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    "Biohackers": Was zur Hölle ist mit den Mücken?
    Von Tobias Mayer — 24.08.2020 um 11:20
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    Nach der ersten Staffel der deutschen Thriller-Serie „Biohackers“ auf Netflix bleiben ein paar Fragen offen. Eine davon: Was ist eigentlich, wenn eine oder mehrere Mücken aus dem Zug entkommen sind?

    Netflix

    Achtung, Spoiler zum Ende der ersten Staffel „Biohackers“

    Biohackers“ ist offensichtlich auf mindestens zwei Staffeln angelegt. Journalist Andreas (Benno Fürmann) scheint ein doppeltes Spiel zu spielen, als Mia, die eigentlich Emma (Luna Wedler) heißt, und Prof. Tanja Lorenz (Jessica Schwarz) am Ende der sechsten Folge überraschend entführt werden – anscheinend wollte er über Lorenz' Machenschaften nicht aufklären, sondern sich die Informationen zur illegalen Gentherapie samt ihrer Urheberin und dem Versuchskaninchen schnappen.

    Ich allerdings habe mir vor allem die Frage gestellt, was eigentlich mit den Mücken ist, die das gefährliche Coxsackievirus tragen und die im Zug freigelassen wurden.

    Killermücken in freier Wildbahn

    Emma kann die gestochenen Passagiere im Krankenhaus retten, nachdem sie von Professor Lorenz die Gentherapie bekommen hat. Allerdings hat Emma zuvor eine Zugfensterscheibe zertrümmert, um aus dem abgeriegelten Abteil zu entkommen. Wenn eine der Mücken die Gelegenheit zur Flucht in die freie Wildbahn genutzt hätte, könnten die Folgen fatal sein.

    Die Mücken bekommen in der ersten Staffel „Biohackers“ keine Aufmerksamkeit mehr, nachdem sie gestochen haben. Das kann zwei Gründe haben:

    Angeblich ungefährlich

    Entweder sind sie nach ihrem großen Auftritt nicht mehr wichtig für die Handlung, weil es stimmt, was Jasper (Adrian Julius Tillmann) in Folge 3 über seine Kreationen gesagt hat: Dass die Viecher völlig unfähig sind, in freier Wildbahn länger als zwei Minuten zu überlegen.

    Das wäre eine hinsichtlich des Drehbuchs sehr gefällige Lösung des Problems: Zwar wurde im Zug ein Bio-Anschlag mit Mücken verübt, der ein ganzes Abteil in Lebensgefahr bringt, aber praktischerweise sind die Mücken exakt für diese Situation designt und bringen selbst in dem Fall keine weitere Gefahr, wo die Hauptfigur der Serie durch die kaputte Zugfensterscheibe aus dem verseuchten Wagen entkommen muss.

    Hochmut könnte zur Katastrophe führen

    Andererseits ist „Biohackers“ ja eine Serie über wissenschaftlich-medizinische Anmaßung, eine Serie über die Überheblichkeit von Genbiologen wie Jasper, der sich wortwörtlich als „Gott“ der Mücken bezeichnet – vielleicht also hat sich der ach so intelligente Student auch einfach geirrt und die Insekten sind sehr wohl widerstandsfähiger.

    In diesem Fall könnten es Emma und ihre Freunde in der zu erwartenden zweiten Staffel „Biohackers“ mit einer Pandemie zu tun bekommen (einfach eine Rückblende einbauen, in der wir sehen, dass eine oder mehrere Mücken mit Emma aus dem Zug entkommen und dann eben doch länger überleben, zack fertig).

    Damit wäre auch das Dilemma geschaffen, dass die unter illegalen Bedingungen entstandene Gentherapie in großem Umfang zum Einsatz kommen müsste, damit die Infizierten gerettet werden können.

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