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    Golden Globes 2019: Die Gewinner in den TV-Kategorien
    Von Christoph Petersen — 07.01.2019 um 05:00
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    Vergangene Nacht wurden in Los Angeles von der Hollywood Foreign Press Association zum 76. Mal die Golden Globes verliehen. Wir sagen euch, wer die goldenen Statuen in den TV-Kategorien abgeräumt hat:

    1. +

    Beste Serien

    Die Mitglieder der Hollywood Foreign Press Association (HFPA) vergeben ihre Golden Globes traditionell gerne an neue Serien, bei denen sie so mithelfen können, sie (noch) populärer zu machen. Aber in diesem Jahr gehen sie genau den umgekehrten Weg und zeichnen das immer noch zu wenig wertgeschätzte Spionage-Drama „The Americans“ für seine – absolut brillante – finale Staffel aus. Wäre sich die HFPA hier treu geblieben, hätte eigentlich „Bodyguard“ oder „Killing Eve“ gewinnen müssen.

    Bei den Comedy-Serien ging der Hauptpreis an die Sitcom „The Kominsky Method“, in der sich „The Big Bang Theory“-Schöpfer Chuck Lorre mal an ein wenig anspruchsvolleren Humor herangewagt hat. Auf Netflix ist die mit Michael Douglas und Alan Arkin starbesetzte Serie zwar ein wenig untergegangen, aber es geht darin halt um Hollywood, das Schauspielgeschäft und die Wasserlassen-Probleme alter Männer. Also genau das richtige Ding für die HFPA, die mit mutigeren, provokanteren Stoffen wie „Barry“ oder „Kidding“ dann vielleicht doch nicht so viel anfangen können.

    Beste Schauspieler

    Ist es nicht etwas offensichtlich, wenn man seine eigene Moderatorin mit einem der Hauptpreise auszeichnet? Schon, aber in diesem Jahr ging es wohl einfach nicht anders. Denn Ex-„Grey’s Anatomy“-Star Sandra Oh ist in der „Killing Eve“ einfach der absolute Wahnsinn und alles andere wäre schon eine ziemliche Überraschung gewesen. Da muss man der HFPA bei der Vergabe des Golden Globe für die Beste Schauspielerin in einer Drama-Serie also wirklich keine Vorhaltungen machen. Eine kleine Überraschung ist hingegen der Award für Rachel Brosnahan als Beste Schauspielerin in einer Comedy-Serie für „The Marvelous Mrs. Maisel“. Zwar hat sie den Golden Globe für ihre Rolle als eine Hausfrau, die sich in den 1950er Jahren dazu entschließt, Karrriere als Stand-up-Komikerin zu machen, absolut verdient. Allerdings hat sie Golden Globe für die Amazon-Prime-Produktion auch schon im vergangenen Jahr gewonnen. Und die HFPA zeichnet Schauspieler im Gegensatz zu den Emmys sehr selten mehrfach hintereinander für dieselbe Rolle aus.

    Der Preis für den Besten Schauspieler ging – durchaus ein wenig überraschend – an den ehemaligen „Game Of Thrones“-Star Richard Madden für seine Leistung in der Thriller-Serie „Bodyguard“, was neben seiner (ja eher wortkargen) Performance auch mit der unglaublichen Popularität der BBC-Netflix-Co-Produktion zu tun haben dürfte. Als Bester Schauspieler in einer Comedy-Serie wurde hingegen Leinwand-Legende Michael Douglas für seine Rolle als Schauspiel-Lehrer in der Netflix-Produktion „The Kominsky Method“ ausgezeichnet. Damit setzte er sich gegen eine Reihe von jüngeren Kollegen wie Donald Glover oder Bill Hader durch. Aber die HFPA vergibt ihre Preise traditionell gerne an möglichst große Stars – und größer als Michael Douglas geht es ja kaum!

    TV-Film oder Mini-Serie

    Bei den Mini-Serien war die Konkurrenz in diesem Jahr fast noch stärker als bei den Drama- und Comedy-Serien. Am Ende hat sich die zweite Staffel von „American Crime Story“ durchgesetzt: In „The Assassination Of Giovanni Versace“ geht es, wie der Titel schon verrät, um den legendenumrankten Mord an dem legendären Modeschöpfer (Édgar Ramírez). Damit hat sich das Krimi-Melodram unter anderem gegen die mitfavorisierten Mini-Serien „Sharp Objects“, „Escape At Dannemora“ und „A Very English Scandal“ durchgesetzt.

