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Alexander Payne

Familienstand

Nationalität Amerikanischer
Geburtstag 10. Februar 1961 (Omaha, Nebraska - USA)
Alter 56 Jahre alt

Biographie

Im Fall von Alexander Payne macht es durchaus Sinn, die abgenutzte Floskel von der „Magie des Kinos“ zu bemühen. Wie von Zauberhand verschmelzen bei ihm Komödie und Drama, Independent-Kino und Blockbuster. Seine Filme handeln von Sinn-Suche, Verlust und Familien-Tragödien, spielen aber vor betont hellen Kulissen wie etwa den malerischen Küsten Hawaiis oder den Weinbergen Kaliforniens. Häufig entstammen seine Figuren der gehobenen Mittelschicht, und mit psychologischer Akribie und hervorragenden Dialogen arbeitet Payne deren Untiefen heraus. Dafür begeben sich gerne auch Hollywood-Stars in kompromittierende Rollen, so zum Beispiel Jack Nicholson als Witwer auf Abwegen in „About Schmidt“ oder George Clooney als gescheiterter Familienvater in „The Descendants“. Erstaunlich ist, dass Payne es nicht nur schafft, seinen Charakteren bei aller Ironie stets ihre Würde zu lassen, sondern sie zu Identifikations-Figuren zu machen, mit denen man lacht und weint – meist beides zugleich.

Spöttelnd zum Erfolg

Seine formale Ausbildung erhielt Alexander Payne an der Filmhochschule UCLA in Los Angeles im Anschluss an ein Stanford-Studium in Spanisch und Geschichte, das ihm nach eigener Aussage geholfen hat, seine späteren Charaktere zu analysieren und zu beschreiben. Auf sein Langfilm-Debüt von 1996, „Baby Business“ mit Hauptdarstellerin Laura Dern in der Rolle der drogensüchtigen Ruth Stoops, folgte drei Jahre später der Durchbruch an den Kinokassen: Für die bissige Satire „Election“ schickte er Reese Witherspoon und Matthew Broderick gegeneinander in den Highschool-Wahlkampf. Als Komödie getarnt, ist der Film ein cleveres Lehrstück über Moral, für das Payne als Co-Autor für einen Oscar für das beste Drehbuch nominiert wurde. Sein Talent als Script-Schreiber war zeitgleich bei der Überarbeitung des Buchs zu „Jurassic Park III“ gefragt. Auch später trat Payne immer wieder als Autor in Erscheinung, so etwa 2007 für die Klamotte „Chuck und Larry – Wie Feuer und Flamme“. Mit diesem Projekt war ihm allerdings weniger Erfolg beschieden, das Drehbuch wurde in der Kategorie „Schlechtestes Drehbuch“ für eine Goldene Himbeere nominiert.

Mid-Life-Krisen und Kritikerjubel

Zwar urkomisch, dabei jedoch deutlich weniger sarkastisch als „Election“ fiel Alexander Paynes nächster Film aus: „About Schmidt“ von 2002 zeigte den Regisseur als reifen Künstler, der es nicht nur versteht, seine Schauspieler meisterlich zu führen (und Jack Nicholson so zu einer der besten Leistungen seiner späten Karriere zu leiten), sondern der auch mit psychologischem Scharfblick und lebensechter Charakter-Zeichnung zu begeistern weiß. Nicht umsonst erhielt der Film zwei Oscar- und zahlreiche Golden-Globe-Nominierungen. Prämiert wurde er letztlich mit Golden Globes für den besten Hauptdarsteller und das beste Drehbuch. Ebenso sensibel gezeichnet, wenn auch mit mehr humoristischen Anteilen, wurde nur zwei Jahre später „Sideways“ zum Kassen-Erfolg. Der Film zeigt den bestens aufgelegten Paul Giamatti als gescheiterten Schriftsteller bei seinem Junggesellen-Abschied in der betörenden Landschaft der kalifornischen Weinberge – ein Kontrast, aus dem Payne erneut künstlerisches Kapital zu schlagen versteht. Wiederum hagelte es Nominierungen bei den Academy Awards und den Golden Globes, Payne und Co-Autor Jim Taylor wurden in der Kategorie „Bestes adaptiertes Drehbuch“ mit dem Oscar ausgezeichnet. Mit dem intelligenten und schwungvollen Drama „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“ konnte Payne 2012 nahtlos an seine jüngeren künstlerischen Erfolge anknüpfen, und auch George Clooney machte in der Hauptrolle des Anwalts Matt King mit seinen geschmacklosen Hawaii-Hemden eine gute Figur. Folgerichtig gab es erneut einen Oscar für das beste adaptierte Drehbuch, sowie je einen Golden Globe für das beste Filmdrama und den besten Hauptdarsteller.

Die ersten Filme und Serien

Carmen
Carmen
1985
Inside Out
Inside Out
1991
Inside Out III
Inside Out III
1992
Baby Business
Baby Business
1996

Die besten Filme und Serien

Die Karriere in Zahlen

33
Karrierejahre
0
Preis
22
Filme
1
Serie
0
Nominierung
0
Kinostart

Bevorzugte Genres

Komödie : 36 %
Drama : 32 %
Tragikomödie : 23 %
Sci-Fi : 9 %

Seine FILMSTARTS-Statistiken

1
Video
11
Bilder
19
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