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    Gänsehaut-Sound! Das Netflix-Intro wurde von Hans Zimmer fürs Kino aufgemotzt
    Von Annemarie Havran — 12.08.2020 um 18:58
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    „Ta-Dumm“. Mit diesem kurzen Geräusch über dem Netflix-N läutet der Streamingdienst seine Eigenproduktionen ein. Im Kino kommt so was Minimalistisches aber nicht so gut – und deswegen gibt es da einen eigenen Sound, komponiert von Hans Zimmer.

    Netflix

    Wer an den gefragten Hollywood-Komponisten Hans Zimmer denkt, dem fallen bestimmt dessen markante Scores zu „Der König der Löwen“, zur „Dark Knight“-Trilogie und natürlich zu „Inception“ ein – „BRAAAAMMM“!

    Aber jetzt kann man Zimmer auch mit Netflix verknüpfen. Nein, nicht mit dem schlichten „Ta-Dumm“, mit dem beim Streamingdienst die Eigenproduktionen beginnen und das inzwischen wohl zu den wenigen Geräusch-Schnipseln gehört, die man nur hören muss, um zu wissen, worum es geht.

    Aber außer diesem Netflix-Sound für den Streamingdienst gibt es auch noch einen fürs Kino – und den hat Hans Zimmer komponiert.

    Hier könnt ihr euch das Netflix-Cinema-Intro anhören, das Twitter-Nutzer Siqi Chen gepostet hat:

    Na? Hat doch ordentlich dramatischen Wumms, oder? Wenn am Ende das N erscheint, gibt es eine Abwandlung des klassischen „Ta-Dumm“ zu hören, aber etwas anders und weniger markant als der Klopf-Sound des Streamer-Intros.

    Netflix im Kino?

    Eine neue musikalische Untermalung für eine längere Intro-Sequenz fürs Kino wurde nötig, weil das Netflix-Intro mit seinen 3 Sekunden einfach zu kurz und minimalistisch ist, um auf der großen Leinwand zu wirken. Also beauftragte man Oscarpreisträger Zimmer damit, einen längeren, kino-tauglichen Sound zu komponieren.

    Warum aber überhaupt ein Netflix-Logos fürs Kino? Nun, Netflix mischt ja inzwischen auch als Filmproduktionsfirma ordentlich bei internationalen Preisverleihungen wie den Oscars mit. Und da ist es oft Pflicht, dass die Filme in Kinos gelaufen sind und nicht nur online (außer, es ist Corona und die Regeln werden geändert). So hatten zum Beispiel die Netflix-Filme „The Irishman“ und „Roma“ auch Kino-Aufführungen.

    Ehering auf Holz

    Das prägnante zweifache Klopfen im klassischen Netflix-Intro ist übrigens entstanden, indem Sound-Designer Lon Bender mit seinem Ehering auf den Holznachttisch in seinem Schlafzimmer geklopft und das Geräusch dann verfremdet hat. So einfach und doch so effektiv kann es manchmal sein!

    Das und viel mehr spannende Geschichten rund um den Netflix-Sound gibt es übrigens im Podcast Twenty Thousand Hertz zu hören, wo auch berichtet wird, dass das Netflix-Intro fürs Kino von Zimmer stammt. Interessant ist aber zum Beispiel auch die Story von der Ziege…

    Ziegenmeckern als Netflix-Intro?

    In der engeren Auswahl für das Audio-Logo von Netflix stand nämlich das jetzige „Ta-Dumm“ auch noch mit einer Abwandlung – dem Meckern einer Ziege am Ende.

    „Ich mochte das Geräusch der Ziege“, so Netflix-Produkt-Vizepräsident Todd Yellin im Podcast. „Es war witzig, schrullig und unsere Version von Leo dem Löwen [der im MGM-Logo brüllt].“

    Das Ende der Geschichte ist aber bekannt: Man entschied sich für das „Ta-Dumm“ ohne die Ziege.

    "Freaks": Trailer zum neuen Netflix-Superheldenfilm – aus Deutschland!

