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    Channing Tatum soll für Amazon das Netflix-Erfolgsmodell kopieren
    Von Björn Becher — 03.08.2020 um 10:13
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    Im Kino schien man Young-Adult-Stoffen überdrüssig zu sein, auf Netflix sind sie sichere Publikums-Hits. Da will Amazon Prime Video auch mitmischen – und holt sich deswegen Channing Tatum für eine Zielgruppen-gerechte Shakespeare-Version an Bord.

    Warner Bros. / Amazon

    Wie der Hollywood Reporter berichtet, hat Amazon den Plan, mehr sogenannten Young-Adult-Content zu produzieren, also mehr Stoffe für die meist so zwischen 15 und 18 Jahre alte Zielgruppe der „jungen Erwachsenen“.

    Die Idee dahinter ist offensichtlich. Netflix feiert mit Filmen und Serien, die sich stark an ein solches Publikum richten, ein Hit nach dem anderen – zuletzt zum Beispiel mit „The Kissing Booth 2“ und „Cursed“.

    Durchaus interessant klingt eines der ersten Projekte, das Amazon im Rahmen dieser Strategie auf den Weg bringt.

    Shakespeare, Tatum …

    Ein noch namenloser Film basiert lose auf William Shakespeares „Macbeth“, denn im Mittelpunkt steht eine an Lady Macbeth angelehnte Teenagerin, die mit den Konsequenzen ihrer Ambitionen konfrontiert wird.

    Wie und ob der Spagat gelingen wird, die berühmte, ihren Mann in einen Mörder und Kriegstreiber manipulierende Literaturfigur in eine leichtere Teenie-Geschichte zu überführen, ist schon mal spannend.

    Das Projekt wird ein Musical. Die Verantwortung trägt dafür Superstar Channing Tatum, der den Film mit seiner Produktionsfirma für Amazon Prime Video umsetzen wird. Dies macht er gemeinsam mit dem erfolgreichen Musikmanager Scooter Braun, der unter anderem Justin Bieber und Ariana Grande vertritt.

    … und der Regisseur von "Anna und die Apokalypse"

    Die kreativen Köpfe für die eigentliche Umsetzung stehen auch schon fest: Das Drehbuch schreibt die bislang noch recht unbekannte, aber mit mehreren Projekten gerade aufsteigende Autorin S.J. Inwards, die parallel auch für Konkurrent Netflix arbeitet: Mit einer Serie namens „Cursed Pirate Girl“ adaptiert sie auch für den Streaminggiganten mit dem roten N einen Young-Adult-Stoff.

    Die Regie bei Amazons „Macbeth“-Projekt übernimmt derweil mit John McPhail ein Filmemacher, der schon nachgewiesen hat, dass er ungewöhnliche Jugend-Stoffe mit viel Musik inszenieren kann: Sein weihnachtliches Horror-Musical „Anna und die Apokalypse“ gehört zu den kreativsten Zombie-Filmen der vergangenen Jahre und begeisterte nicht nur uns:

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Anna und die Apokalypse"

    Ein Zeitplan für die Produktion des neuen Amazon-Films ist noch nicht bekannt. Doch Amazon dürfte sehr daran gelegen sein, die Produktion schnell in die Gänge zu bringen, weil die Erfolgschancen für solche Stoffe aktuell im Streamingbereich sehr hoch sind.

    Noch nichts bekannt ist auch über den Cast. Es wurde noch nicht verraten, ob der „Magic Mike“-Star Channing Tatum neben seiner Produzentenrolle auch vor der Kamera zu sehen sein wird.

    Als Darsteller hat er sich zuletzt ja etwas rar gemacht, war seit „Logan Lucky“ und „Kingsman 2: The Golden Circle“, die beide im September 2017 in die deutschen Kinos kamen, nur noch ein paar Mal als Sprecher aktiv, aber nicht mehr in einem neuen Film oder einer Serie zu sehen.

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    Kommentare
    • The Legendary
      oh gott bitte nich..genau der vorteil von amazon,diesen müll nich zu produzieren und der grund warum ich mit netflix mitlerweile überhaupt nichts mehr anfangen kann
    • WhiteNightFalcon
      Vermisst hab ich Tatum bisher definitiv nicht.
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