Bobby-Premiere: Multitaskingwunder Christian Slater
Montag, 5. März 2007 - 15:04

Es ist sicher ein schweres Kreuz zu tragen, wenn man bei einer Filmpremiere als Schauspieler den nicht angereisten Regisseur ersetzen muss. Wenn man dann auch noch nur einer unter vielen in der Darstellerriege mit Sharon Stone, Demi Moore und Anthony Hopkins ist und nicht mal mit einem Bild auf dem Filmplakat auftaucht, dann wird die Last wahrscheinlich noch um ein Vielfaches potenziert. Und trotzdem (oder gerade deswegen?) legte Christian Slater bei der Deutschland-Premiere von Bobby, de

von Deike Stagge

Es ist sicher ein schweres Kreuz zu tragen, wenn man bei einer Filmpremiere als Schauspieler den nicht angereisten Regisseur ersetzen muss. Wenn man dann auch noch nur einer unter vielen in der Darstellerriege mit Sharon Stone, Demi Moore und Anthony Hopkins ist und nicht mal mit einem Bild auf dem Filmplakat auftaucht, dann wird die Last wahrscheinlich noch um ein Vielfaches potenziert. Und trotzdem (oder gerade deswegen?) legte Christian Slater bei der Deutschland-Premiere von Bobby, der bei uns am 8. März in die Kinos kommt, auf dem Berliner Roten Teppich am Potsdamer Platz so richtig los.

Kein Fan musste lange auf sein Autogramm warten, munter sprintete der smarte New Yorker von einer Teppichseite auf die andere, um sämtliche Wünsche der Fans zu bedienen, zwischendurch noch kurze Statements in die Kameras und Mikrofone zu sprechen und vorbeieilende Gäste auf dem Roten Teppich zu begrüßen. Von Berührungsängsten keine Spur, auch wenn Schauspielerkollege High Grant nur wenige Tage zuvor beim Autogramme schreiben mit Handschellen an einen weiblichen Fan gekettet wurde. Slater legte gern den Arm um jeden Schaulustigen, der ein Foto mit ihm machen wollte. Und während er charmant die Frage beantwortete, was er sich für den deutschen Start des Film erhoffte, unterschrieb er noch auf einem Zettel eines in den Pressebereich hinein eilenden Fans, ohne aus der Ruhe zu kommen oder abgelenkt zu wirken.

„Alles kein Thema“, kommentierte der Star und wandte sich wieder den Sachfragen zu. „Ich habe mir den Film jetzt in verschiedenen europäischen Städten angesehen“, so Slater, „und immer war die Reaktion sehr positiv. Die Leute erzählen mir, dass der Film sie an ein früheres Amerika erinnert - eins, das sie vermissen.“ Für ihn selbst war das große Staraufgebot ein entscheidender Faktor, bei „Bobby“ mitzumachen, aber auch die Rolle selbst: „Ich spiele einen Rassisten, einen dummen Kerl. Es war eine sehr spannende Erfahrung, mich in eine Rolle einzuarbeiten, die so anders tickt als ich.“ Zu Gerüchten, es hätte auf dem Set eine Liaison mit Kollegin Sharon Stone gegeben, bezog der ehemalige Bad Boy Hollywoods keine Stellung mehr, bevor er - immer noch Autogramme schreibend - im Kino verschwand.

Auch auf dem anschließenden Empfang im Museum The Kennedys am Pariser Platz erschien der Schauspieler immer noch extrem gut gelaunt direkt nach dem Ende der Vorstellung und seiner Bühnenpräsentation vor wohlwollendem Publikum. 20 Minuten posierte er geduldig vor allen Motiven, die die Fotografen vor Ort ersannen und suchte den Kontakt zu den geladenen Gästen, die auch noch einige Fotowünsche hatten. Danach verabschiedete sich der Star dezent durch den Seitenausgang, wahrscheinlich, um seinen wohlverdienten Feierabend in Ruhe zu verbringen, während die Gäste im Museum The Kennedys noch bis in die Nacht hinein unter den Bildern des Kennedy-Clans zusammen saßen.

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