    Die Kategorie „Beste Schauspielerin in einem TV-Film oder einer Mini-Serie“ zählte ebenfalls zu den bestbesetzten des Abends. Mit Patricia Arquette als zwei Insassen verfallende Gefängnismitarbeiterin in Ben Stillers Ausbrecher-Drama „Escape At Dannemora“ wurde eine würdige Siegerin gefunden. Aber über Amy Adams für „Sharp Objects“ oder Laura Dern für den Sundance-Hit „The Tale“ hätte sich auch niemand beschweren können. Bei den Schauspielern konnte sich durchaus erwartungsgemäß Darren Criss für seine Rolle als psychopatischer Stalker in „American Crime Story: The Assassination Of Gianni Versace“ durchsetzen – das heißt zugleich aber leider auch, dass mit Daniel Brühl (für „The Alienist – Die Einkreisung“) auch der zweite deutsche Nominierte des Abends (neben Florian Henkel von Donnersmarck für „Werk ohne Autor“) leider leer ausgegangen ist.

    Golden Globes 2019: Die Gewinner in den Kino-Kategorien

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    Kommentare
    • Luphi
      Gut! Die 80er haben es mir sowieso angetan!
    • Piet
      the americans ist teilweise starker tobak. mit meinen 34 jahren passiert es nicht oft, dass mir noch 'n klos im hals stecken bleibt, the americans hat es mehrfach geschaff, namentlich z.B. mit den episoden Do Mail Robots Dream Of Electric Sheep und Dyatkovo.
    • Bond, James Bond
      Bodyguard habe ich, wie eigentlich noch vieles, auf meiner Netflix Liste. Ich mochte Madden ja als Robb Stark. Auch wenn es einige nicht so sehen, aber Robb Stark war bis zum Ableben einer meiner drei Lieblings Charaktere.
    • Jimmy v
      Ich fand sie schon gut, aber meiner Einschätzung zu Recht unter dem Radar. Die Serie ist interessanterweise deswegen manchmal langweilig, weil sie sich Mühe gibt, Enthüllungen usw. nicht durch billigen Zufall wie in anderen Serien auftreten zu lassen. Dadurch werden aber wiederum viele interessante Handlungsstränge, die sich manchmal nahezu aufdrängen, nicht richtig erzählt.
    • Rockatansky
      Ich weiss auch nicht was alle haben. Bin jetzt kein riesen Fan von Ihm, aber die Serie fand ich sehr gut. Und das zum großteil auch aufgrund von Madden.
    • Rockatansky
      The Kominsky Method fand ich wirklich gut. Furztrockener Humor und tolle, Darsteller.
    • Knarfe1000
      Ja The Americans ist wirklich so gut. Als Kind der 80er hat das voll meinen Nerv getroffen. Aber auch jüngere Semester sollten auf ihre Kosten kommen.
    • Luphi
      Ist The Americans wirklich so gut? Die taucht ja auch gerne in einigen Jahresbestenlisten auf. Hier läuft die ja komplett unter dem Radar. Muss ich wohl doch mal bei Amazon reinschnuppern.The Kominsky Method kann ich dafür jedem empfehlen, der schon Master of None super fand (für mich die beste Netflix-Serie überhaupt). Michael Douglas und Alan Barkin haben einfach eine tolle Chemie.
    • Jimmy v
      The Amercians bekommt also nochmal den Preis - und dann für die tatsächlich wichtigste, wenn auch nicht unbedingt beste Staffel. Passt schon, wobei die Serie doch nicht ganz so gut war, wie ich fand.Zu dem Rest kann ich noch gar nicht so viel sagen, obwohl A English Scandal wohl durchaus mehr verdient hat.
    • Schneehenry
      Gestern erst habe ich Escape at Dannemora zu Ende geschaut. Verdammt, war die gut! Hätte Ben Stiller, welcher bei allen Folgen Regie führt, das nicht zugetraut. Wegen dem wahren Hintergrund der Geschichte, hat mich die Serie sowas von ans Sofa gefesselt.Arquette ist der Wahnsinn, freut mich sehr, dass sie gewonnen hat. Für Benicio Del Toro hätte ich es mir auch gewünscht, der es gerade im Serienfinale nochmal schauspielerisch krachen lässt.
    • Darklight ..
      Ich freue mich sehr für Richard Madden!Ich fand sein Spiel hervorragend, subtil und intensiv. Mich hat er mitgenommen und sehr beeindruckt... Und gerade wegen der Häme und den Kritikern seiner Leistung finde ich diese Auszeichnung toll - und sie ist aus meiner Sicht hochverdient!
    • Slevinho
      Hätte nicht gedacht, dass Madden für Bodguard die Auszeichnung bekommt. Bis auf die Szene im Zug am Anfang fand ich ihn eher mittelmäßig.
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