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    George Clooney ist überzeugt: Der verstorbene "Black Panther"-Star Chadwick Boseman gewinnt den Oscar
    Von Björn Becher — 14.01.2021 um 18:00
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    George Clooney ist überzeugt, dass Chadwick Boseman den Oscar als Bester Schauspieler gewinnen wird. Das habe nichts mit Bosemans Tod zu tun, sondern damit, dass er im Netflix-Drama „Ma Rainey's Black Bottom“ einfach so verdammt gut sei.

    Netflix

    Auch wenn sie dieses Jahr nur virtuell stattfinden, gibt es wieder die berühmten Roundtables des Hollywood Reporters. Nun veröffentlichte das Magazin die Unterhaltung der Regisseurinnen und Regisseure, die im vergangenen Jahr mit einigen ihrer Produktionen das Kino- und Streamingjahr geprägt haben.

    Da am Tisch bzw. in diesem Fall in der Videokonferenz mit Spike Lee und George C. Wolfe auch jene beiden Regisseure saßen, die mit „Da 5 Bloods“ und „Ma Rainey's Black Bottom“ die letzten Auftritte des am 28. August 2020 überraschend, nach schwerer, geheimgehaltener Krankheit verstorbenen Chadwick Boseman inszenierten, ging es im Gespräch auch um den „Black Panther“-Star und seine Leistungen in den beiden Netflix-Dramen.

    Moderatorin Rebecca Keegan veröffentlichte diesen Teil, in den sich dann auch noch George Clooney einschaltete, sogar noch einmal separat via Twitter, um deutlich zu machen, wie bewegt sie von dem Austausch war.

    Die beiden Regisseure erklären dabei, dass sie bei ihren jeweiligen Dreharbeiten (und auch noch danach) absolut nichts über den Gesundheitszustand von Boseman und seinen jahrelangen Kampf gegen den Darmkrebs wussten. Auch sie wurden von der Nachricht vom Tod des Schauspielers und der anschließenden Veröffentlichung seiner Krankheitsgeschichte völlig überrascht.

    Wolfe erklärt, dass der Schauspieler beim Dreh zu „Ma Rainey's Black Bottom“ zwar dünner war, er damals aber nur dachte, dass dieser womöglich faste oder aus anderen Gründen abnehme. Nur im Rückblick, berichten beide Regisseure, gebe es Momente, die man nun anders bewerte. So sei Bosemans persönliche Crew sehr beschützend gewesen, habe sich sehr intensiv um den Schauspieler gekümmert. Doch zu dem Zeitpunkt habe man sich nichts dabei gedacht.

    George Clooney verneigt sich vor Boseman

    In die Unterhaltung schaltet sich dann auch noch der ebenfalls zur Diskussion gehörende George Clooney ein, um eine begeisternde Rede auf Boseman zu halten. Wie wir alle hat er „Ma Rainey's Black Bottom“ erst nach dem Tod des Schauspielers gesehen, nachdem wir also schon wussten, wie schwer krank er damals beim Dreh war. Für ihn fühle sich Bosemans Darstellung wie die eines Schauspielers an, der fühle, dass ihm die Zeit davon laufe und der nun noch einmal alles raushaue. Und das sei ihm gelungen, weswegen für Clooney klar ist:

    „Er wird wahrscheinlich den Oscar dieses Jahr gewinnen!“

    Clooney stellt noch klar, dass dies für ihn nichts mit dem Tod des Stars zu tun hat: Boseman solle nicht gewinnen, weil er gestorben ist. Vielmehr sei es einfach nur logisch, wie er im Hollywood-Reporter-Gespräch verrät:

    „Es ist die beste Leistung des Jahres. Er schüttet sein Herz aus! [...] Du siehst es und deine Kinnlade fällt dir die ganze Zeit runter, während du diese unglaubliche Leistung siehst.“

    Oscars 2021: Boseman der Top-Favorit

    Aufgrund der Corona-Pandemie werden die Oscars dieses Jahr erst am 25. April 2021 vergeben. Wenn am 15. März die Nominierungen verkündet werden, dürfte Bosemans Name definitiv genannt werden. Denn viele Filmschaffende denken wohl so wie Clooney. Für seine Leistung im Netflix-Film „Ma Rainey's Black Bottom“ steht Boseman sogar aktuell bei vielen Oscar-Expert*innen auf dem Spitzenplatz in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ – teilweise sogar mit riesigem Vorsprung vor der Konkurrenz um Anthony Hopkins („The Father“), Gary Oldman („Mank“), Delroy Lindo („Da 5 Bloods“) oder Riz Ahmed („The Sound Of Metal“).

    Bei den Nominierungen könnte Boseman sogar zwei Mal genannt werden, denn selbst in der Nebendarsteller-Kategorie gehört er zu den Kandidaten – für seine Leistung in Spike Lees Netflix-Film „Da 5 Bloods“. Hier rangiert er auf den Oscar-Expertise-Seiten zwar nicht ganz, aber doch recht weit vorne, sodass zumindest eine der fünf Nominierungen möglich ist.

     

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