FILMSTARTS am Set von... "Hangover 3"

von Christoph Petersen ▪ Mittwoch, 10. April 2013 - 12:00

Nach dem Besuch des "Hangover 3"-Filmsets in Las Vegas im vergangenen November liefern wir euch in diesem Special sieben Gründe, warum wir dem epischen Finale von Todd Phillips Kult-Trilogie nach dem Besuch des Sets sowie Gesprächen mit den Filmemachern & Schauspielern noch mehr entgegenfiebert als zuvor!

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Nach der Rückkehr vom Pfandhaus-Set und dem Interview mit Zach Galifianakis gibt es erst einmal Mittagessen im Catering-Trailer (--> zum Setbericht) – zumindest bis sich ein Herr mit ziemlich zerfurchtem Gesicht zum Quatschen zu uns setzt. Es ist Ed Helms, der verdammt fiese Kratzer ins Gesicht geschminkt bekommen hat. Von wem oder was genau die im Film herrühren, damit will der Stu-Darsteller im Interview allerdings nicht so recht rausrücken. Bei einem Projekt der Preisklasse von „Hangover 3“ wird Geheimhaltung eben großgeschrieben.

 

FILMSTARTS: Mit welchen Kreaturen wird es Stu in diesem Film zu tun bekommen?

 

Ed Helms: Etwas mit sehr scharfen Krallen ist involviert – aber das ist auch schon alles, was ich verraten darf.

 

FILMSTARTS: Stu muss doch der glückliste Mann auf dem Planeten sein: Im ersten Film hat er die Stripperin bekommen, im zweiten hat er geheiratet…

 

Ed Helms: Der Glücklichste? Da müsst ihr den falschen Film gesehen haben. Stu war doch in den bisherigen Teilen eher so etwas wie der Punchingball. Aber am Ende des zweiten Films hat er diese wunderschöne Frau geheiratet, die viel cooler und attraktiver ist als er – und das macht auch ihn irgendwie ein bisschen cooler. Zu Beginn des neuen Films zieht er sich deshalb ein bisschen besser an, hat ein besseres Modebewusstsein und vielleicht auch ein bisschen mehr Selbstvertrauen. Das Publikum wird überrascht sein, diesen Stu kennenzulernen… aber dann kommt der gute alte neurotische Stu auch schon recht schnell wieder zurückgesaust!

 

 

FILMSTARTS: Stu ist inzwischen ein verheirateter Mann, der nun nach Las Vegas zurückkehrt, wo ja vielleicht noch ein Mädchen aus dem ersten Teil auf ihn wartet – könnte das vielleicht einer der Konflikte des Films sein?

 

Ed Helms: Interessant. Interessante Idee. Aber das Spaßige an Stu ist ja gerade, dass er dieser gutmeinende, nette Kerl ist, der immer wieder mit seinem eigenen schrecklichen Verhalten, seinem Selbstmitleid und seinem Jähzorn in Konflikt gerät – und das wird auch in diesem Film nicht anders sein.

 

FILMSTARTS: Du hast gar kein Tattoo mehr im Gesicht – was ist damit passiert?

 

Ed Helms: Könnt ihr das sehen? Das ist eine Narbe! Ich habe jetzt eine Narbe von der Laserentfernung, was bedeutet, dass ich eine Extra-Halbestunde im Make-up-Stuhl verbringen muss. Ich muss deshalb jeden Tag 30 Minuten vor Bradley Cooper und Zach Galifianakis am Set sein.

 

FILMSTARTS: Was ist für dich die größte Herausforderung an „Hangover 3“?

 

Ed Helms: Herauszufinden, was die Jungs noch alles durchmachen könnten! Was kann man sich noch einfallen lassen, das anders ist und die Fans begeistert? Die Lösung ist übrigens eine Abkehr von unserer Formel aus den ersten beiden Filmen! Im ersten und zweiten Teil hatten wir Spaß herauszufinden, was in der Nacht zuvor geschehen ist – natürlich haben wir all dieses Chaos angerichtet, aber es sind auch eine Menge fröhliche Dinge passiert. Der neue Film ist immer noch sehr witzig, hat aber eine etwas düsterere Energie an sich – das ist einfach noch mal ein bisschen was anderes.

