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    TV-Warnung: Heute läuft ein Sci-Fi-Actionfilm, der trotz Top-Besetzung nur ein müder "Mad Max"-Abklatsch ist
    Von Christoph Petersen — 22.02.2021 um 14:00
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    Heute läuft mit „The Signal“ ein richtig interessanter Science-Fiction-Film auf Tele5. Aber danach sollte man lieber schnell umschalten. Denn „Future World“ (startet um 22.05 Uhr) von und mit James Franco ist ein völlig einfallsloser „Mad Max“-Klon.

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    +++ Meinung +++

    Mein Kollege Daniel Fabian hat in seinem erst vor wenigen Stunden erschienenen Artikel erklärt, warum der heute zum ersten Mal im Free-TV ausgestrahlte „The Signal“ zwar kein perfekter, aber auf jeden Fall ein sehenswerter und zudem bis oben mit Twists vollgepackter Science-Fiction-Thriller ist. Da darf man um 20.15 Uhr auf Tele5 gerne einschalten:

    TV-Tipp: Heute Abend läuft ein Sci-Fi-Thriller, in dem eine Wendung die nächste jagt!

    Mir fällt nun hingegen die weitaus weniger erfreuliche Aufgabe zu, euch den Tipp zu geben, nach „The Signal“ möglichst gleich wieder umzuschalten (oder direkt in die Haia zu gehen). Denn der auf den ersten Blick vielversprechend aussehende „Future World“ entpuppt sich ziemlich schnell als gähnend-öder Endzeit-Trash …

    … und das trotz Stars wie James Franco („Spring Breakers“), Suki Waterhouse („Assassination Nation“), Snoop Dogg („Beach Bum“), Ludy Liu („Kill Bill Vol.1“) und Milla Jovovitch („Monster Hunter“), die normalerweise einen gewissen Coolness-Faktor garantieren!

    Der Plot von „Future World“: In einer postapokalyptischen Welt verbreiten der sadistische Warlord (James Franco) und seine Schergen Angst und Schrecken. Bei einem ihrer Raubzüge gelangt Warlord auch in den Besitz der synthetisch hergestellten Ash (Suki Waterhouse), die sich mit Hilfe eines Steuermoduls beliebig manipulieren und so auch leicht als Sexsklavin missbrauchen lässt.

    Unterdessen befindet sich der junge Prince (Jeffrey Wahlberg) auf der Suche nach einem legendenumwobenen mythischen Ort namens Paradise Beach. Im Freudenhaus von Love Lord (Snoop Dogg) treffen Prince, Warlord und Ash aufeinander – eine zufällige Begegnung, die in einer sich immer weiter hochschaukelnden Spirale der Gewalt mündet…

    "Future World" lag nicht ohne Grund im Giftschrank

    James Franco und sein Co-Regisseur Bruce Thierry Cheung haben „Future World“ zwar bereits im Mai 2016 abgedreht – aber zu einem limitierten Kinostart in den USA ist es trotzdem erst ganze zwei Jahre später gekommen. Und es ist auch klar, warum:

    Mit seinem nächsten Regie-Projekt „The Disaster Artist“, der plötzlich auch im Oscar-Rennen eine nennenswerte Rolle gespielt hat, sorgte James Franco für so viel Aufsehen, dass auch sein noch im Giftschrank schlummerndes Vorgängerprojekt wieder an Profil zulegen konnte.

    Nachdem man sich „Future World“ dann aber angesehen hat, ist klar, warum zunächst niemand an die kommerziellen Chancen des Films glaubte: Die Story klaut zwar bei offensichtlichen Vorbildern wie „Mad Max“, „Terminator“ oder „The Book Of Eli“, ergibt aber dennoch kaum Sinn.

    Zudem wirkt die vogelwilde Kameraarbeit, die eher an die Arbeiten des dreifachen Oscar-Gewinners Emmanuel Lubezki („The Tree Of Life“, „Gravity“) als an einen geradlinigen Action-Reißer erinnert, bei diesem Film einfach nur völlig deplatziert.

    Ein denkbar ungünstiger Termin

    Womöglich haben die Programmverantwortlichen „Future World“ sogar mit Absicht einen Tag nach der Ausstrahlung von „Mad Max: Fury Road“ auf ProSieben terminiert – mit dem Plan, dass die Zuschauer nach dem Meisterwerk von George Miller direkt Lust auf noch mehr Endzeit-Action haben. Aber das Gegenteil ist der Fall:

    Die grandiosen Action-Sequenzen von „Fury Road“ führen einem nur noch schmerzlicher vor Augen, dass in „Future World“ die meiste Zeit einfach nur irgendwelche Leute ohne jede Dynamik mit ihren Cross-Maschinen über Sandhügel hopsen.

    Dazu passt dann auch, dass sich James Franco und Milla Jovovich in ihren Rollen als Schurke und Schurkin zwar das erhoffte Duell im wahnsinnigen Grimassenschneiden liefern – aber selbst das gerät in „Future World“ eher nervig als spaßig.

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