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    Nächste Corona-Verschiebungen: "Candyman" erst 2021 und Sony schockt Marvel-Fans
    Von Björn Becher — 12.09.2020 um 09:40
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    Wer hoffte, dass es mit „Tenet“ wieder regelmäßigere Starts von Hollywood-Filmen in den Kinos geben würde, sieht sich getäuscht. Nach Warners eigener Verschiebung von „Wonder Woman 1984“ ziehen andere Studios nach.

    Universal Pictures

    Wie Universal ankündigte, wird „Candyman“ nicht mehr im Oktober 2020 starten. Der Film wird erneut verschoben – nun kurz vor der zuletzt geplanten Veröffentlichung.

    Ein neuer Termin für „Candyman“ im Jahr 2021 soll erst später bekannt gegeben werden.

    Damit verschwindet einer der laut Umfragen und Einspielprognosen meisterwarteten Horrorfilme des Jahres aus dem Startkalender und sorgt dafür, dass es nach der bereits zuletzt verkündeten Verschiebung von „Wonder Woman 1984“ im Oktober in den USA keinen großen Blockbuster-Start mehr gibt (in Deutschland gibt es aktuell noch „Black Widow“, um den sich aber auch Verschiebegerüchte halten, sowie daneben eine Reihe größerer lokaler Produktionen).

    Sony veröffentlicht vorerst keine Blockbuster mehr

    Schockiert reagieren derweil viele Marvel-Fans auf eine Aussage von Sony-Film-Chef Tony Vinciquerra. Der CEO von Sony Pictures bezeichnete es als „Fehler“, in der aktuellen Situation teure Blockbuster zu veröffentlichen, den man nicht machen werde - ohne Namen zu nennen, ein deutlicher Verweis auf Konkurrent Warner und „Tenet“.

    Schließlich ist der Actionblockbuster von Christopher Nolan zwar in vielen Ländern der Welt überzeugend angelaufen – aber nicht in den USA, wo es aufgrund vieler geschlossener Kinos ein Startergebnis deutlich unter Normalniveau gab und nun die Hoffnung des Verleihs ist, dies mit einer längeren Laufzeit auszugleichen.

    "Morbius", "Venom 2" und "Spider-Man 3" unsicher

    Doch warum reagieren Marvel-Fans geschockt? Weil Vinciquerra noch deutlich machte, dass man keine teuren Blockbuster veröffentlichen werde, bis man sicher sein könne, dass die Kinos bei signifikanter Auslastung geöffnet bleiben. Er selbst scheint dies für die nächsten sechs Monate noch keinesfalls zu erwarten und prophezeit, dass es sehr „merkwürdige“ Arten geben werde, wie Filme veröffentlicht werden.

    Eigentlich hat Sony für 2021 den Kinostart von gleich drei Marvel-Filmen geplant: „Morbius“ im März 2021, „Venom 2: Let There Be Carnage“ im Juni 2021 und der noch unbetitelte dritte „Spider-Man“-Film mit Tom Holland im Dezember 2021.

    Der Start von „Morbius“ dürfte nach den Aussagen von Vinciquerra wohl fallen, aber selbst die anderen Termine bekommen nun ein noch dickeres Fragezeichen, scheint Vinciquerra doch so große Filme erst veröffentlichen zu wollen, wenn er sich sicher sein kann, dass Kinos nicht doch durch Corona-Ausbrüche wieder schließen müssen oder Kapazitäten reduzieren müssen.

    Mehr als "Tenet": Es gibt Filme im Kino!

    Abschließend bleibt von uns der Hinweis: Auch wenn „Tenet“ nun doch nicht das Ende der Blockbuster-Dürre bedeutet, sondern die Hollywood-Studios mit ihrem Fokus auf das US-Geschäft und den dort gerade in Kernmärkten wie Los Angeles noch geschlossenen Lichtspielhäusern, die Starts wieder absagen, gibt es in Deutschland ein umfangreiches Kinoprogramm für alle, die wieder – unter Einhaltung der lokalen Sicherheitskonzepte - gehen wollen – und das sind viele, wie die mehr als ordentlichen Zahlen von „Tenet“ und „After Truth“ beweisen.

    So laufen nicht nur aktuell zahlreiche Filme in den Kinos, es kommen noch mehr. Allein am 1. Oktober, also zum Start des scheinbar nun so verwaisten Monats, starten eine Reihe interessanter Produktionen, die vor allem auch sehr vielfältig sind. Mit dem Fassbinder-Biopic „Enfant Terrible“ und Andre Erkaus Romanverfilmung „Gott, du kannst ein Arsch sein“, gibt es zwei sehr unterschiedliche deutsche Produktionen, die wir noch nicht sehen konnten, aber die vielversprechend klingen.

    Bestens geeignet für einen Familientag im Kino, das dürfen wir wohl ohne Verletzung der Kritiken-Sperrfrist schon andeuten, ist derweil die Fortsetzung „Jim Knopf und die Wilde 13“. Einen britischen Film (aber aufgrund der Darstellerinnen mit ein wenig Hollywood-Glamour) gibt es mit Keira Knightley, Jessie Buckley und Gugu Mbatha-Raw im sehenswerten „Die Misswahl“. Und das Eliza Hittmans Drama „Niemals selten manchmal immer“ für uns zu den herausragenden Filmen 2020 gehört, dürften Stammleser*innen mittlerweile wissen:

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Niemals selten manchmal immer"

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