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    Netflix will "Godzilla vs. Kong", doch das Studio hat wohl andere Streaming-Pläne
    Von Björn Becher — 26.11.2020 um 09:13
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    Schon mehrfach wurde „Godzilla vs. Kong“ verschoben. Aktueller Kinostart ist der 20. Mai 2021, doch das könnte sich ändern. Netflix will angeblich den Film, doch Warner überlegt, das „Wonder Woman 1984“-Modell zu wiederholen.

    2019 Warner Bros. Entertainment Inc. and Legendary Pictures Productions, LLC

    Mit „Godzilla vs. Kong“ soll das sogenannte MonsterVerse nach „Godzilla“, „Kong: Skull Island“ und „Godzilla: King Of The Monsters“ mit dem Schlagabtausch der beiden Kultfiguren seinen Höhepunkt finden – aber findet dieser vielleicht nicht im Kino statt?

    Wie die verlässlichen Branchenmagazine Hollywood Reporter und Deadline separat bestätigen konnten, hat Netflix Hollywood-Studio Warner mehr als 200 Millionen Dollar für die Rechte an „Godzilla vs. Kong“ geboten. Der Deal sehe vor, den Film fast weltweit exklusiv bei Netflix zu zeigen, nur in China, wo es den Streamingdienst nicht gibt, passenderweise aber die Finanziers des Films ihre Wurzeln haben, solle es noch einen Kinostart geben.

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    Warner habe das Netflix-Angebot aber vorerst abgelehnt. Warum es dann trotzdem einen Bericht bei uns wert ist? Laut den Informationen der Branchenmagazine habe das Hollywood-Studio eigene Streamingpläne.

    Schließlich betreibt Warner mittlerweile den in Europa noch nicht verfügbaren Streamingdienst HBO Max. Überlegung sei es „Godzilla vs. Kong“ dort auszustrahlen, wobei es zudem möglich sei, ein ähnliches Modell wie bei „Wonder Woman 1984“ zu fahren. Heißt: Es gibt Kino- und Streamingstart mehr oder weniger parallel, sodass wir in Deutschland den Film weiter im Kino sehen könnten.

    Es ist kompliziert! Darum ist Netflix weiter realistisch

    Die meisten Leser*innen dürften jetzt denken, dass Netflix raus ist, denn: Warner gehört der Film, Warner hat das Angebot abgelehnt und Warner hat ohnehin einen eigenen Dienst, den man auch kräftig pushen will und muss.

    Doch die Lage ist hier kompliziert. Denn 75 Prozent des Monster-Abenteuers wurden von der Produktionsfirma Legendary, einem Tochterunternehmen der chinesischen Wanda Group, finanziert. Und dort will man nun endlich Geld sehen.

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    Während die wahrscheinlich beträchtlichen Einnahmen an den chinesischen Kinokassen (die bisherigen Filme des sogenannten MonsterVerse waren dort riesige Hits) bei beiden Modellen zwar möglich wären, springt bei der Netflix-Variante für Legendary eine zusätzliche Summe raus. Ob Warner, die eigentlich die Kontrolle über den Vertrieb haben, dies bei einem HBO-Max-Start ausgleichen möchte, ist nicht bekannt … und eher unwahrscheinlich.

    Die Situation bleibt also ungemein kompliziert, weswegen das Thema bei Warner längst Chefsache sein soll. Die höchsten Warner-Bosse versuchen laut dem Hollywood Reporter einen Weg zu finden, „Godzilla vs. Kong“ zu HBO Max zu bringen.

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    Viel dürfte auch davon abhängen, wie der HBO-Max-Start von „Wonder Woman 1984“ in wenigen Wochen abläuft. Verhilft er Warners Streamingdienst endlich zum Erfolg?

    In diesem Zusammenhang dürften sich viele Leser*innen natürlich die Frage stellen, wie es mit „Wonder Woman 1984“ in Deutschland ausschaut, nachdem der nach der aktuellen Verlängerung der Corona-Einschränkung wohl nicht im Dezember in den Kinos starten kann. Wir wissen es aktuell noch nicht, sind aber am Thema dran.

    „Godzilla Vs. Kong“ ist hierzuland aktuell wie gesagt noch mit einem Kinostart für den 20. Mai 2021 terminiert. Offiziell hält Warner daran auch fest, ein Sprecher des Unternehmens sagte dem Hollywood Reporter, dass man weiter plane, den Film so wie aktuell terminiert in die Kinos zu bringen. Ob ihr ihn dann dort seht, bei Netflix oder er sogar seinen Weg zum deutschen HBO-Max-Partner Sky findet, wird die Zukunft zeigen.

    Unter anderem Alexander Skarsgård, Millie Bobby Brown, Rebecca Hall, Brian Tyree Henry, Kyle Chandler und Eiza Gonzalez sind übrigens beim von Adam Wingard („Death Note“, „The Guest“) inszenierten Monster-Clash „Godzilla vs. Kong“ dabei.

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