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Tote Mädchen lügen nicht
Originaltitel 13 Reasons Why
Creator: Brian Yorkey (2017) | USA | 60 Minuten
In Produktion
Drama
User-Kritiken
Durchschnitts-Wertung
4,2
278 Wertungen - 29 Kritiken
52% (15 Kritiken)
24% (7 Kritiken)
3% (1 Kritik)
7% (2 Kritiken)
14% (4 Kritiken)
0% (0 Kritik)
Deine Meinung zu Tote Mädchen lügen nicht ?
TheAce
TheAce

User folgen 1 Follower Lies die 32 Kritiken

5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 02.04.17

Sogar besser als das Buch, dramatisch und erzählerisch stark. Auch die Darsteller überzeugen, obwohl viele Szenen schwer zu spielen sind.

Marina D.
Marina D.

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1,5enttäuschend
Veröffentlicht am 05.05.17

Also ganz ehrlich – der ganze Hype um die Serie ist meiner Meinung nach nun wirklich nicht gerechtfertigt. Die ganzen Warnungen und das Getöse da herum… Ich habe keine Szene entdeckt, die mich wirklich schockiert hätte, und die ich nicht auch anderswo irgendwie schon mal gesehen hätte. Zudem habe ich die ganze Zeit darauf gewartet, dass endlich etwas passiert, was einen Selbstmord rechtfertigen würde… Gut, die Gegebenheit in Folge 12, klar. Aber dafür hätte man den ganzen Rest der Serie nun wirklich nicht gebraucht. Keiner der anderen hat so schlimm „gemobbt“, dass sich daraufhin jemand umbringen würde. Außerdem war Hannah auch nicht isoliert, sondern hatte immer auch Ansprache in der Schule, Bekannte, wenn sie auf Patys ging, haben sich die anderen Schüler gefreut, die meisten Schüler waren nett zu ihr – bis auf die ein oder andere mehr oder schlimmere Fiesheit. Mobbing ist dann doch eher etwas anderes. Dann habe ich mich zum Ende der Serie echt gefragt, weshalb die anderen die ganze Zeit so ein Gewese darum machen was passiert „wenn das alles raus kommt!“, „wenn die Kassetten bis zum Ende gehört werden!“, „unsere Leben sind dann ruiniert!“, usw usf. Keiner von denen, bis auf einer, hat etwas gemacht, was diese Ängste und Befürchtungen rechtfertigen würden. Moralisch gesehen war einiges mit Sicherheit nicht okay. Aber es geschah nichts, was solcherlei Ängste der anderen rechtfertigen würde. Und somit hat man am Anfang von Folge zu Folge darauf gewartet, dass etwas schlimmes in Hannahs Leben passiert. Oder dass überhaupt irgendwas passiert… Ich hatte erwartet, dass 13 handfeste Gründe geliefert würden, weshalb sich jemand umbringt. Dass man Sympathien entwickelt und mitleidet. Dass Spannungen entstehen und sich Dinge auflösen. Aber – sorry – hier plätschert eine Story vor sich hin, die eigentlich keine Story ist. Ich war am Ende echt genervt, weil man anfangs wartet, dass man die Auflösung erfährt, dass resigniert, dass immer noch nichts passiert ist – und so bis zum Ende durchhält, um dann ob der lauwarmen und mauen Geschichte mehr als enttäuscht ist. Das war nichts.

Bodystyle
Bodystyle

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1,5enttäuschend
Veröffentlicht am 01.08.17

ich glaub es liegt daran, dass ich schon 30 bin ;-) denn die Serie hat mich zu tode gelangweilt! Hab dann nach Folge 6 gleich die 13te Folge angeschaut um wenigstens das Ende zu sehen. Hab mich in den 7 Folgen die ganze Zeit gefragt "redet doch einfach miteinander". Wie gesagt, geschmackssache und ich wollte mitreden mit dem neuen "Hype". Das hab ich jetzt davon ;-)

Jess K.
Jess K.

