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    Netflix-Tipp: Diesen blutig-spaßigen Sci-Fi-Actioner könnt ihr nur noch bis zum Wochenende streamen
    Von Daniel Fabian — 21.01.2021 um 16:27
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    Science-Fiction-Kino kann zum Nachdenken anregen, Kinotechnologie vorantreiben oder auch einfach nur Spaß machen – „Lockout“ fällt für FILMSTARTS-Redakteur Daniel Fabian ganz klar in die letzte Kategorie. Bis Samstag gibt’s den Film noch auf Netflix.

    Universum Film GmbH

    +++ Meinung +++

    Eine Geschichte, wie sie vor 30 Jahren die Massen in die Kinos lockte, ein Held, der praktisch nur in Onelinern kommuniziert und eine knackige Laufzeit, durch die man auch ganz ohne Pinkelpause kommt:„Lockout“ ist die perfekte Wahl für einen kurzweiligen Old-School-Filmabend, ganz nach dem Motto: Hirn aus, Testosteron an.

    Wer mal wieder Bock auf einen traditionellen Actionhelden hat, der sich sprücheklopfend im Alleingang durch eine ganze Armee von Fieslingen ballert, ist mit dem Weltraum-Reißer jedenfalls bestens bedient. Netflix-Abonnenten sollten sich allerdings sputen, wenn sie den Film noch streamen wollen: „Lockout“ gibt's nur noch bis inklusive Samstag, 23. Januar 2021, auf Netflix. Prime-Abonnenten dürfen hingegen aufatmen: Auf der hauseigenen Streaming-Plattform von Amazon gibt's den Film noch länger!

    ›› "Lockout" bei Amazon Prime Video*

    Ihr mögt Science-Fiction-Filme vor allem dann, wenn ihr dabei noch was lernen könnt? Wenn sie fiktive Welten erschaffen, in denen es am Ende doch nur um die Frage geht, was es bedeutet Mensch zu sein? So etwas wie „Blade Runner“, „Children Of Men“ oder „Interstellar“? Ich auch. „Lockout“ ist das alles zwar nicht, drückt dafür aber ordentlich auf die Tube:

     

    "Lockout": "Stirb Langsam" trifft "Die Klapperschlange"

    Snow (Guy Pearce) droht eine lange Haftstraße, nachdem er eines Mordes für schuldig befunden wird. Dass er selbst ganz genau weiß, niemanden umgebracht zu haben, hilft da auch nicht. Die einzige Chance, seine Freiheit zurückzuerlangen: Er soll die Tochter des Präsidenten (Maggie Grace) in Sicherheit bringen – denn die sitzt in einem Gefängnis irgendwo im Weltall fest, das gerade von den gefährlichen Insassen gekapert wurde.

    Das erinnert einen doch sofort an actionreiche Einer-gegen-alle-Klassiker wie etwa „Stirb Langsam“. Die Parallelen zu „Die Klapperschlange“ waren für Meister-Regisseur John Carpenter sogar so groß und offensichtlich, dass er schließlich klagte – und am Ende sogar Recht behielt.

    Aber hey, besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht, oder? Denn auch wenn „Lockout“ am Ende keineswegs ein würdiger „Klapperschlange“-Nachfolger ist, macht der Genre-Reißer einfach eine Menge Spaß! Wenn ihr Fans des Carpenter-Klassikers seid, dürftet ihr auch mit dem Abklatsch euren Spaß haben...

    Trockene Sprüche und blutige Action

    Ich will hier keinesfalls ein Meisterwerk versprechen. „Lockout“ hat jede Menge Ecken und Kanten und soll in seinen 90 Minuten gar nicht viel mehr als ein Guilty Pleasure sein – aber auch diese Filme muss es geben.

    Wie auch die erwähnten Vorbilder lebt die Mission von Snow vor allem von der Präsenz des Hauptdarstellers. Und ob man’s glauben will oder nicht: Guy Pearce ist einfach perfekt für die Hauptrolle! Darüber hinaus bietet „Lockout“ aber auch schön eklige Fieslinge, wie etwa den perfekt besetzten „Misfits“- und „Preacher“-Star Joseph Gilgun, der sichtlich Freude an seiner Rolle als tätowierter Psycho hatte. 

    Gleich von der ersten Verhörszene an (die ich liebevoll als „Last Boy Scout“-Einstieg bezeichne) wird klar, wohin die Reise geht. Und ja, man könnte fast meinen, Shane Black („Last Action Hero“, „Lethal Weapon“) hätte bei diesem Sprüche-Feuerwerk seine Finger im Spiel gehabt. Inspiration war er zweifellos.

    Außerdem gibt’s in „Lockout“ aber auch jede Menge spektakuläre, teils sogar ziemlich blutrünstige Actionszenen – und das bei einem Budget von mageren 20 Millionen Dollar. Das ist nämlich nicht mehr als ein Bruchteil dessen, was andere Sci-Fi-Kracher wie etwa „Total Recall“ (125 Millionen Dollar) oder „Oblivion“ (120 Millionen Dollar) zur Verfügung hatten.

    Und wenn es dann doch eine Szene gibt, die so schlecht aussieht, dass sie genauso gut aus einem PlayStation-3-Spiel stammen könnte (nämlich die Verfolgungsjagd gleich zu Beginn), dann verzeiht man die dem Film auch einfach mal. Dafür macht der der Rest drumherum einfach zu viel Laune. 

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