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    "Emily in Paris" auf Netflix: Was der finale Cliffhanger wirklich bedeutet
    Von Annemarie Havran — 07.10.2020 um 20:05
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    Staffel 1 der Netflix-Serie „Emily in Paris“ endet mit einer Überraschung für Emily. Was diese für die Figuren und für Staffel 2 bedeutet, darüber haben Lily Colins und ihr Co-Stars, sowie Serienschöpfer Darren Star teils sehr verschiedene Ansichten.

    Netflix

    Achtung, es folgen Spoiler zu Staffel 1 von „Emily in Paris“.

    Die romantische Serie „Emily In Paris“ ist ein Hit für Netflix und belegt seit ihrem Start vergangenen Freitag die Spitzenposition der Netflix-Charts. Die zehn Folgen der neuen RomCom von „Sex And The City“-Schöpfer Darren Star sind schnell geschaut und am Ende trifft Heldin Emily (Lily Collins) die Erkenntnis wie ein Schlag: Ihr Schwarm Gabriel (Lucas Bravo) wird Paris doch nicht verlassen, um ein Restaurant in der Normandie zu übernehmen!

    Das freut Emily natürlich, denn in ihren attraktiven Nachbarn, mit dem sie die Nacht davor im Bett gelandet ist, ist sie massiv verknallt. Doch nun hat sie auch ein Problem: Wie geht es jetzt mit ihrer Freundschaft zu Camille (Camille Razat) weiter, Gabriels Ex-Freundin? Denn die weiß nichts davon, dass zwischen Emily und Gabriel schon die Funken sprühten, als sie noch mit ihm zusammen war, von der gemeinsamen Nacht ganz zu schweigen.

    Und waren Camille und Gabriel da überhaupt wirklich schon getrennt? Emily hatte sich auf die Liebesnacht eingelassen im Bewusstsein, dass Gabriel eh aus ihrem und Camilles Leben verschwinden würde – und nun ist alles ganz anders!

    Das sagen Lily Colins, Gabriel Bravo und Co.

    Großes Drama also, das perfekt die zweite Staffel vorbereitet, die aber noch nicht offiziell bestellt wurde. Zu diesem Cliffhanger, der die Beziehung zwischen den drei Figuren extrem kompliziert macht und die Zuschauer in der Luft hängen lässt, wie es nun mit dem Liebesdreieck weitergehen wird, haben die Stars und Showrunner Darren Star im Interview mit Collider ihre Meinung enthüllt – und nicht jeder erklärt sich die Ereignisse im Finale gleich!

    Lily Collins (Emily) war überrascht, als sie dieses Ende im Drehbuch las: „Ich habe das absolut nicht kommen sehen. Ich dachte nicht, dass diese beiden Kerle [Gabriel und Antoine, der mit Gabriel in ein teures Pariser Restaurant investiert hat, sodass Gabriel bleiben kann] zusammenarbeiten würden. Das wird jetzt sehr interessant mit Camille […] Es hat alles aus der Bahn geworfen. Und die Sache ist: Wir wissen nicht, ob Gabriel und Camille wirklich Schluss gemacht haben!“

    Lucas Bravo (Gabriel) ist sich für seine Figur da sicherer, was die Frage nach der Trennung von Gabriel und Camille betrifft: „Ich denke, in seinen Augen haben sie sich getrennt. Sie haben sich in letzter Zeit sehr viel gestritten und er fühlte sich in seiner Männlichkeit angegriffen durch das Angebot ihrer Familie, ihm finanziell unter die Arme zu greifen.

    Er wollte es immer selbst als Koch zu etwas bringen, und in der Beziehung zu Camille war es jetzt lange Zeit so frostig, dass er nach der Trennung wohl nicht zu diesem Zustand zurück wollen wird. Oder sie müssen wenigstens wirklich mal über alles reden. Aber ich denke, er fühlt sich tatsächlich sehr zu Emily hingezogen und zu all den neuen Möglichkeiten, die das mit sich bringt.“

    Erst einmal sei Gabriel aber völlig davon überwältigt, sich nun seinen Traum vom eigenen Restaurant in Paris doch noch erfüllen zu können: „Er ist [am Ende von Staffel 1] einfach nur glücklich. Über die Auswirkungen wird er später nachdenken.“

    Haben sich Camille und Gabriel wirklich getrennt?

    Camille Razat (Camille) deutet das Ende allerdings ganz schön anders: „Aus meiner Sicht ist das mit Camilles und Gabriels Beziehung noch nicht geklärt. Er hat nicht richtig mit Camille Schluss gemacht, was ein Problem ist. Das ist gar nicht cool. Ich denke, er muss sich mit Camille persönlich treffen und ihr ins Gesicht sagen, warum er sie verlässt – und wenn er sie wirklich verlässt, haben die beiden ein Problem miteinander. Aber er muss es ihr ganz klar sagen. Er muss es sauber beenden.“

    Razat sieht in diesem Falle dann aber vor allem Probleme für Emily und Camille am Horizont, denn die beiden sind zu sehr guten Freundinnen geworden: „Ich glaube, Camille könnte sogar noch wütender auf Emily sein. Denn sie war so nett zu ihr, sie hat sie in Paris willkommen geheißen.“

    Doch letztlich werde Camille an der Freundschaft zu Emily festhalten wollen und sich nach einiger Zeit wieder mit ihr vertragen: „Sie wird es wie eine Erwachsene handhaben und das Gespräch mit Emily suchen. Sie wird versuchen zu verstehen, warum sie das getan hat. Denn ich denke, Camille will mit Emily befreundet bleiben, sie mag sie wirklich sehr.“

    Franzosen versus Amerikaner

    Warum Camille nicht dauerhaft wütend auf Emily sein und sogar Verständnis haben könnte, dafür hat die Französin Razat eine interessante Erklärung, die gut dazu passt, dass es in der Serie um den Culture Clash zwischen Amerikanern und Franzosen geht:

    „Ich denke, wir Franzosen denken nicht ganz so in Schwarz und Weiß. Wir bewegen uns mehr in dem Graubereich, wir finden, nichts ist einfach nur schlecht oder einfach nur gut. Es findet sich Gutes im Schlechten und umgekehrt. […] Deshalb glaube ich, Camille wird die Situation würdevoll meistern. Sie wird ihr Bestes versuchen, auf niemanden böse zu sein und es zu akzeptieren und versuchen, es zu verstehen.“

    Staffel 2: Emily muss ein moralisches Dilemma lösen

    Und was sagt Serienschöpfer Darren Star dazu? Der mag es gerne kompliziert und findet es genau richtig, dass selbst die Schauspieler die Situation für ihre Figuren im Finale anders interpretieren!

    Den Cliffhanger am Ende habe er so gesetzt, weil er für Emily viele Möglichkeiten und komplizierte Entscheidungen wegen Männern für ihre Zukunft bereitstellen wollte:

    „Es wird für sie kompliziert mit Gabriel, der ihre Hauptbezugsperson ist, aber auch mit Camille, mit der sie sich wirklich sehr eng angefreundet hat. Und ich denke, Emily ist die Art von Frau, die nie eine Freundin betrügen wollen würde. Das Ende bedeutet für Emily also ein echtes moralisches Dilemma.“

    Wie dieses moralische Dilemma aufgelöst wird, erfahren wir hoffentlich in Staffel 2 von „Emily in Paris“. Bislang hat die Fortsetzung aber noch kein grünes Licht von Netflix bekommen.

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