Setbesuch: Alles für Lila
Montag, 7. September 2009 - 18:09

Mittags halb zwölf in Berlin-Friedrichshain, einige hundert Meter von der Oberbaumbrücke entfernt, direkt vor dem MTV-Studio, haben sich etwa hundert weibliche Teenager versammelt, die sich die Seele aus dem Leib kreischen. Doch aus der schwarzen Limousine, die immer wieder vor dem Haupteingang vorfährt, wobei das Schreikonzert jedesmal auf Neue anschwillt, steigt nicht etwa Tokio Hotel, sondern die fiktive Band Berlin Mitte. Die angeschmachteten Musiker um Leadsänger Chriz (Kostja Ullmann) spie

Text: Christoph Petersen; Fotos: Carsten Baumgardt

Mittags halb zwölf in Berlin-Friedrichshain, einige hundert Meter von der Oberbaumbrücke entfernt, direkt vor dem MTV-Studio, haben sich etwa hundert weibliche Teenager versammelt, die sich die Seele aus dem Leib kreischen. Doch aus der schwarzen Limousine, die immer wieder vor dem Haupteingang vorfährt, wobei das Schreikonzert jedesmal auf Neue anschwillt, steigt nicht etwa Tokio Hotel, sondern die fiktive Band Berlin Mitte. Die angeschmachteten Musiker um Leadsänger Chriz (Kostja Ullmann) spielen eine wichtige Rolle in der kommenden Disney-Produktion „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“, die aktuell in und um Berlin gedreht wird und im September 2010 ins Kino kommen soll.



Die Hauptdarsteller: Anna Fischer und Kostja Ullmann

Am heutigen Montag dreht der oscarnominierte Regisseur Marc Rothemund (für „Sophie Scholl“) jene Szene, in der Berlin Mitte einen Auftritt bei VIVA absolvieren will, dazu aber erst einmal hysterische Fanschaaren überwinden muss. Auch wenn das Dauergekreische dem Setbesucher spätestens bei der fünften Wiederholung auf die Nerven fällt, sprechen die Teenagerhorden doch für eine gute Arbeit der Castingagentur: Tatsächlich wirken die 13- bis 15-jährigen Mädels, als ob das Filmteam sie in Rattenfänger-von-Hameln-Manier direkt von einem Tokio-Hotel-Konzert weggelotst hätte.

Ob Berlin Mitte – die Schauspieler singen alle Songs im Film selbst – nach dem Kinostart einmal selbst kreischende Teenager anlocken wird, steht noch in den Sternen. Kostja Ullmann („Sommersturm“, „Stellungswechsel“), den wir am Rande der Dreharbeiten zu einem kurzen Gespräch treffen, beschreibt den Stil der Band zumindest als vielversprechende Mischung aus Green Day, The Kooks und Mando Diao.



Die Darsteller der Band Berlin Mitte mit Manager (ganz links)

Allgemein herrscht eine gewisse Hektik am Set. Beim Dreh mit Minderjährigen greifen spezielle gesetzliche Regelungen, weshalb das Motiv bis spätestens 14.00 Uhr abgedreht sein muss. Hauptdarstellerin Anna Fischer („Fleisch ist mein Gemüse“) hat hingegen drehfrei und ist extra für den Pressetermin am Set erschienen. Deshalb hat sie trotz des Stresses genug Zeit, um uns abseits des Trubels ein kurzes Interview zu geben:

Filmstarts: Erzähl doch mal ein wenig von deiner Rolle.

Anna Fischer: Ich spiele die Lila, ein ganz normales Mädchen, das vom Schüleraustausch zurückkommt und sich in einen Superstar verliebt – aber gar nicht weiß, dass er ein Superstar ist.

Filmstarts: Im Film ist dein Schwarm ja Sänger der Band Berlin Mitte. In welchem Genre bewegt sich deren Musik denn so?

Anna Fischer: Sie ist sehr rockig, ein wenig Green-Day-mäßig, aber doch auch poppig.

Filmstarts: Aber das wird jetzt bitte kein zweites Tokio Hotel, oder?

Anna Fischer: Nee, gar nicht. Das hatten sie zunächst vor, aber nun ist es doch eine Spur cooler geworden – das hat (Anm. d. Red.: der Komponist) Michael Beckmann schon gut hinbekommen.

Filmstarts: Weißt du denn schon, ob die Band auch mal ein reales Konzert geben wird?

Anna Fischer: Ich glaube schon, bestimmt. Aber ich bin mir nicht ganz sicher, was da Walt Disney noch alles genau mit der Band vorhat.



Anna Fischer mit Regisseur Marc Rothemund
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