FILMSTARTS trifft...die Mitwirkenden des ZDF-Spreewaldkrimis
von Roger Förster ▪ Montag, 28. März 2011 - 00:00

FilMSTARTS hat sich anlässlich der Ausstrahlung des dritten Teils der Spreewaldkrimi-Reihe "Die Tränen der Fische" mit zahlreichen Beteiligten des neuen Films getroffen. Im Gespräch waren die Darsteller Christian Redl, Uwe Kockisch und Jenny Schily sowie Drehbuchautor Thomas Kirchner, Produzent Wolfgang Esser und ZDF-Redakteur Pit Rampelt zu Gast.

Filmstarts: Was ist das Besondere an den Spreewaldkrimis?


Wolfgang Esser (Produzent): Wir wollten einen Landschaftskrimi machen. Für uns ist der Spreewald – die ganze Region – auch ein Hauptdarsteller. Wir generieren die Geschichten aus der räumlichen Umgebung, die wir mit immer wiederkehrenden Nebenfiguren bevölkern.

 

Filmstarts: Herr Kirchner, stimmt es, dass Sie beim Schreiben Uwe Kockisch in der Rolle des Harry Ritter bereits im Hinterkopf hatten?

 

Thomas Kirchner (Drehbuchautor): Ja, in diesem einen Fall. Normalerweise denke ich beim Schreiben nicht an bestimmte Schauspieler, sondern lasse die Figuren erst einmal von sich aus wirken. Diesmal jedoch war das anders. Ich habe bereits bei der Vorbereitung gesagt, dass ich die Rolle gern für Uwe schreiben würde und glücklicherweise haben die Produzenten zugestimmt.

 

Filmstarts: Herr Kockisch, Frau Schily, kannten Sie die Spreewaldkrimis bereits?

 

Uwe Kockisch: Ich habe bereits mehrfach an Filmen von Drehbuchautor Thomas Kirchner mitgewirkt, die immer eine hohe Qualität hatten. Auch die vorigen Teile der Spreewaldkrimi-Reihe habe ich gesehen und mir dabei schon gedacht, dass es toll wäre, daran mitzuwirken.

 

Jenny Schily: Ich muss leider gestehen, dass ich sie nicht kannte. Als es aber um die Besetzung der Rolle ging, habe ich mir die anderen Filme angeschaut und war sehr positiv überrascht.

 

Uwe Kockisch und Christian Redl in "Spreewaldkrimi - Die Tränen der Fische".

Bildmaterial: © ZDF/ Thomas Kost

 

Filmstarts: Herr Redl, Sie sind die Konstante in der Reihe. Wie verlief die Entwicklung des Kommissars bis zur aktuellen Situation?

 

Christian Redl: Er ist ein Fremdkörper! Wegen seiner großen Liebe hat er sich in die Provinz versetzen lassen - dann ist sie weggerannt und nun muss er sehen, wie er in der Gegend ohne sie klar kommt.

 

Filmstarts: Das Feedback bei Zuschauern und Kritikern war bisher sehr gut. Wie haben die Spreewaldbewohner auf das gesamte Team reagiert?


Wolfgang Esser (Produzent): Der Tourismus im Spreewald ist immer noch sehr regional orientiert. Sie waren also froh, dass ihre Landschaft überregional präsentiert wird. Inzwischen werden die Spreewaldkrimis auf regionalen Festen im Public Viewing gezeigt.

 

Jenny Schily: Man hat ja nicht viel Zeit zum Reden, wenn man dreht. Aber insgesamt waren alle unglaublich nett und zuvorkommend.

 

Filmstarts: Auf welche logistischen Probleme sind Sie bei der Produktion gestoßen? Es ist ja nicht immer einfach, in einem Gebiet wie dem Spreewald zu drehen. Gibt es Grenzen auch hinsichtlich des Naturschutzes?


Wolfgang Esser (Produzent): Es gibt einige Kuriositäten: So sind Straßen im Spreewald nicht tragfähig für LKWs, was die Logistik natürlich erschwert. Dorfstraßen sind meist Wasserstraßen, mit LKWs fährt man riesige Umwege zu den Drehorten. Wir drehen auch manchmal im Hochwald, der als Naturschutzzone ausgewiesen ist. Dort gibt es dann Verhaltensauflagen. Das fühlt sich dann manchmal wie eine Expedition an.

 

Uwe Kockisch: Wenn alles ganz glatt wäre, wäre es langweilig. Gerade im Spreewald bleibt es aber immer spannend – ständig muss man überlegen: Wie kann man das umsetzen? Im Spreewald gibt es unglaublich viele Mücken – eine Tortur, aber eine wunderschöne Tortur.

 

Uwe Kockisch und Henry Hübchen in "Spreewaldkrimi - Die Tränen der Fische"

Bildmaterial: © ZDF/ Thomas Kost

 

Filmstarts: Warten Sie für einen möglichen vierten Film darauf, wie gut die Einschaltquoten am kommenden Montag ausfallen? Wie geht es danach weiter?


Thomas Kirchner (Drehbuchautor): Da diese Filme bisher nur als lose Reihe konzipiert wurden, muss sich erst einmal jeder Teil einzeln bewähren. Wenn die Zuschauer das Programm annehmen, kann es sofort weitergehen. Wenn man sich die Schauspielerriege anschaut, die ja bis in die Nebenrollen sehr gut besetzt ist, hat man schon Bock darauf, weiter zu machen. Es reizt mich ungemein, die Entwicklung einer Region wie dem Spreewald auch über die Weiterentwicklung dieser Figuren auszuerzählen.

 

Pit Rampelt (ZDF-Redakteur): Nun ist es so, dass außer uns noch viele weitere Produktionen fortgeführt werden sollen. Es hängt also hauptsächlich vom Erfolg ab, ob und inwiefern es weiter geht. Erfolg wird Gott sei Dank im ZDF immer noch doppelt definiert. Die Quote ist nicht ausschließlich entscheidend, ebenfalls wichtig sind Kritiken, Preise - Resonanz im Allgemeinen. Wir haben also gute Chancen, aber wir schauen trotzdem gespannt auf den Montagabend.

 

 

"Spreewaldkrimi - Die Tränen der Fische" läuft am Montag, dem 28.03.2011, um 20.15 Uhr im ZDF.

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