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Sherlock
Creator: Steven Moffat, Mark Gatiss (2010) | Großbritannien | 90 Minuten
In Produktion
Abenteuer
Drama
Krimi
User-Kritiken
Durchschnitts-Wertung
3,9
39 Wertungen - 3 Kritiken
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chrissigorn
chrissigorn

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4,0stark
Veröffentlicht am 05.01.14 - Mehr zu Sherlock - Staffel 3

Kurzkritik zu Episode 1 von Season 3: "The Empty Hearse" Die dritte Staffel von "Sherlock" startet mit einer gelungenen ersten Folge. Ich habe sie in Holland über BBC gesehen und war überrascht, wie souverän (inhaltlich) die Geschichte von Sherlock fortgesetzt wird. Technisch und inhaltlich kann "The Empty Hearse" an das Niveau von Staffel 2 anknüpfen. Meine Erwartungen waren gerade nach der letzten Episode sehr hoch - und wurden erfüllt! "The Empty Hearse" ist recht emotional und stellenweise sehr humorvoll. Es gibt allerdings keinen richtigen Fall, der die Handlung der Folge von Anfang bis Ende bestimmt. Vielmehr handelt es sich bei der ersten Episode von Staffel 3 um reichlich Stückwerk, was allerdings unumgänglich ist, da viele Ereignisse aufgearbeitet werden müssen. So wird etwa der Versuch unternommen zu erklären, wie Sherlock seinen Sprung vom Dach der Pharmazie überlebt hat. Andere thematische Schwerpunkte sind das Aufeinandertreffen von Sherlock und Watson sowie Mrs. Hudson, Mycroft, Molly und Lestrade, die Einführung neuer Charaktere (etwa Watsons Verlobte Mary Morstan oder Sherlocks Fan, der bereits in der Mini-Episode "Many Happy Returns" zu sehen war) und zahlreiche Szenen an Einzelschauplätzen, die das Chaos (das Ausheben von Moriatys Netzwerk) zeigen, vor dem Sherlock steht. Einen Fall gibt es zwar auch in "The Empty Hearse", doch spielt dieser eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Der dritten Staffel würde es gut tun, die in Episode 2 und 3 stattfindenden Ereignisse konzentrierter und fallbezogener zu zeigen. Bei "The Empty Hearse" kann man noch ein Auge zudrücken, da die konfuse Nebeneinanderstellung diverser Handlungen förmlich zum Inhalt der Episode passt. Trotzdem wirkt "The Empty Hearse" etwas zerfasert. Die Einzelszenen sind jedoch für sich sehr gelungen. Auch schauspielerisch gibt es keinen Grund zu Tadel: alten wie neuen Darstellern merkt man ihre Spielfreude an. Besonders gelungen finde ich das Schauspiel von Martin Freeman (Watson), Una Stubbs (Mrs. Hudson) und Armanda Abbington (Mary). Während Freeman besonders zu Beginn einige fein nuanciert dargestellte melancholische und dramatische Momente hat, besticht Abbington durch angenehme Natürlichkeit. Stubbs überträgt ihre Begeisterung über Watsons geplante Hochzeit und Freude über die Wiedervereinigung von Sherlock und Watson durch gezieltes (aber nicht zu krasses) Overacting auf den Zuschauer. Und natürlich soll auch Benedict Cumberbatch nicht unerwähnt bleiben, der seine Rolle als Sherlock gewohnt trocken - diesmal sogar mit stellenweise aufblitzendem Humor und Einfühlungsvermögen (!) - gibt. Es gibt viele Fäden, die in "The Empty Hearse" zusammengeführt werden müssen. Wie bereits erwähnt, sind die einzelnen Handlungsstränge dabei gelungen und in sich stimmig. Untermalt wird das Handlungskonstrukt dabei durch verschiedene, immer passende Musikstücke. Ebenfalls gelungen sind die bekannten Anspielungen auf zeitgenössische Themen (Hashtags) und das Spielen und ironische Brechen mit den Erwartungen der Zuschauer und üblichen Krimi-Klischees. "The Empty Hearse" ist eine insgesamt reife Episode auf der Höhe der Zeit, greift dabei auf souveräne Weise die letzte Episode der zweiten Staffel auf. Die Folge ist nie albern, sondern oft sehr emotional (etwa die Szenen zwischen Molly und Sherlock) und hat einige kreative Regieeinfälle. Etwas irritierend bzw. anstrengend ist dagegen die sehr verspielte Kameraführung. Immer wieder gibt es Einstellungen, in denen mehr Lensflares (Lichtreflexe) als Schauspieler zu sehen sind. Der Einsatz zahlreicher Zeitlupen während einer Motorradfahrt, hippe Überblendungen und Übergänge sowie Textbausteine wirken diesmal zu aufdringlich. Dies führt dazu, dass die Episode "The Empty Hearse" manchmal etwas überdreht wirkt und durch die vielen Handlungsebenen ein einheitlicher roter Faden fehlt. Die letzte Episode der zweiten Staffel "The Reichenbachfall" wirkte in sich geschlossener, war von Anfang bis Ende düster, das Design rund. "The Empty Hearse" ist dagegen rastlos, expulsiv, lustig - dann wieder dramatisch, erinnert mal an eine Komödie (glücklicherweise eher dezent), dann ein einen Film-Noir. Die Folge findet keine einheitliche Form, was zwar einen etwas unrunden Eindruck hinterlässt, andererseits aber dazu führt, dass die Folge zu keiner Sekunde langweilig wirkt. Mein Fazit: "The Empty Hearse" kommt nicht ganz an die derzeit besten Folgen der Serie "The Reichenbachfall" (10/10 Punkte) und "A Scandal in Belgravia" (9/10 Punkte) heran, ist insgesamt aber definitiv eine sehr gute Folge und ein Muss für jeden Sherlock-Fan. Wenn Episode 2 und 3 ein ähnlich hohes Niveau haben, wird die dritte Staffel ein Fest und eine großartige Fortsetzung der ersten beiden Staffeln! "The Empty Hearse" ist in jeder Sekunde Sherlock pur und zeigt einmal mehr auf, dass intelligente und spannende Unterhaltung auch im Fernseh-Format möglich ist. Sherlock ist weiterhin eine der besten Serien, die bisher produziert wurden, und "The Empty Hearse" tut dem kein Abbruch. Highly Recommended! :