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 07.06.17

Ich möchte hier auf die schlechten Bewertungen aufgrund von "da passiert ja nichts" und "ich habe auf schlimme Gründe gewartet" eingehen. Genau das ist es, was die Serie so real macht und einen nachdenken lässt. Kleinigkeiten, die anderen nicht auffallen, bzw. die als nicht so schlimm abgestempelt werden, weil sie - aus der Perspektive eines gesunden und mental starken Menschen - lächerlich und vielleicht nicht erwähnenswert sind, können dazu führen, sich immer missverstandener und einsamer zu fühlen. Genau das ist es, worauf man mehr achten muss. Wenn man das ein oder andere einfach weg stecken und weiter machen kann, sollte man dankbar dafür sein. Aber man darf nicht davon ausgehen, dass jeder diese Stärke besitzt. Die schauspielerische Leistung war super, das Setting stimmt und auch die Musikauswahl war immer stimmig. Ich kann nichts anderes als die volle Sternanzahl geben. Dennoch sind die Warnungen gerechtfertigt, da jede Folge ein ungutes Gefühl hinterlässt. Sollte die Serie aber nur ein paar Menschen dazu bewegen etwas mehr auf ihre Umwelt zu achten, ist, meiner Meinung nach, das Ziel erreicht.

Adrik M.
Adrik M.

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2,5durchschnittlich
Veröffentlicht am 26.04.17

13 Reasons Why wird m.E. unverhältnismäßig gehypt - Man muss dazu sagen, dass ich das Buch nicht kenne, aber gehört habe, dass die Serie dramaturgisch eher stärker als schwächer ist und die Figurenzeichnung in der Serie besser zu funktionieren scheint als im Buch - Das ist selten und grundsätzlich ein Plus - Ich mag die Schauspieler und ihre Leistung, ich mag generell die Production Values - Es sieht alles recht hochwertig aus und ich find auch die Erzählweise stimmig und raffiniert inszeniert, in denen sich die verschiedenen narrativen Ebenen überlappen, wenn Clay in beinahe detektivischer Manier versucht in die Abgründe von Hannah's Suizid zu blicken - ABER: Ich hab das Gefühl, als wäre das Highschool-Setting in den 80ern hängen geblieben - Wir haben alle typischen Stereotype vorliegen: Den schüchternen, sensiblen Außenseiter, den im Grunde alle irgendwie mögen, das zynische Goth-Girl, die egozentrische Tucke, die reichen footballspielenden Jocks, den coolen Mädchenschwarm mit dem desolaten Familienbackground und natürlich das künstlerische veranlagte Suicide Girl - Es gibt fast keine Person außer Clay, mit der man sich großartig identifizieren könnte, weil irgendwie alle primitive Egomanen sind, die komplett schwarz/weiß gezeichnet sind. Ich weiß nicht, mir kommt das alles ein bisschen plump vor, auch die Art und Weise wie hier teils Selbstjustiz als akkurates Mittel dargestellt wird. Tony ist tatsächlich noch die interessanteste Person (ich wird allerdings nicht spoilern) - Und: Es ist alles irgendwie ein bisschen träge vom Plotverlauf her, beinahe langweilig und man kann es nicht den Genreeigenheiten eines Dramas in die Schuhe schieben. Positiv anzumerken ist die für sich relativ sensible Behandlung von Themen wie Mobbing, Sexualität und Suizid mit einigen wirklich einfühlsamen Einzelmomenten - Durch die Stereotypisierung der Charaktere verliert das Ganze aber irgendwie seine Wucht. Ah ja, Menschen, die sexuellen Missbrauch hinter sich haben, oder unter Depressionen leiden, rate ich von der Serie dringend ab. Ich hab das Gefühl, dass sie eher negative emotionale Reaktionen zu triggern vermag.

Alena B.
Alena B.

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4,5hervorragend
Veröffentlicht am 28.04.17

Die Serie hat mich sehr überzeugt. Natürlich kam auch ich nicht an ihr vorbei da sie im Moment sehr gehypt wird. Was ich toll fand, war dass Geheimnisvolle , was ich durch die Serie gezogen hat. Ich war am Anfang sehr verwirrt und hatte sehr viele Fragen. Viele davon haben sich auch nicht am Ende geklärt, aber das finde ich gut. Das bedeutet, dass es vielleicht eine zweite Staffel gibt. das Thema ist sehr ernst. Es gab viele Szenen, wo ich gestürzt habe. Ich kann schon verstehen warum Psychologen die Serie für Suizidgefährdete, oder Menschen die körperliche Misshandlung widerfahren haben, nicht empfehlen. anderen rate ich sie behandelt ein wichtiges und bewegendes Thema mit welchem sich jeder auseinandersetzen sollte. Ich versichere dir am Ende der ersten Staffel sitzt du da und bist einfach nur geflasht von dieser Serie und hast 1000 offene Fragen.

