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    Der beste Film 2020 ist eine Mini-Serie von Amazon: Die Filmkritiker aus L.A. & New York vergeben ihre Preise
    Von Christoph Petersen — 21.12.2020 um 09:50
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    Am vergangenen Wochenende haben sowohl der New York Film Critics Circle als auch die Los Angeles Film Critics ihre Preise für die besten Filme des Jahres vergeben. Der große Überraschungsgewinner ist allerdings eine Mini-Serie.

    Amazon

    Wir stehen vor einer der spannendsten Oscar-Saisons aller Zeiten! Denn nach diesem verrückten Kinojahr 2020 lässt sich aktuell noch überhaupt nicht sagen, wo die Reise in den nächsten Monaten bis zur Oscar-Verleihung im April 2021 hingeht. Bestes Beispiel: Einer der bedeutendsten Filmkritikerverbände der Welt hat in der vergangenen Nacht erstmals in seiner Geschichte eine Mini-Serie als Bester Film des Jahres ausgezeichnet.

    Für die Filmkritiker aus Los Angeles war in diesem Jahr nichts preiswürdiger als „Small Axe“ von Oscargewinner Steve McQueen („12 Years A Slave“) – und auch bei den Kollegen aus New York ist die Mini-Serie nicht leer ausgegangen. „Small Axe“, produziert von BBC und Amazon, besteht aus fünf unabhängigen Erzählungen mit einer Länge zwischen 60 und 126 Minuten. Die einzelnen Folgen basieren dabei jeweils auf den realen Erfahrungen der Westindischen Gemeinschaft in London und sind zwischen 1969 und 1982 angesiedelt.

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    Für die Academy Awards hat die Auszeichnung übrigens keine direkten Auswirkungen. Obwohl einzelne Episoden von „Small Axe“ im Verlauf des Jahres auf bedeutenden Filmfestivals gezeigt wurden, hat Amazon die einzelnen Episoden nicht als alleinstehende Filme bei der Oscar-Akademie eingereicht. Es ist aber schwer davon auszugehen, dass „Small Axe“ in den kommenden Monaten so ziemlich alle TV-Preisverleihungen dominieren wird.

    Ebenfalls bemerkenswert: Zwar wurde der erst kürzlich verstorbene „Black Panther“-Star Chadwick Boseman in New York und Los Angeles ausgezeichnet - allerdings jeweils für einen anderen Film und in einer unterschiedlichen Kategorie!

    Übersicht: Die Preise der Los Angeles Film Critics

    Bester Film: „Small Axe“
    Zweiter Platz: „Nomadland

    Beste Regie: Chloé Zhao für „Nomadland“
    Zweiter Platz: Steve McQueen für „Small Axe“

    Bester Schauspieler: Chadwick Boseman für „Ma Rainey’s Black Bottom
    Zweiter Platz: Riz Ahmed für „Sound Of Metal

    Beste Schauspielerin: Carey Mulligan für „Promising Young Woman
    Zweiter Platz: Viola Davis für „Ma Rainey’s Black Bottom“

    Bester Nebendarsteller: Glynn Turman für „Ma Rainey’s Black Bottom“
    Zweiter Platz: Paul Raci für „Sound Of Metal“

    Beste Nebendarstellerin: Yuh-jung Youn für „Minari
    Zweiter Platz: Amanda Seyfried für „Mank

    Bester Animationsfilm: „Wolfwalkers
    Zweiter Platz: „Soul

    Bester Dokumentarfilm: „Time
    Zweiter Platz: „Kollektiv – Korruption tötet

    Bestes Drehbuch: „Promising Young Woman“
    Zweiter Platz: „Niemals Selten Manchmal Immer

    Beste Kamera: „Small Axe“
    Zweiter Platz: „Nomadland“

    Bester Schnitt: „The Father
    Zweiter Platz: „Time“

    Beste Filmmusik: „Soul“
    Zweiter Platz: „Lovers Rock“ (eine Episode aus „Small Axe“)

    Bestes Produktionsdesign: „Mank“
    Zweiter Platz: „Bohnenstange

    Übersicht: Die Preise der New York Film Critics

    Bester Film:First Cow

    Beste Regie: Chloé Zhao für „Nomadland“

    Bester Schauspieler: Delroy Lindo für „Da 5 Bloods

    Beste Schauspielerin: Sidney Flanigan für „Niemals Selten Manchmal Immer“

    Bester Nebendarsteller: Chadwick Boseman für „Da 5 Bloods“

    Beste Nebendarstellerin: Maria Bakalova für „Borat 2

    Bestes Drehbuch: „Niemals Selten Manchmal Immer“

    Bester Animationsfilm: „Wolfwalkers“

    Beste Kamera: „Small Axe“

    Bestes Debüt:Mein 40-jähriges Ich

    Bester fremdsprachiger Film:Bacarau

    Bester Dokumentarfilm: „Time“

    „Time“, der sowohl in New York als auch in Los Angeles als Bester Dokumentarfilm des Jahres ausgezeichnet wurde, ist übrigens jetzt schon bei Amazon Prime Video zu sehen:

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    Mit den Auszeichnungen der beiden bedeutendsten US-Filmkritiker-Ortsverbände hat die in diesem Jahr so späte gestartete Oscar-Saison nun endlich Fahrt aufgenommen. Auf den Höhepunkt geht es dann im Februar und März 2021 mit großen Schritten zu, wenn die diversen Hollywood-Gilden selbst die Besten ihres Faches wählen. Dann bekommen wir schon eine bessere Vorstellung, welche Filme am Ende bei den Academy Awards vorne liegen dürften.

    Am 15. März 2021 werden dann die Oscarnominierungen verkündet. In der Nacht vom 25. auf den 26. April werden schließlich die Oscar verliehen.

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