Nörgolas
Nörgolas

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1,5enttäuschend
Veröffentlicht am 11.06.14 - Mehr zu Sherlock - Staffel 3

[...]Es dient Gatiss nur als Füllmaterial für die sich auftuenden Lücken, wenn er nicht gerade eines der möglichen Szenarien durchspielt oder sich auf peinlichste Weise über Fans der Serie lustig macht. Ebenso grauenvoll ist das Pacing, in der Motorrad-Szene wird durch hektisches Schnitte-Staccato versucht… ja, was wird hier eigentlich versucht? Das Ganze realistischer wirken zu lassen? Sodass der Zuschauer sich wie mittendrin fühlt? Ernsthaft, keine Ahnung. Fakt ist: Es zerstört jeglichen Anflug von Atmosphäre und/oder Spannung, genau wie die Szenen in Sherlocks Gedächtnispalast so aussehen, als hätte ich sie daheim auf dem Laptop mit meiner uralten Version des Windows Movie Maker zusammengebastelt. Von den gut platzierten Onelinern und cleveren Pointen ist nichts mehr übrig geblieben, selbst Benedict Cumberbatch ist nicht mehr in der Lage, seinem soziopathischen Meisterdetektiv genügend Charisma einzuhauchen (tatsächlich muss man sich ganz schön anstrengen, um ihn in dieser Folge nicht zu hassen). Und der tolle Martin Freeman? Der sieht aus wie ein freundlicher Igel mit Pornoschnäuzer. Naja, immerhin das muss ich der Folge lassen.[...] [bezieht sich auf THE EMPTY HEARSE]

LazerYT
LazerYT

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4,0stark
Veröffentlicht am 25.08.18 - Mehr zu Sherlock - Staffel 3

Staffel 3 des bisherigen Meisterwerks SHERLOCK ist zwar immernoch eine Klasse Serie,kann allerdings nicht mit den ersten beiden Staffeln mithalten.

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