Janne1922
Janne1922

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 03.04.17

Mega geile serie, sie ist fesselnt, traurig, gut erklärt, das ist meine neue Lieblingsserie, leider vergesse ich häufig einige Namen, da dort viele vorkommen. Ich kann garnicht mehr aufhören weiter zu gucken, dabei ist es bald schon spät abends u. Morgen ist Montag... Die Serie ist nicht unbedingt realistisch Gehalt, aber irgendwie doch schon, es gibt Momente in den ich denke: Wie hätte ich den bloß in der Situation gehandelt. Und in anderen: Mangut ich lebe nicht in solchen Situationen oder so etwas kommt wohl nicht häufig vor. Die Serie ist sowas von weiter zu empfehlen... 👍

Marco S.
Marco S.

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 07.04.17

Eine wirklich gute Serie, absolut sehenswert! Ich verstehe nicht ganz wie man so einer Serie weniger als 4 Sterne geben kann. Man weiß ja im Vorhinein, dass es sich um ein Drama handelt - und dieses ist wirklich gut umgesetzt. Spannend, dramatisch und emotional -> 5 von 5 Sterne!

Katja K.
Katja K.

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2,5durchschnittlich
Veröffentlicht am 05.04.17

Weiß nicht so recht was ich davon halten soll. irgendwie kommt keine Spannung auf aber zu ende gucken muss ich trotzdem

killermichi ..
killermichi ..

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1,0schlecht
Veröffentlicht am 28.04.17

Ich kann mit der Serie überhaupt nichts Anfangen. Es ist einfach zu langweilig. Vor paar Jahren schlug mir jemand vor das Buch zu lesen, ich versuchte es, brach aber sofort wieder ab. Ich schaute 3 Folgen in der Hoffnung es wird noch spannend. Meiner Meinung nach Netflix größter fail.

Melanie W.
Melanie W.

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 13.06.18

Super spannende Serie! Für Menschen mit den Problematiken könnte es aber Triggern. Ich freue mich auf eine weitere Staffel

KaR o.
KaR o.

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 29.05.18

Wegen guter Kritiken habe ich mir sie Serie angeschaut und wurde auch keines Falls enttäuscht. Ich fand sie vom ersten Augenblick an mitreissend. es gibt mal hier oder da wie bei jeder Serie eine Folge die nicht so spannend ist aber die guten Teile überwiegen da bei weitem. Als dann die 2. Stall rauskam, dachte ich dass das nicht viel dabein rumkommen kann, denn die erste Staffel schien schon alles erzählt zu haben. Da habe ich mich wohl getäuscht :) Die 2. finde ich nun noch um einige besser, mehr Spannung und mehr aktion. Um einige negatif Kritiken zu beantworten: ja es ist eine Teenager-Drama-Serie, nat¨rulich geht es um "kinderkram" und rumgesülze... es sind halt Teenager : ich würde mich über eine 3. Staffel freuen.

Stressed out -.
Stressed out -.

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1,5enttäuschend
Veröffentlicht am 27.05.18 - Mehr zu Tote Mädchen lügen nicht - Staffel 2

Leider ein totaler Flop. Sie wiederspricht größtenteils der ersten. Hatte zwar nicht viel Erwartungen an diese Staffel, aber Netflix hat es tatsächlich geschafft die noch zu untertreffen.

Christina S.
Christina S.

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5,0Meisterwerk
Veröffentlicht am 19.05.18

Nachdem ich die 2te Staffel nun auch hinter mir habe und einen Moment in mich gegangen bin muss ich sagen das die Themen gut rübergebracht wurden. Und auch zum Nachdenken Anlass gibt. Als ich den trailer sah dachte ich nicht das es so realistisch und überzeugend auf die Themen eingegangen wird. Ich war erst erschrocken darüber nach der ersten Staffel die ich direkt 2 mal schauen musste- doch den Sinn auf die Themen wie Gewalt, mobbing, Vergewaltigung und Drogen einzugehen sehe ich dort. Man sollte vor allem auf die Menschen und auf die Kleinigkeiten ach geben die im Umfeld sind. Auch die 2te Staffel hat mich sehr überrascht, sie war mitreißend und sehr gefühlsintensiv. Dazu ein neues Thema Waffengebrauch und Amoklauf was auf das reales zutrifft. Natürlich werden die anderen Themen auch noch integriert und zu Ende gebracht. Ich bin auf eine hoffentlich 3te Staffel schon sehr neugierig.

