FILMSTARTS am Set von... Peter Thorwarths "Nicht mein Tag"
von Katharina Franke ▪ Samstag, 11. Mai 2013 - 00:00

Nach dem Besuch des "Nicht mein Tag"-Filmsets in Köln liefern wir euch in diesem Special fünf Gründe, warum wir der Komödie von "Bang Boom Bang"-Kultregisseur Peter Thorwarth mit Axel Stein & Moritz Bleibtreu entgegenfiebern!

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Schon gestern haben wir von unserem Besuch am Kölner Set von „Nicht mein Tag“ des „Bang Boom Bang“-Regisseurs Peter Thorwarth berichtet. Die Komödie handelt von dem Bankangestellten und Familienvater Till (Axel Stein), der sich nach einem Banküberfall mit dem Gangsterpärchen Nappo (Moritz Bleibtreu) und Nadine (Jasmin Gerat) anfreundet und sie auf einem Road-Trip nach Amsterdam begleitet. Aber bevor wir zu tief in Story und Figuren eintauchen, muss zunächst einmal die brennendste aller Fragen aus dem Weg geräumt werden:

 

FILMSTARTS: Die wichtigste Frage gleich zuerst: Sind eure Haare eigentlich echt?

 

Moritz Bleibtreu: Nein, das ist natürlich eine Perücke, aber die sind inzwischen so gut gemacht, dass man da fast keinen Unterschied mehr merkt. Dasselbe gilt auch für die Tattoos, von denen meine Figur ja auch einige hat. Früher hätte man da einige Stunden in der Maske gesessen, aber heute werden die von den Künstlern aufgezeichnet und dann wie Klebe-Tattoos aus dem Kaugummi-Automaten abgezogen und aufgeklebt.

 

FILMSTARTS: Musst du denn trotzdem jeden Tag aufs Neue in die Maske?

 

Moritz Bleibtreu: Nein, grundsätzlich hält so was zwei Tage, wenn man sich nicht allzu viel bewegt. Nur die Perücke muss jeden Tag neu gemacht werden, das dauert aber auch nur 20 Minuten. Für ein echtes Tattoo bin ich aber nicht der Typ. Dafür sind diese Klebe-Tattoos eigentlich ideal: Man kann es mal ausprobieren und sich dann nach drei Tagen immer noch dagegen entscheiden.

 

FILMSTARTS: Jasmin, du trägst auch eine Perücke. Fühlst du dich wohl mit deinem neuen Look?

 

Jasmin Gerat: Ja sehr, es macht einfach total Spaß, morgens aufzustehen, in eine Verkleidung zu schlüpfen und den ganzen Tag lang nicht man selbst sein zu müssen. Das ist wie Urlaub von sich selbst.

 

Am Set von "Nicht mein Tag": Moritz Bleibtreu hat die Haare schön!

 

FILMSTARTS: Moritz, du spielst mit Nappo mal wieder einen Gelegenheitsgangster. Hast du ein Faible für diese Art von Rolle?

 

Moritz Bleibtreu: Nicht unbedingt, aber ich werde irgendwie immer wieder für diese Art von Rolle besetzt. Und grundsätzlich haben mich Gangsterfilme auch geprägt, mit denen bin ich groß geworden – ich bin ein echtes Scorsese-Coppola-Kind.

 

FILMSTARTS: Jasmin, für dich ist die Rolle als Gangsterbraut hingegen mal ganz was anderes. Macht es Spaß, so eine „derbere“ Rolle zu spielen?

 

Jasmin Gerat: Mir fällt das nicht schwer, aber das hat viel damit zu tun, ob man sich vor der Kamera freimachen und alle Hemmungen fallen lassen kann – man muss Kaugummi kauen, wie man zuvor noch nie Kaugummi gekaut hat. Ich darf im Prinzip die Sau raus lassen und werde dafür auch noch bezahlt (lacht). Dabei hilft so ein tolles Kostüm natürlich und ich habe mir sehr viel von Juliette Lewis (Anm. der Redaktion: aus „Natural Born Killers) abgeschaut.

 

FILMSTARTS: Wie würdet ihr die Beziehung zwischen Nappo und Nadine beschreiben?

 

Jasmin Gerat: Sie sind ein bisschen wie Bonnie und Clyde, sie machen sich zuerst gegenseitig fertig, damit sie danach wunderschönen Versöhnungssex haben können. Sie sind zwar alles andere als angepasst, aber sie lieben sich tatsächlich und sind glücklich.

