloween Kills“ soll Laurie aber definitiv nur eine Nebenfigur sein.

    David Gordon Green bestätigte das und sagte: „Laurie ist eine Stimme des Wissens und der Vernunft, die einer instabilen Gemeinschaft ein wenig Zweck zu geben versucht.“ Die neue, eindeutige Hauptfigur wird Lauries Enkelin Allyson (Andi Matichak).

    „Als wir Allyson im ersten neuen Film kennengelernt haben, war sie das nette Mädchen von nebenan. Nun, nur Stunden später, ist sie entflammt. Sie ist, auf eine Art, die Anführerin, und gehört zu den blutdürstigeren in der Gruppe. Ihre Mutter Karen dagegen, die sich viel mehr mit Laurie beschäftigt hat, versucht, dem Drang des Mordens zu widerstehen.“

    „Halloween Kills“ sollte im Oktober 2020 in den Kinos starten, wurde aber Corona-bedingt auf den 14. Oktober 2021 verschoben.

    „Halloween Ends“, der ab Herbst 2020 gedreht werden soll, folgt nach aktueller Planung am 13. Oktober 2022.

    Ein bisschen was zu "Halloween Ends"

    Etwas kryptisch und leicht spoilernd verriet David Gordon Green zu „Halloween Ends“:

    „Der Film ist sehr anders als meine anderen beiden. Das Drehbuch macht viel Spaß. Es soll meine ‚Laurie Strode vs. Michael Myers‘-Geschichte abschließen." Womit wir nun immerhin wissen, dass Laurie zumindest das Blutbad in „Halloween Kills“ überlebt:

    John Carpenter verspricht jede Menge Tote in "Halloween Kills"

    Podcast: Die "Halloween"-Folge: Original, Sequels, Remakes

    In unserem Kino-Podcast Leinwandliebe haben wir uns erst vor wenigen Wochen mit der Slasher-Reihe beschäftigt, mit Schwerpunkten auf dem Original von 1978 und David Gordon Greens starker Fortsetzung von 2018.

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    Kommentare
    • Sentenza93
      Kann man mögen oder nicht. War aber auf jeden Fall was was Neues. Anstatt immer nur das gleiche Muster.
    • Bond, James Bond
      Ich weiß nicht, Halloween 5 war schon nicht mehr zu retten. Diese ganze Okkult-Story um Myers fand ich nur Rotz.
    • Bond, James Bond
      Ich mag ja auch nur den originalen und die 1981er und 2018er Fortsetzung, weil diese noch am meisten den John Carpenter Vibe besitzen.
    • Sentenza93
      Ich könnte ja immer noch kotzen, dass man Halloween 6 damals so verschandelte. Der Producer's Cut war eindeutig die bessere Version, kam aber beim Testpublikum nicht gut an (junge Teenager), und man klöppelte dann die Kinofassung, auch wegen Pleasence' Tod, so notdürftig zusammen mithilfe von Nachdrehs.Mittlerweile kann man online auch das originale Drehbuch lesen, welches noch vor dem PC geschrieben wurde. Das wäre sogar noch besser gewesen.
    • Erik B.
      Ihre Mutter Karen dagegen, die sich viel mehr mit Laurie beschäftigt hat, versucht, dem Drang des Mordens zu widerstehen.Okay Karen.
    • WhiteNightFalcon
      Ich werde nie ein großer Fan der Halloween-Reihe werden, aber selbst ich muss zugeben, dass sich hier ein Drehbuchautor mal wirklich Gedanken gemacht zu haben scheint.Früher konnte man sich folgenden Dialog vorstellen:Autor fragt Chef: Was machen wir jetzt in Teil 11 unserer Slasher-Reihe? Chef: Leute killen. So viel und so blutig wie möglich.Autor: Und die Handlung?Chef: Leute killen ist die Handlung. Hat schon 10x funktioniert. Mehr brauchen wir nicht.Und jetzt kommt da jemand mit Figurenentwicklung um die Ecke?? 😳 Hat was.
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