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    Deutscher Trailer zum FSK-18-Titel "Antiporno": Hauptsache Sex – der Rest ist Freiheit
    Von Christoph Petersen — 21.09.2020 um 11:52
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    Mit „Antiporno“ liefert das Regie-Enfant-terrible Sion Sono eine eigenwillige Hommage an das japanische Pornokino der Siebzigerjahre (Pinku eiga). Bei uns gibt es den deutschen Trailer zum Heimkino-Release exklusiv zuerst:

    Viele der Pornofilme, die speziell in den Siebzigern in Japan entstanden sind, lohnen sich auch heute noch – und das hat einen guten Grund: Im Genre der sogenannten Pink-Filme tummelten sich nämlich keinesfalls nur Billig-Filmer – ganz im Gegenteil war dies der Ort für junge Regisseure, die an thematisch mutigem oder ästhetisch ambitioniertem Kino interessiert waren.

    Der Deal der Produzenten an die Filmemacher: Solange ihr so viele Sexszenen wie vereinbart einbaut, könnt ihr mit der restlichen Laufzeit machen, was ihr wollt!

    Komplexer Bilderrausch

    2016 erhielt der japanische Kult-Regisseur Sion Sono („Love Exposure“, „Guilty Of Romance“) den Auftrag, eine Hommage an das Pink-Genre zu drehen – und dabei erhielt er genauso viel künstlerische Freiheit wie damals seine Kollegen. Das Ergebnis macht seinem Titel dabei alle Ehre: „Antiporno“, der am 16. Oktober in Deutschland als DVD, Blu-ray und VoD erscheint, taugt trotz expliziter Nacktszenen eher nicht zu sexuellen Stimulation.

    Stattdessen entfesselt Sono einen ebenso verstörenden wie komplexen, mit surrealen wie metaphysischen Elementen jonglierenden Bilderrausch.

    Jetzt auch mit deutscher Synchro

    „Antiporno“ wurde bei seinem Kinostart im Mai 2020 nur im Original mit Untertiteln gezeigt, auf DVD, Blu-ray und VoD aber gibt es nun doch noch eine deutsche Synchronisation.

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    Darum geht’s in „Antiporno“: Die Künstlerin Kyoko (Ami Tomite) ist allein in ihrer knallbunten Wohnung. Vordergründig führt sie ein großartiges Leben, in Wirklichkeit fühlt sie sich aber wie die in einer Flasche eingesperrte Echse auf ihrem Nachtisch.

    Nachdem sie ein wenig nackt durch ihr Appartement getanzt ist, kommt ihre Assistentin Noriko (Mariko Tsutsui) vorbei, um ihr den anstehenden Tagesplan voller langweiliger Interviews zu erläutern. Die junge Kyoko interessiert sich dafür aber wenig, sondern hat sichtlich Spaß daran, ihre ältere Gehilfin zu demütigen.

    Als Reporterin, Fotografin und Make-Up-Crew für das erste Interview kommen, setzt man dieses Spiel gemeinsam fort und erniedrigt Noriko immer weiter. Plötzlich schallt ein „Cut“ durch den Raum. Das bisherige Treiben der Frauen erweist sich als Filmset, an dem hinter der Kamera nur Männer arbeiten und auch das Machtverhältnis zwischen Noriko und Kyoko dreht sich um. Aber das ist bei weitem nicht die letzte Wendung, die alles auf den Kopf stellt...

    Das halten wir von "Antiporno"

    Wir haben „Antiporno“ bereits beim Kinostart besprochen – und ihm starke vier Sterne gegeben:

    Unser Fazit: „Mit ‚Antiporno‘ beschert uns Sion Sono eine wilde Neuauflage des japanischen Sexfilms. Die ist so voll mit Ideen und Absurditäten, dass man unmöglich alles erfassen kann und auch immer mal wieder heillos überfordert wird. Macht aber nix: Genießen kann man den bunten Bilderrausch trotzdem!“

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Antiporno"

    Für die OV-Fans unter euch gibt es hier auch noch den OmU-Trailer zu „Antiporno“:

    Die 25 besten Pornofilme aller Zeiten

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