 

Axel Stein hat die Creme de la Creme des deutschen Schauspielfachs ausgestochen, um nun in "Nicht mein Tag" als Till aus dem eintönigen Leben des Bankangestellten Till ausbrechen zu dürfen.

 

FILMSTARTS: Alex, wie wir vom Produzenten Christian Becker gehört haben, hast du beim Casting die Creme de la Creme der deutschen Schauspiellandschaft ausgestochen. Was hat dich an der Rolle des Till besonders gereizt?

 

Axel Stein: Nichts! Nein, nur Spaß (lacht). Ich finde „Nicht mein Tag“ hat einfach ein tolles Konzept. Ich habe das Buch gelesen und der Film stimmt damit von A bis Z überein. Vor allem für mich persönlich ist auch eine große Herausforderung – Till ist ja die absolute Hauptrolle und da kann ich mich mal so richtig austoben. Auch wenn meine Figur am Anfang ein eher langweiliges Leben führt.

 

FILMSTARTS: „Nicht mein Tag“ handelt von einem Leben, das nicht so läuft, wie es sich die Hauptfigur Till wünscht. Glaubst du, dass es immer so eines aufrüttelnden Erlebnisses wie hier bedarf, um etwas zu verändern?

 

Moritz Bleibtreu: Ich glaube, da berührt der Film ein Thema, das heute immer aktueller wird. Wir Menschen sind schließlich keine Roboter, sondern wollen unsere eigenen Wünsche und Leidenschaften erfüllen. Und dann macht es auch nichts, wenn man bei dem Versuch scheitert. Deswegen durchlebt auch Axels Figur Till eine stärkere Entwicklung als meine: Nappo mag zwar unsympathisch sein, aber er ruht in sich selbst, hat seine Mitte gefunden und ist damit fast eine Art Vorbild für Till.

 

FILMSTARTS: Die Atmosphäre am Set scheint sehr gut zu sein und die Arbeit mit dem Regisseur auch wunderbar zu klappen. War es für euch von entscheidender Bedeutung, dass Peter Thorwarth bei „Nicht mein Tag“ Regie führt?

 

Moritz Bleibtreu: Bei „Nicht mein Tag“ hat mich aber besonders gereizt, dass es eine wirklich schöne Geschichte über Freundschaft ist, ein Buddy-Movie und Road-Movie in einem. Außerdem kenne ich Peter Thorwarth schon seit „Bang Boom Bang“ und wir wollten immer mal was zusammen machen – da kam also einiges zusammen.

 

Anna Maria Mühe: Klar, auf jeden Fall. Als Schauspielerin ist es immer toll, wenn man so ein hervorragend geschriebenes Drehbuch in die Hände bekommt und dann auch noch erfährt, dass ein Regisseur wie Peter das inszenieren wird. Das ist ein echtes Geschenk.

 

Gruppenfoto vorm Bankschalter: Das Team von "Nicht mein Tag".

 

FILMSTARTS: Ihr dreht jetzt schon seit einem Monat. Gab es während dieser Zeit irgendwelche besonderen Vorkommnisse?

 

Jasmin Gerat: Vor ein paar Tagen kam Til Schweiger vorbei, der einen kurzen Auftritt hat. Er kam in die Maske und hat mich nicht erkannt, obwohl er minutenlang neben mir saß und sogar immer wieder rübergeschielt hat. Da haben die Maskenbildner wohl alles richtig gemacht.

 

FILMSTARTS: Til Schweiger ist ein gutes Stichwort. Wirst du denn seit „Kokowääh“ häufiger auf der Straße angesprochen und nach Autogrammen oder Fotos gefragt wird?

 

Jasmin Gerat: Ehrlich gesagt nicht, aber das hat auch viel damit zu tun, wie man sich in der Öffentlichkeit präsentiert. Man kann sich ohne Probleme ein bisschen unauffälliger verhalten und wird dann einfach übersehen. Aber ich freue mich natürlich schon, wenn ich erkannt werde. Am meisten über Frauen und Kinder, weil die am ehrlichsten sind. Seit „Kokowääh“ hat sich aber tatsächlich viel geändert. Den Film haben eben auch über fünf Millionen Leute gesehen. Mit Til Schweiger einen Film zu machen, war auf jeden Fall ein riesiger Türöffner für mich.

 

FILMSTARTS: Kannst du uns verraten, ob da noch ein dritter Teil in Planung ist?

 

Jasmin Gerat: Ja, Til hat da schon mal was angedeutet.

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