Cursha
Cursha

User folgen 18 Follower Lies die 758 Kritiken

4,0stark
Veröffentlicht am 19.05.18 - Mehr zu Tote Mädchen lügen nicht - Staffel 2

Eine Münze hat immer zwei Seiten. Als die zweite Staffel von "Tote Mädchen lügen nicht" angekündigt wurde kam die Frage auf worum es den jetzt noch gehen sollte. Schließlich war doch alles erzählt. Hannas Geschichte wurde zu Ende erzählt und es blieb genug Spielraum für den Zuschauer um das Ende verschieden zu interpretieren. Aber die zweite Staffel hat mich, trotz anfänglicher Skepsis, doch überzeugt. Der Grund ist einfach, wir bekommen die andere Seite der Münze und die Macher vertiefen sich gezielt darauf ihre Figuren weiter in den Vordergrund zu stellen und sie nicht als eindimensionale "Bösewichte" abzustempeln. Die zweite Staffel startet fünf Jahre nach den Ereignissen der ersten Staffel und fasst zum Einen das Gerichtsverfahren der Bakers gegen die Schule auf, durchleuchtet aber auch weiter die 13 menschlichen Gründe, die für Hannas Suizid verantwortlich sind. Hier befinden sich die größten Stärken und Schwächen. Wie zuvor bereits dargelegt dreht die Serie den Spieß nun um und durchleuchtet die Hintergründe der einzelnen Figuren und erzählt die Geschichte weiter aus einem anderen Gesichtspunkt. Das macht die Serie in so fern interessanter und komplexer, da sie uns die Einfachheit der ersten Staffel abnimmt, in der es klar die "Bösen" gab und Hanna nur das Opfer war. Die Figuren bekommen eine ganz neue Dynamik und werden dem Zuschauer realistischer präsentiert. Zugleich zeigt sie uns an dieser Stelle auf die Komplex das Individuum ist und wie unterschiedlich die Blickpunkte eines jeden einzelnen auf den Anderen ist. Jeder nimmt jeden anders wahr. Jeder interpretiert Dinge anders. Auch das der Fokus verstärkt auf eine verkleinerte Gruppe von Figuren gelegt wird tut dem ganzen extrem gut. Die Themen der Serie werden gewohnt ernst und kritisch aufgefasst. Humor gibt es wenig bis gar nicht und zu jedem Zeitpunkt herrscht eigentlich eine sehr beklemmende Stimmung, die in keiner der 13 Folgen abfallen will. Während der Suizid von Hanna weiter stark im Vordergrund steht, werden auch Themen wie Vergewaltigung, Mobbing, Homosexualität, Waffenmissbrauch, Vandalismus oder Drogenmissbrauch weiter thematisiert. Wenn gleich an manchen Stellen das Szenario doch stark überzogen wird. Ich fragte mich schon ob es in einer amerikanischen High-School so zu geht und in wie fern es der Realität gleicht. Aber die Themen sind ernst und werden zurecht von den Machern angesprochen. Doch bleibt die zweite Staffel auch nicht von Schwächen verschont. Abgesehen das manches zu überzogen wirkt (was leider gegen Ende durch Themen wie Vandalismus, Waffengebrauch u.a. deutlich wird), ist es in der ersten Hälfte vor allem das Tempo. Die Serie braucht zu lange um in Fahrt zu kommen und die Nebengeschichte um die Polariodbilder wirkt etwas konstruiert und überzogen. Auch die Nebenhandlung um Tyler wirkt an manchen Stellen wie ein Fremdkörper, wenn gleich sie aber für dessen Charakterentwicklung und das Ende absolut notwendig ist. Zwei weitere Dinge fallen da noch etwas ins Gewicht. Zum Einen wie man Hanna in die Geschichte eingebaut hat. Dazu will ich nichts weiteres sagen, aber sie reist doch immer wieder aus der Handlung. In den Flashbacks fand ich dies durchaus gut, oder um die Sichtweise der Anderen in Bildsprache zu fassen, aber der zweite Weg wie sie eingebaut wurde, wirkt leider etwas überzogen. Zum Andern ist es die Darstellung von Bryce, der in der zweiten Staffel klar als Schurke geschrieben wurde und sogar von seiner Art her schlimmer ist als Joffrey Baratheon. Er wird, im Vergleich zu den Anderen in keinster weise menschlich gezeigt und ist zu jedem Zeitpunkt einfach nur ein mieses Arschloch. Es gibt keine Erklärungen, keine andere Seite. Im Gegenteil, die Macher hauen sogar durch eine Unterhaltung mit seiner Mutter im Wohnzimmer noch einen ganz gewaltigen Knall heraus, was ich persönlich dann als zu viel