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    "Enola Holmes": Darum ist Henry Cavills Sherlock Holmes so nett
    Von Julius Vietzen — 29.09.2020 um 18:00
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    In den Büchern von Arthur Conan Doyle und in den meisten Verfilmungen ist Sherlock Holmes nicht eben ein Menschenfreund. Doch der Sherlock von Henry Cavill in „Enola Holmes“ ist ziemlich sympathisch und sogar noch netter als in der Buchvorlage...

    Alex Bailey / Netflix

    Im Juni 2020 wurde bekannt, dass die Erben von „Sherlock Holmes“-Autor Sir Arthur Conan Doyle Netflix, die Produktionsfirma Legendary Pictures sowie Autorin Nancy Springer und den Verlag Penguin Random House wegen „Enola Holmes“ verklagen.

    Der Stein des Anstoßes: Sherlock zeige zu viele Gefühle und sei zu nett, was er nur in den noch Copyright-geschützten zehn letzten Geschichte von Doyle tue (ansonsten sind die Figur Sherlock Holmes und deren Abenteuer nicht mehr kopiergeschützt).

    Weil Sherlock Holmes in "Enola Holmes" Frauen respektiert, wird Netflix verklagt

    Dass diese Klage erst jetzt erfolgt, obwohl die Bücher zwischen 2006 und 2010 erschienen, liegt zum einen sicherlich an der neuen Aufmerksamkeit, die so eine Verfilmung bringt, zum anderen aber womöglich auch daran, dass Sherlock in „Enola Holmes“ sogar noch netter und fürsorglicher ist, als es in der Buchvorlage der Fall ist.

    Im Interview mit Access Hollywood verriet Sherlock-Darsteller Henry Cavill („Man Of Steel“, „The Witcher“) nun, wie es zu dieser Darstellung dieser Figur kam. Vor allem lag es offenbar an Cavill selbst und an seiner Persönlichkeit:

    „In diesem Fall fand sich so viel schon im Buch. [Regisseur Harry Bradbeer] und ich haben uns lange über mich unterhalten, meine Erfahrungen, meine Beziehung zu meiner Familie. Meine Brüder und meine Eltern, meine Hoffnungen und Träume“, so Cavill.“

    „Und dann hat er bestimmte Schlüsseleigenschaften in mir und in den Beziehungen mit den verschiedenen Leuten in meinem Leben gefunden, die er auch auf die Figur Sherlock anwenden wollte.“

    Sherlock wäre fast noch netter geworden

    Und offenbar mussten Cavill und Bradbeer das dann sogar noch ein wenig zurückschrauben, weil Sherlock sonst wohl zu nett und emotional geworden wäre: „Dann haben wir uns hingesetzt, ich, Harry und Millie Bobby Brown, und Sachen geprobt. Anfangs kam dabei noch viel mehr emotionales Zeug heraus, weil ich so tief in mir selbst gegraben habe. Und das haben wir dann zurückgefahren“, so Cavill.

    „Was noch übrig blieb, war ein emotional verbundener Sherlock, aber nur mit einer Person und zwar Enola. Und ich fand es großartig, diesen Teil der Figur auszubauen. Er ist gegenüber allen anderen immer noch ein exzentrischer, eigenartiger, seltsamer, reservierter Meisterdetektiv, aber seine Beziehung zu Enola ist sehr besonders und einzigartig.

    „Enola Holmes“ kann seit dem 23. September 2020 bei Netflix gestreamt werden.

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