 

FILMSTARTS: Einen Film wie „Hangover“ kann man unter dem Radar drehen, einen Film wie „Hangover 3“ hingegen definitiv nicht – inwieweit unterscheiden sich die Dreharbeiten der beiden Filme in Las Vegas?

 

Ed Helms: Der größte Unterschied ist, dass ich nach der Arbeit keine ruhige Runde Black Jack mehr spielen kann. Und wenn wir irgendwo drehen, rufen die vorbeifahrenden Leute „Hangover!“ oder „Wolfsrudel!“ und wir müssen den Take wiederholen. Also ja, es ist diesmal schon ein bisschen chaotischer, aber auf eine spaßige Art, denn wir haben hier eben eine Menge Fans. Außerdem behandelt uns das Hotel wirklich sehr zuvorkommend…

 

 

FILMSTARTS: Wie fühlst du dich bei dem Gedanken, dass dies wahrscheinlich das letzte Mal sein wird, dass das Wolfsrudel zusammenkommt?

 

Ed Helms: Für mich ist „Hangover 3“ ein großartiger Abschluss. Es ist immer traurig, wenn Dinge zum Schluss hin ausfransen, aber dies fühlt sich tatsächlich wie ein feierlicher Abschied für die „Hangover“-Reihe an. „Hangover 3“ fällt ja mit der letzten Staffel von „The Office“ zusammen, also stürzen da nun diese beiden großen Pfeiler zu Boden und ich muss mich nun auf die nächste Phase meiner Karriere konzentrieren, worauf ich mich sehr freue. Ich fühle in beiden Fällen, also bei „Hangover“ und „The Office“, dass es tatsächlich ein guter Zeitpunkt ist, um die Sache zum Abschluss zu bringen. Natürlich bin ich traurig, aber Robert De Niro dreht hier auch gerade „Last Vegas“ und vielleicht machen wir auch alle in 20 Jahren noch ein weiteres „Hangover“-Sequel.

 

FILMSTARTS: Wie hat sich deine Beziehung zu Regisseur Todd Phillips im Lauf der Filme gewandelt?

 

Ed Helms: Beim ersten Film waren wir alle noch relativ grün hinter den Ohren. Keiner von uns hatte zuvor einen solch großen Film gedreht. Beim zweiten waren wir alle einfach nur heiß darauf, wieder zusammenzuarbeiten – und Bangkok war kein einfacher Platz zum Arbeiten, das hat uns wirklich geschlaucht. Bei diesem Film waren wir nun alle richtig arrogant… Nein, nur ein Scherz, Todd ist eben der Boss! Er weist dich in deine Schranken – auf eine positive Art. Es fällt ihm leicht, Entscheidung zu treffen, und wir sind seine motivierten Soldaten. Das Gute an diesem Arbeitsumfeld ist, dass wir alle ganz genau wissen, was diese Filme für uns getan haben – und zwar nicht nur für unsere Karrieren, sondern auch für unser Privatleben und unsere Freundschaften.

 

FILMSTARTS: Was macht deiner Meinung nach den Kern der „Hangover“-Reihe aus?


Ed Helms: Das Franchise repräsentiert das Herz und die Seele der Vereinigten Staaten von Amerika! Nein, Gott bewahre. (lacht) Ich denke, am Ende dreht sich alles um Freundschaft. Egal wie sehr wir in den Filmen auch miteinander kämpfen, es gibt da immer diese unterschwellige Verbundenheit zwischen den Figuren. Und das ist der Grund, warum vom Studenten bis zur Großmutter alle diese Typen lieben – weil sie immer zusammenhalten und wie eine Einheit gemeinsam all diese brenzligen Situationen durchstehen.

 

"Hangover 3" startet am 30. Mai 2013 in den deutschen Kinos:
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