empfand. Außerdem wirkt es einfach nicht so organisch wie noch in Staffel 1. Hier wirkt vieles konstruierter und leider hatte ich die letzte Folge schon vollkommen voraus geahnt Spoiler: (Inklusive Justins Adoption und Tylers Amoklauf) Leider wirkten auch viele Ereignissen nicht passend zur ersten Staffel. Jedoch überwiegt auch hier am Ende wieder das Positive und dies ist zunächst die bereits angesprochene andere Seite der Münze. Die Rahmenhandlung um das Gericht ist wunderbar gelungen und auch die Nebenthemen werden sehr gut eingefangen und verpackt. Im Gegensatz zur ersten Staffel bekommen Cortney, Ryan, Marcus, Sheri, Skye und auch Hannas Vater nur noch kleine Rollen, wodurch sich der Fokus auf die anderen Figuren legt, die damit in den Vordergrund rücken. Während ich mit Bryce eher unzufrieden war, ist auch Tyler eher enttäuschend von der Handlung her. Die Erwachsenen machen ihre Sache alle gut und egal ob Kate Walsh als Hannas Mutter oder Derek Luke als Mr. Polter, sie überzeugen und bekommen glaubhafte, weitere Handlungsentwicklungen. Die Stärken liegen aber beim jungen Cast. Während Dylan Minette wieder gewohnt überzeugt und sich in Hollywood gefestigt hat, kann auch seine Co-Partnerin Katherine Langford als Hanna wieder überzeugen und beide spielen ihre Parts absolut hervorragend. Wenn gleich aber ihre Geschichte nun erzählt scheint. Vor allem Hanna, die ich in Staffel 3 nicht mehr als zentrales Thema brauche, da die Serie sich davon weitestgehend gelöst hat und eigenen Wege gehen kann. Mit Clay bin ich gespannt wie es weiter geht. Interessanter waren da aber die Nebenfiguren. Zach bekommt einen sehr viel größeren Part als in Staffel 1 und dies tut ihm und seiner Figur gut. Interessanter ist aber die Entwicklung von Alex, der sich bekanntlich am Ende von Staffel 1 in den Kopf geschossen hatte. Das Thema wird weiter aufgegriffen und Alex und seine gescheiterter Suizid wird zu einem der interessantesten Punkt der zweiten Staffel und zu einem Spiegel von Hannas Handlung. Beide kamen an den selben Punkt nur das man aus Alex Sicht sehen kann wie es hätte weiter gehen können und wie Lebenswert das Leben doch sein kann. Leider verschwindet sein Charakter etwas in der zweiten Hälfte. Und hier macht Miles Heizer einen super Job. Die größten Stärken sind aber Alisha Boe und Brandon Flynn als Jessica und Justin. Erstere sieht sich immer noch in dem Konflikt ihrer Vergewaltigung und mehr will ich dazu nicht sagen, außer dass Boe absolut überragend spielt und der heimliche Held der Staffel ist. Sie wirkt so glaubhaft und man leidet mit ihrer Figur mit. Gleiches gilt für Brandon Flynn als Justin, für den man nach seinem Verschwinden ebenfalls tolle Ideen hatte und der wunderbar geschrieben wurde. Auch er bekommt viele menschliche Seiten, wirkt gebrochen, fertig und man fühlt mit ihm mit. Er wird zu einem der tragischsten Figuren der Serie und auch zu einem Held, wenn man sieht was er am Ende tut. Zusammen mit Boe und auch Heizer gehören ihm klar die Besten und auch emotionalsten Momente der Staffel. Fazit: Suizid, Vergewaltigung, Mobbing, Homosexualität, Waffenmissbrauch, Vandalismus oder Drogenmissbrauch. Die zweite Staffel von "Tote Mädchen lügen nicht" ist eine wunderbare positive Überraschung, die die ernsten Themen sehr respektvoll, aber auch anstößig und diskussionswürdig aufgreift und dabei etwas schafft was nur wenige Serien und Filme schaffen, sie kann komplexe und vielschichtige Figuren zeichnen, die beide Seiten der Medaille tragen. Dies macht auch die dramaturgischen und inszenatorischen Schwächen weg, die durch aus da sind, aber durch die Ernsthaftigkeit und das großartige Schauspiel der Jungsstars (vor allem Boe, Flynn, Heizer und Minette) verblassen. So bleibt eine starke Serie, die wohl weiterhin umstritten sein wird, aber absolut notwendig ist und sich etwas traut. ABER ACHTUNG !!!! Nicht jeder wird mit dem Szenario umgehen können, daher also VORSICHT ! beim schauen.

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