Filmstarts traf die Schauspieler Jake Gyllenhaal, Gemma Arterton und Ben Kingsley sowie Regisseur Mike Newell und Gamedesigner Jordan Mechner in London und sprach mit ihnen über ihre Spieleverfilmung.
Keine Ahnung warum, aber Jake Gyllenhaal scheint ganz erpicht darauf zu sein, pünktlich zu seinem Interviewtermin zu kommen. Zumindest schmeißt er sich mit aller Kraft gegen die verschlossene Zimmertür in einem noblen 5-Sterne-Hotel direkt am Londoner Hyde Park, die sich gefährlich nach innen beugt. Der Rest ist wie in einer schlechten Komödie. Einer der Journalisten öffnet die Tür genau in dem Moment, in dem Gyllenhaal zum zweiten Mal auf sie zustürzt. Bang!
Filmstarts: Was ist mit deinen Haaren passiert?
Jake Gyllenhaal: Ich habe sie begraben. Ich wollte auch noch andere Rollen spielen, da mussten sie einfach ab.
Jake Gyllenhaal als muskelbepackter "Prince Of Persia"
Filmstarts: Aber von den Muskeln sind dir, wie ich sehe, noch welche geblieben…
Jake Gyllenhaal: Ja, die waren schon immer da, nur hatten sie eben nicht immer dieselbe Größe.
Filmstarts: Wie genau sah das Training denn aus?
Jake Gyllenhaal: Zuerst habe ich mir die Haare wachsen lassen und mit dem ganzen Waschen kamen die Muskeln dann ganz von alleine. Reibt man sich das Shampoo hinten in die Haare, trainiert man den Bizeps. Reibt man es vorne in die Haare, trainiert man den Trizeps. Und wenn man noch Haare an anderen Stellen des Körpers hat, was bei mir der Fall ist, trainiert man auch noch andere Muskelgruppen.
Filmstarts: Apropos Training. Wie war die Zusammenarbeit mit Parkour-Erfinder David Belle?
Jake Gyllenhaal: Es war unglaublich. Zunächst einmal ist es toll, jemanden kennenzulernen, der einen unangespitzt in den Boden rammen könnte, aber trotzdem eine solche Liebenswürdigkeit ausstrahlt. Für mich waren selbst die rudimentärsten Elemente des Sports unheimlich schwer. Ich musste sie lernen wie das Konjugieren eines Verbs. Aber bei David sind die Bewegungen derart fließend, es ist wie Magie.
Filmstarts: Hast du eigentlich darauf gewartet, dass dir endlich mal jemand eine Actionrolle anbietet?
Jake Gyllenhaal: Ja, seitdem ich acht Jahre alt bin und Filme wie „
Indiana Jones“ oder „
Die Goonies“ im Kino gesehen habe. Hätte man diesem Kind damals erzählt, dass es in meinem Alter den „Prince Of Persia“ spielen würde, wäre sein Kopf wahrscheinlich explodiert.
Filmstarts: Gemma Arterton hat verraten, dass ihr gleich für zwei Filme unterschreiben musstet. Hängt ein zweiter Teil vom Erfolg des Films ab oder ist ein Sequel bereits beschlossene Sache?
Jake Gyllenhaal: Nein, natürlich steht noch nichts fest. Ich mag sehr, was Jerry Bruckheimer darüber denkt, denn ihm wird diese Frage wesentlich häufiger gestellt als mir. Sein Erfolg basiert nämlich schlicht darauf, dass er auf sein Publikum hört. Sollten die Zuschauer den Film wirklich mögen, werden wir bestimmt über eine Fortsetzung nachdenken. Aber aktuell verschwenden wir daran noch keinen Gedanken.