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Clint Eastwood

Familienstand

Geburtsname Clinton Eastwood Jr.
Nationalität Amerikanischer
Geburtstag 31. Mai 1930
Alter 87 Jahre alt

Biographie

Bei kaum einem Filmkünstler ist die Bezeichnung Leinwand-Legende so angemessen wie bei Clint Eastwood. Über mehr als fünf Jahrzehnte prägte der Schauspieler das internationale Kino. Mit seinen Auftritten als wortkarger Antiheld in Sergio Leones Italo-Western und als Cop Dirty Harry schuf er in den 60er- und 70er Jahren zwei denkwürdige Figuren, die ihm alleine schon einen Ehrenplatz in der Filmgeschichte sichern würden. Aber der Jazzliebhaber gab sich mit der Rolle vor der Kamera bald nicht mehr zufrieden und avancierte im Laufe der Jahre auch zu einem gefeierten Regisseur und Produzenten, der vier Oscars und zahllose weitere Auszeichnungen gewann: Clint Eastwoods Stellung in der Kinolandschaft ist inzwischen einmalig, er hat das seltene Kunststück geschafft und wird von Publikum und Kritik gleichermaßen verehrt.

Zwei Kultrollen - ein unverwechselbarer Star

Der am 31. Mai 1930 in San Francisco geborene Clint Eastwood landete nach diversen Gelegenheitsjobs in den 50ern eher zufällig bei den Universal Studios und avancierte ab 1959 in der Westernserie „Tausend Meilen Staub“ zum Fernsehstar. Sieben Jahre lang blieb er dabei, nahm aber 1964 das Angebot an, in einer Drehpause einen kleinen Western mit einem italienischen Regisseur in Spanien zu drehen. Auf „Für eine Handvoll Dollar“ sollten noch zwei weitere Italo-Western für Sergio Leone folgen und mit dieser „Dollar-Trilogie“ wurde Eastwood in Europa zum Star. 1971 wurde Eastwood mit dem umstrittenen Cop-Thriller „Dirty Harry“ dann auch in den USA zum Kassenmagneten, Don Siegels Klassiker wurde im Lauf der Jahre sogar viermal fortgesetzt. Mit den beiden Rollen als Mann ohne Namen und als waffenschwingender Cop, der sich seine eigenen Regeln macht und zynische Sprüche klopft („Make my day“), wird Eastwoods Starpersona bis heute identifiziert. Tatsächlich kommt die eher abstrakte und allegorische Anlage der Figuren dem minimalistischen Stil Eastwoods entgegen. Er scheint kaum einmal tatsächlich etwas zu spielen, vielmehr hat er eine ganz selbstverständliche und unverwechselbare Präsenz.

Kassenmagnet und ambitionierter Autorenfilmer

Doch Clint Eastwood reichte es schon früh nicht mehr, nur ungerührt in die Kamera zu schauen. Bereits 1967 gründete er eine eigene Produktionsgesellschaft, die Malpaso Company, und 1971 übernahm er erstmals die Regie eines Kinofilms. Der Rachethriller „Sadistico“ vereint schon einige Eigenschaften, die später zu Markenzeichen des Filmemachers werden sollten: ein schnörkelloser und entspannter Stil, die Vorliebe für den Dreh an Originalschauplätzen und die Liebe zum Jazz sind in diesem schönen Debüt unübersehbar. Von nun an folgten im Wechsel ambitioniertere Projekte wie die Liebesgeschichte „Breezy“ (Eastwood führte erstmals Regie, ohne selbst mitzuspielen) und Starvehikel wie „Der Mann aus San Fernando“ (mit einem Orang-Utan als zweitem Hauptdarsteller). Beim Western „Der Texaner“ übernahm Eastwood, der Hauptdarsteller und Produzent, nach Differenzen mit Regisseur Philip Kaufman selbst die Inszenierung und sorgte mit dieser unschönen Geschichte für eine Regelverschärfung der Regiegilde, aber auch für einen Genreklassiker. 1980 zeigte Eastwood in „Bronco Billy“ erstmals nachhaltiges Interesse an einer Dekonstruktion des eigenen Images. Vor allem in Europa wurde er nun zunehmend als Künstler angesehen und ernstgenommen.

Oscargekrönte Karriereblüte in den 90er Jahren

Nachdem er in den Achtzigern für zwei Jahre Bürgermeister seiner Heimatstadt Carmel war, erhielt Clint Eastwood 1989 für die Charlie-Parker-Biographie „Bird“ den Golden Globe für die Beste Regie. Filme wie „Pale Rider“ und „Weißer Jäger, schwarzes Herz“ festigten seinen Ruf als ernstzunehmender Filmemacher, aber die endgültige künstlerische Anerkennung in der Heimat erntete der bereits über 60-jährige erst 1992/93 mit seinem Spätwestern „Erbarmungslos“, der mit vier Oscars ausgezeichnet wurde. Seine Reflexion über das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft sowie über die Rolle der Gewalt in der amerikanischen Zivilisation brachte einige Leitmotive seines Schaffens auf den Punkt. In den Neunzigern war Eastwood auf dem Zenit seiner Schaffenskraft und vollkommen unabhängig vom kommerziellen Erfolg als Auteur etabliert. Er genoss seither eine künstlerische Freiheit wie neben ihm im amerikanischen Kino nur noch Woody Allen und nutzte sie zu einer unvergleichlichen Folge reifer und abwechslungsreicher Werke: Er besetzte Kevin Costner gegen den Strich in „A Perfect World“, zeigte seine sensible Seite in „Die Brücken am Fluss“ und Gespür für den magischen Süden in „Mitternacht im Garten von Gut und Böse“, er sorgte für Hochspannung mit „Ein wahres Verbrechen“. Selbst eine vermeintliche Genre-Fingerübung wie „Absolute Power“ glänzt mit eleganter Inszenierung und hervorragender Besetzung.

