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    Die Brücke - Transit in den Tod
    User-Kritiken
    Pressekritiken
    Durchschnitts-Wertung
    3,9
    63 Wertungen - 5 Kritiken
    Verteilung von 5 Kritiken per note
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    flo11
    flo11

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    4,5
    Veröffentlicht am 25. März 2020
    Fast perfekte erste Staffel! Die Öresundbrücke ist weltweit die längste Schrägseilbrücke für kombinierten Straßen- und Eisenbahnverkehr. Sie verbindet die dänische Hauptstadt Koppenhagen mit Malmö in Schweden. Eigentlich ist das ja ein merkwürdiger Ort für einen Kriminalfall. Die Öresundbrücke ist ja sogar Namensgeber für den Titel der Serie (Die Brücke-Transit in den Tod). Zuerst dachte ich die Brücke spielt bestimmt nur eine kleine Rolle. Doch ich wurde überrascht, so wie auch bei vielen anderen Geschehnissen in dieser Serie. Mitten in der Nacht fällt auf einmal die Beleuchtung für die Öresundbrücke aus. Doch nach wenigen Minuten geht sie plötzlich wieder an und es liegt eine Leiche auf der Brücke, genau auf den Grenzstreifen, der Dänemark und Schweden trennt. Der dänische Kriminalkommissar Martin Rhode und die schwedische Kriminalkommissarin Saga Norén werden mit diesem Fall beauftragt. Zunächst sieht der Fall aus wie jeder Andere. Doch der Täter ruft einen Journalisten an und erzählt ihm, dass er auf fünf Missstände aufmerksam machen will. Die Polizei muss ihn so schnell wie möglich finden, bevor es noch weitere Todesopfer gibt. Die Story ist einfach genial! Man weiß einfach nie, was als nächstes passieren könnte. Die Geschichte ist total verworren und anspruchsvoll. Das macht sie unglaublich spannend. Auch ist die Geschichte durchgehend von Anfang bis zum Ende logisch und nachvollziehbar, egal worum es geht, z. B. auch das Motiv des Täters. Vor allem der Mittel teil ist sehr stark und spannend. Zum Ende hin wird die Story zwar etwas schwächer, aber das ist meckern auf hohem Niveau. Die Missstände, die der Brückenmörder aufzeigt, lassen sich eins zu eins auch in unsere heutige Welt übertragen. So gibt die Serie auch gewisse Botschaften an den Zuschauer weiter und man wird zum Nachdenken animiert. In der ersten Staffel ist auch einfach alles dabei: Dramatik, Humor, Spannungund auch das thrillerhafte. Deswegen befindet man sich auch auf einer Achterbahn der Gefühlen. Mal muss man lachen, mal weinen und dann reißt man wieder vor Spannung die Augen auf. Diese Momente sind auch perfekt angeordnet, so dass es nie langweillig wird. Die vielen Nebenstränge heben die Story noch einmal auf ein viel höheres Niveau. Anfangs kommen sie einem noch unwichtig vor. Doch jeder dieser Nebenstränge führt mit einem Überraschungsmoment zum Hauptstrang und das auch noch genau in dem Moment, wo man sich frägt, was mit dieser Nebenerzählung überhaupt bezwegt wird. Wer einmal nicht aufpasst, wird die Story nicht mehr nachvollziehen können. Das sorgt dafür, dass man die ganze Zeit über wachsam und konzentriert ist. Noch nie hatte ich bei einer Serie das Gefühl, dass kein einziger Moment verschwendet ist. Dieses Gefühl konnte ich nun bei dieser Serie zum ersten Mal spüren. Was will man den noch bei einer guten Serie? Natürlich starke Figuren! Und diese kann die Serie voll und ganz liefern. Ihre Hintergrundgeschichte wird mit jeder Folge weiter durchleuchtet und ihr Privatleben wird eindrücklich gezeigt. Das macht sie menschlich und auch sehr sympathisch. Man ist die ganze Zeit voll auf ihrer Seite und fiebert mit ihnen mit. Ein starke emotionale Bindung zu ihnen entsteht. Und auch der Bösewicht ist extrem stark. Auch seine Motive sind nachvollziehbar und man kann ihn verstehen. Das heißt keineswegs, dass die Serie sein Verhalten versucht zu rechtfertigen, aber sie bringt den Zuschauer doch zum Nachdenken und man frägt sich, ob man nicht vielleicht sogar auch so handeln würde. Starke Figuren allein nützen allerdings auch nichts ohne starke Schauspieler und auch diese kann die Serie präsentieren. Die Schauspielerin Sofia Helin spielt fantastisch Saga Norén, die an dem Asperger-Syndrom leidet. Sie sorgt dafür, dass der Zuschauer nun ganz anders über Menschen mit dem Asperger-Syndorm denken. Denn sie zeigt, dass auch Menschen mit Asperger-Syndorm Gefühle zeigen. In diesen emotionalen Momenten ist sie besonders stark. Nicht vergessen darf man auch Kim Bodina, der den Dänen Martin Rhode spielt. Er kommt sofort sympatisch rüber. Fazit: Die Brücke-Transit in den Tod Staffel 1 ist eine fast perfekte Serie, der aber noch das gewisse etwas zum Meisterwerk fehlt. Besonders Punkten kann die Serie aufgrund ihrer verworenen und gleichzeitig unglaublich spannend Story und ihren ganzen Nebensträngen. Auch die Figuren und deren Schauspieler sind hervorragend. Deswegen erhält die erste Staffel von mir 4,5 Sterne. Die Neugier auf eine zweite Staffel ist geweckt! Doch wie soll auch die zweite Staffel den Titel die Brücke tragen? Was könnte denn sonst noch an einer Brücke geschehen? Ich bin gespannt!
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