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    Kommentare
    • WhiteNightFalcon
      Hab's grade gegoogelt. Alle Stücke auf dem Album wurden von mehreren Leuten komponiert. He's a Pirate von Klaus Badelt, Geoff Zanelli und Hans Zimmer. Also hast du in sofern recht: Kein reinrassiges Hans Zimmer Stück.
    • Luksman
      Dachte He's a Pirate ist von Klaus Badelt. Hat Zimmer den Score nur geschrieben, aber nicht komponiert? Also beim ersten Fluch der Karibik. Last Samurai ist btw. wirklich ein schöner Score.
    • WhiteNightFalcon
      Wenn du mich jetzt nach nem besonders prägenden Leitmotiv, wie etwa die Star Trek Fanfare von Jerry Goldsmith, Bond-Theme von John Barry, Superman-Theme, Raiders/Imperial March, Star Wars Theme etc fragen würdest würde mir spontan auch nur He's a Pirate von Fluch der Karibik einfallen, das hängen geblieben ist. Gibt schon so einige Scores von Zimmer, die ich insgesamt sehr mag, etwa Tage des Donners, König der Löwen, Gladiator, Last Samurai, Pearl Harbor, Lone Ranger, Sherlock Holmes, Inception zb. Aber halt kein Motiv, dass qualitativ an die eingangs genannten ran kommt. Bin daher um so gespannter, was er aus dem Bond-Theme gemacht hat.
    • Sentenza93
      Mir fehlt bei Zimmer der Mehrwert ausserhalb. Im Film an sich passt es, aber der hat wenig Scores, die man auch einfach mal so hören kann. Oder die man mal summen oder pfeifen kann.
    • Sentenza93
      Den Like gibt es für den Wortwitz. ;D Ich lag am Boden. :D
    • Marki Mork
      i like
    • Luksman
      Dark Knight emotional? Ernsthaft? Wenn dann noch die Passagen von James Newton Howard aus Batman Begins. Ich mag Hans Zimmer ja, finde aber er wird zu sehr gehyped. Und seine letzten Scores für die Nolan-Filme stehen - für mich - nicht für sich, heißt man kann die nicht einfach so hören. Interstellar passt wunderbar zum Gezeigten und ist ein guter Score aber bei mir springt in den Nolan-Filmen nie der Emotionalitäts-Funke über. Bei Villeneuve ähnlich, aber bei Blade Runner 2049 hats funktioniert. John Williams oder Thomas Newman schaffen das um Welten besser.
    • Bond, James Bond
      Komisch, gerade Interstellar ist sehr emotional. Für mich aber auch ein Prestige und sogar die Dark Knight Filme. Ich werde diese Vorwürfe gegenüber Nolan und auch die Scores nie verstehen. Habe beim Thema Emotionen eher meine Probleme mit Villeneuve.
    • Luksman
      Sehe ich genauso mit der Emotionalität. Und eben das fühle ich in jedem Nolan-Film. Es fehlt die emotionale Bindung. Es ist halt nur cool oder atmosphärisch.
    • DanielU
      Das erinnert aber Stark an das Marvel Studios Intro. Aber Netflix ist ja bekannt dafür, dass sie gerne mal was nachmachen. Aber trotzdem gut für Netflix. Wäre cool wen sie auch zu erst eine Szene des Films laufen lassen und dann das Intro. So wie es Marvel oft macht. Kommt gut.
    • Tobias D.
      Ich liebe seine Soundtracks für The Man From U.N.C.L.E. und Ocean's 8. Bei ihm könnte ich mir halt richtig gut vorstellen, einen guten Agenten-Score zu kreieren.
    • WhiteNightFalcon
      Pemberton wäre für Bond in jedem Fall einen Versuch wert.
    • WhiteNightFalcon
      Was mir bei Zimmer inzwischen einfach fehlt, ist eine gewisse Emotionalität. Bei früheren Werken, wie Tage des Donners, König der Löwen, Pearl Harbor, King Arthur oder Last Samurai machte Zimmers Musik, den Film für mich zu einem emotionaleren Erlebnis.
    • WhiteNightFalcon
      Das Problem ist eben, dass Balfe auf Zimmers Kompositionen bei Remote Control zurückgreifen und abgewandelt nutzen kann und Zimmer damit allgegenwärtig wirkt. Aber das war schon bei Steve Jablonskys Transformers-Scores teilweise der Fall. Beiden täte etwas mehr eigenständiges komponieren gut. Mit BvS und Interstellar hat Zimmer gute Arbeit abgeliefert, aber nur von Interstellar ist bei mir eigentlich ein einziges Stück hängen geblieben. Der ungelogen letzte Score, wo ich bei Zimmer mal das Aha-Gefühl hatte, dass da etwas auf ganzer Linie innovativ war, war der zu Sherlock Holmes.
    • HalJordan
      Wow, der hat gesessen. Also Hans Zimmer würde ich definitiv NICHT mit Lorne Balfe in einem Atemzug nennen. Wenn jemand für Copy & Paste bekannt ist, dann Balfe. Auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole. Zimmer hat in den letzten Jahren sowohl bei BvS, als auch bei Interstellar mächtig abgeliefert. Nicht ohne Grund merkt man den qualitativen Abstieg, als Elfman für die Justice League engagiert wurde gewaltig. Und das Wonder Woman-Theme von Hans Zimmer ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern.Dune kann er ruhig in den Sand setzen, ist ja immerhin der Wüstenplanet. 😁
    • André McFly
      Erinnert mich an das Marvel Intro. Von der Fanfare^^
    • Tobias D.
      Das M:I-Theme war wirklich gut gelungen in Fallout. Mir gefallen vor allem die Perkussionsinstrumente darin. Es geht natürlich nichts über Elfmans Theme aus dem ersten Film, aber Balfe hatte eine super Variation gemacht.
    • Tobias D.
      Ich bin auch kein Fan von Zimmer. Hier und da macht er mal ein paar gute Stücke/ interpretiert alte auf interessante Weise neu, aber ich finde seine Musik erzeugt keine Verbindung zum Film. Denn das schönste für mich ist, wenn ich den Score höre und sofort die Szene vor Augen habe. Passiert mir bei seinen Sachen nicht.Balfes M:I-Score war wirklich okay, vor allem besser als Kraemer aus Rogue Nation, welchen ich als ein wenig einschlafend empfand.
    • Tobias D.
      Brian Tyler habe ich auch mal gerne gehört, bevorzuge momentan aber eher Michael Giacchino und Daniel Pemberton (welcher besser für Bond geeignet wäre, mMn).
    • Bond, James Bond
      Hm, Br(i)an Tyler mag ich irgendwie gar nicht. Also nicht ihn, aber seine Werke. Für mich alle nichtssagend, das einzig schöne, dass er in den letzten beiden Rambo Filmen das wunderbare It's a long road miteingebaut hat.Aber wenn du mich nach den Scores zu Fast & Furios Reihe, Expendables, seinen MCU Beiträgen fragst, da ist nichts hängen geblieben. Beltrami finde ich schon etwas besser.
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