Ein Veteran voller Tatendrang

Nach der für seine Verhältnisse sehr teuren, aber dennoch gewohnt entspannten Rentner-im-Weltraum-Saga „Space Cowboys“ wandte sich Clint Eastwood schwereren Stoffen zu und die Kritik folgte ihm auch bei den düsteren Dramen „Mystic River“ und „Million Dollar Baby“, für den der Filmemacher die Oscars drei und vier einheimste. Und als wäre das nicht genug, hat er mit dem aufwändigen Iwo-Jima-Doppelfilm „Flags of Our Fathers“ und „Letters from Iwo Jima“, der die Schlacht um die Pazifikinsel jeweils aus der Perspektive eines der beiden Kriegsgegner von einst beleuchtet, erfolgreich ein engagiertes und riskantes Projekt realisiert, für das es nur wenige Parallelen gibt. Mit der Nelson-Mandela-Geschichte „Invictus - Unbezwungen“ war Eastwood endgültig in der großen Weltgeschichte angekommen, sein Blick blieb aber unverändert klar und auf das Wesentliche konzentriert. Auch sein eigenes Leinwandimage als schweigsamer Einzelgänger nahm er immer wieder unter die Lupe, zuletzt in „Gran Torino“ mit dem der Star Eastwood nach eigenem Bekunden seine Abschiedsvorstellung gab. Der Regisseur ist dagegen noch voll bei der Sache, nach dem übernatürlichen Drama „Hereafter - Das Leben danach“ mit „Invictus“-Star Matt Damon folgt Ende 2011 „J. Edgar", eine Biographie des legendären FBI-Chefs J. Edgar Hoover mit Leonardo DiCaprio in der Titelrolle.

Die ersten Filme und Serien

Die Rache des Ungeheuers
Die Rache des Ungeheuers
1955
Die nackte Geisel
Die nackte Geisel
1955
Tarantula
Tarantula
1955
Im Wilden Westen
Im Wilden Westen
1956

Die besten Filme und Serien

Gran Torino
Gran Torino
2008
Mystic River
Mystic River
2003

Die Karriere in Zahlen

65
Karrierejahre
0
Preis
88
Filme
2
Serien
0
Nominierung
0
Kinostart

Bevorzugte Genres

Drama : 36 %
Action : 25 %
Krimi : 21 %
Thriller : 17 %

Seine FILMSTARTS-Statistiken

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Geoffrey Lewis
Geoffrey Lewis
7 Filme
Mitternacht im Garten von Gut und Böse (1997), Pink Cadillac (1989), Bronco Billy (1980), Mit Vollgas nach San Fernando (1980), Der Mann aus San Fernando (1978), Die Letzten beißen die Hunde (1974), Ein Fremder ohne Namen (1973)
Bill McKinney
Bill McKinney
6 Filme
Bronco Billy (1980), Mit Vollgas nach San Fernando (1980), Der Mann aus San Fernando (1978), Der Mann, der niemals aufgibt (1977), Der Texaner (1976), Die Letzten beißen die Hunde (1974)
John Mitchum
John Mitchum
6 Filme
Der Texaner (1976), Der Unerbittliche (1976), Ein Fremder ohne Namen (1973), Dirty Harry 2 - Callahan (1973), Dirty Harry (1971), Westwärts zieht der Wind (1969)
Sondra Locke
Sondra Locke
6 Filme
Dirty Harry kommt zurück (1983), Bronco Billy (1980), Mit Vollgas nach San Fernando (1980), Der Mann aus San Fernando (1978), Der Mann, der niemals aufgibt (1977), Der Texaner (1976)
Absolute Power (1997), Mitternacht im Garten von Gut und Böse (1997), Der Wolf hetzt die Meute (1984), Bronco Billy (1980)
Kyle Eastwood
Kyle Eastwood
4 Filme
J. Edgar (2011), Honkytonk Man (1982), Bronco Billy (1980), Der Texaner (1976)
Back in the Game (2012), Invictus - Unbezwungen (2009), Gran Torino (2008), Flags of Our Fathers (2006)
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4 Filme
Mit Vollgas nach San Fernando (1980), Der Mann aus San Fernando (1978), Der Texaner (1976), Ein Fremder ohne Namen (1973)
John Russell
John Russell
3 Filme
Pale Rider - Der namenlose Reiter (1985), Honkytonk Man (1982), Der Texaner (1976)
Sergio Leone
Sergio Leone
3 Filme
Zwei glorreiche Halunken (1966), Für eine Handvoll Dollar (1966), Für ein paar Dollar mehr (1965)
Mit Vollgas nach San Fernando (1980), Der Unerbittliche (1976), Dirty Harry (1971)
Pat Hingle
Pat Hingle
3 Filme
Dirty Harry kommt zurück (1983), Der Mann, der niemals aufgibt (1977), Hängt ihn höher (1968)
Invictus - Unbezwungen (2009), Million Dollar Baby (2004), Erbarmungslos (1992)
Laura Linney
Laura Linney
3 Filme
Sully (2016), Mystic River (2003), Absolute Power (1997)
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