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    Baby-Yoda-Überraschung in "The Mandalorian" erklärt: Gibt es eine Verbindung zum Imperator?
    Von Tobias Mayer — 20.11.2020 um 16:00
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    Spoiler zur vierten Folge der zweiten Staffel „Star Wars: The Mandalorian“ auf Disney+! Das Imperium hat sich also Baby Yodas Blut gezapft, um es zu transferieren. Warum? Und hat das etwas mit dem geklonten Imperator zu tun?

    The Walt Disney Company

    Eine wichtige Botschaft vorneweg: „Star Wars“ ist nicht wissenschaftlich, war nie wissenschaftlich und wird nie wissenschaftlich sein. Im Unterschied zu „Star Trek“ wird hier keine fundierte Zukunftsvision entworfen (darum spielt „Star Wars“ ja auch vor langer Zeit, in einer weit, weit entfernten Galaxis).

    Die Wurzeln von „Star Wars“ liegen in pulpigen Sci-Fi-Geschichten wie „Flash Gordon“, was auch in der neuen „Mandalorian“-Folge (Kapitel 12: Die Vertreibung) sehr deutlich wird.

    Dort wird nämlich enthüllt, dass der Obermotz Moff Gideon (Giancarlo Esposito) das Blut des machtbegabten Baby Yoda hat zapfen lassen, offenbar um sich und seine Armee zu stärken.

    Und vielleicht hat die ganze Aktion auch etwas mit dem zurückgekehrten Imperator zu tun.

    Wer mag, folgt uns nun also in die Untiefen trashiger „Star Wars“-Pseudowissenschaft ...

    M-Wert = Midi-Chlorianer-Wert = viel Macht

    Wie Mando (Pedro Pascal) und seine Kumpanen in der neuen Folge durch den imperialen Wissenschaftler Dr. Pershing (Omid Abtahi) erfahren, wurde Baby Yoda in der ersten Staffel Blut abgenommen, als der kleine Racker kurz in den feindlichen Händen war und gefesselt auf dem OP-Tisch lag. Dieses Blut wurde in andere Körper transferiert, die es nach 14 vielversprechenden Tagen jedoch abstießen.

    Dabei spricht Dr. Pershing in der Hologramm-Übertragung an Gideon von Baby Yodas „M-Wert“: Es werde sicher kein Spender mit einem höheren „M-Wert“ gefunden als dem von Baby Yoda, weswegen das Kind unbedingt erneut entführt werden muss. „M-Wert“ düfte dabei für Midi-Chlorianer-Wert stehen.

    Qui-Gon Jinn (Liam Neeson) erklärt Anakin (Jake Lloyd) in „Star Wars 1: Die dunkle Bedrohung“, was es mit den Midi-Chlorianern auf sich hat. Das sind sehr kleine, intelligente Lebewesen, die in den Zellen aller Menschen/Aliens leben. Manche davon bekommen durch die Midi-Chlorianer den Willen der ominösen Macht mitgeteilt und sind durch die Midi-Chlorianer in der Lage, die Macht zu nutzen.

    Das Wesentliche dabei: Die Midi-Chlorianer sind ein Maß für die Macht. Anakin Skywalker hatte sogar noch mehr von ihnen im Blut als Yoda – und in „The Mandalorian“ ist es das vom Internet „Baby Yoda“ getaufte Kind, das einen hohen M-Wert hat und deswegen so interessant für Moff Gideon ist.

    Was will Ober-Bösewicht Moff Gideon mit Baby Yodas Blut?

    In der neuen Folge stehen Mando & Co. im imperialen Labor vor Tanks mit Körpern, an denen offenbar die Bluttransfusionen durchgeführt wurden. Zum Schluss sehen wir dann, wie Moff Gideon sich in einem Raum befindet, in dem Soldaten (oder nur die Rüstungen) aufgereiht auf ihren Einsatz warten.

    The Walt Disney Company (Screenshot aus Kapitel 12: Die Vertreibung
    The Walt Disney Company (Screenshot aus Kapitel 12: Die Vertreibung

    Der Schluss liegt nahe, dass sich Moff Gideon mit dem Blut des machtbegabten Baby Yoda seine eigene, mutmaßlich geklonte Super-Armee züchten will.

    Wenn sein böser Plan aufgeht, hätte er Soldaten, die die Macht nutzen können – und damit im Kampf ihre Gegner durch die Gegend wirbeln oder andere finstere Dinge anstellen könnten. Vielleicht will sich Moff Gideon, der eh schon im Besitz des mächtigen Dunkelschwerts ist, auch selbst einen ordentlichen Schuss Baby-Yoda-Blut gönnen.

    Da habe wir es: Ein sinisterer Obermotz will das Blut eines machtbegabten Kindes, um seine eigene, unbesiegbare Armee zu züchten (was wohl die Qanon-Anhänger unter den Zuschauern dazu sagen?), es geht um Pseudo-Wissenschaft und wir sehen große Wassertanks mit mutmaßlich geklonten Lebewesen drin.

    „Star Wars“ zeigt seine Sci-Fi-Trash-Wurzeln in der neuen Folge deutlicher denn je – und die Fans rätseln schon, ob die Experimente was mit dem später wiederauferstandenen Imperator zu tun haben.

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    Hat das etwas mit dem Imperator zu tun?

    Wie wir aus „Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalker“ sowie dem Roman wissen, konnte „Star Wars“-Oberbösewicht Imperator Palpatine zurückkehren, weil sein Geist in den Körper eines Klons transferiert wurde. Bevor jedoch ein Körper gefunden wurde, der den mächtigen Imperator-Geist (mehr schlecht als recht) aushielt, gingen mehrere Versuche schief.

    „Star Wars 9“ spielt 26 Jahre nach „The Mandalorian“. Möglich, dass Moff Gideon mit seinen Experimenten Grundlagenforschung betreibt. Vielleicht ist es diese Arbeit, die später dazu führen wird, dass der Imperator einen neuen Körper bekommt, vielleicht wird es Baby Yodas Blut sein, das die Rückkehr des Imperators am Ende möglich macht. Wurden die Geschichten von „The Mandalorian“ und „Star Wars 9“ aufeinander abgestimmt?

    Im September 2017 wurde bekannt, dass J.J. Abrams anstelle von Colin Trevorrow für „Star Wars 9“ verantwortlich sein wird, im Oktober 2017 wurde dann eine „Star Wars“-Realserie für Disney+ angekündigt (die sich als „The Mandalorian“ herausstellen sollte). Vielleicht wurde entschieden, beide Geschichten durch den Imperator zu verbinden – andererseits ist überliefert, dass „Mandalorian“-Showrunner Jon Favreau seine Idee für eine Serie völlig unabhängig entwickelt und dass J.J. Abrams bei „Star Wars 9“ wiederum freie Hand hatte.

    Zum jetzigen Zeitpunkt sollten Fans also keine voreiligen Schlüsse über die Verbindung von „The Mandalorian“ und „Star Wars 9“ ziehen – aber Spekulationen sind natürlich naheliegend, spannend. Wer weiß schon, wohin sich „The Mandalorian“ in den mindestens vier geplanten Staffeln noch entwickeln wird?

    Folge 5 erscheint übrigens am Freitag, dem 27. November um 9 Uhr auf Disney+.

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