Die FILMSTARTS-Kinotipps (4. bis 10. August)
von Annemarie Havran ▪ Mittwoch, 3. August 2011 - 11:00

FILMSTARTS gibt euch einen kompakten Überblick auf einer Seite: Wir empfehlen euch die Topstarts der Woche und blicken auf die herausragenden Filme, die immer noch in den deutschen Kinos laufen. In dieser Woche mit vaterlosen Hippie-Kindern, einem unglücklichen Ehepaar und abenteuerlichen Sommerferien, die jeder gern erlebt hätte.

 

Film der Woche: "Blue Valentine"

 

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis die bittersüße Liebesgeschichte „Blue Valentine“ nun auch bei uns in die Kinos kommt. In den USA lief das Drama von Regie-Neuling Derek Cianfrance bereits im Dezember vergangenen Jahres an und war damit ein heißer Kandidat für die Award-Saison 2011. Vor allem Hauptdarstellerin Michelle Williams wurde mit Ehrungen bedacht und erhielt unter anderem eine Oscar- und eine Golden-Globe-Nominierung. Michelle Williams und Ryan Gosling spielen in „Blue Valentine“ ein Ehepaar, das nach sechs gemeinsamen Jahren vor den Trümmern seiner Beziehung steht und nun entscheiden muss, ob ein Neuanfang noch möglich oder das Glück für immer dahin ist. Gemeinsam erinnert sich das Paar an die romantischen Anfänge der Beziehung. Cianfrance erzählt die Geschichte zweier verlorener Seelen rührend und zärtlich, ohne jedoch unnötig auf die Tränendrüse zu drücken. Eine gelungenere Mischung aus deprimierender Realität und nonchalanter Träumerei hat man im Kino selten gesehen.

 

 

 

"Super 8"

 

Wer es nicht geschafft hat, der FILMSTARTS-Preview-Tour zu „Super 8“ beizuwohnen, hat jetzt die Gelegenheit, den neuesten Kinostreich von „Lost“-Mastermind J.J. Abrams in einer offiziellen Aufführung zu bewundern - es lohnt sich! So schön nostalgisch, herzergreifend und spannend ging es seit Steven Spielbergs „E.T.“ nicht mehr auf der Leinwand zu. Und dass sich diese beiden Filme in ihrer Machart ähneln, ist kein Zufall: Regisseur J.J. Abrams wollte mit „Super 8“ eine Reminiszenz an das Kino Steven Spielbergs schaffen und dies ist ihm auch aufs Vortrefflichste gelungen. Spielberg selbst war so angetan von dem Projekt, dass er sich auch gleich als Produzent engagieren ließ. In der amerikanischen Kleinstadt Lilian dreht eine Gruppe Teenager im Sommer 1979 einen Kurzfilm auf Super 8 und wird dabei Zeuge eines Zugunglücks. Bald geschehen seltsame Dinge in dem Ort und für die Kinder entwickeln sich die Ereignisse des Sommers zu einem aufregenden Abenteuer, das sie nie vergessen werden…

 

 

 

"Die Vaterlosen"

 

Ein kleines Kino-Juwel aus Österreich ist „Die Vaterlosen“ von Regisseurin Marie Kreutzer. In dem sensiblen Drama treffen die Kinder eines gerade verstorbenen Alt-Hippies (Johannes Krisch) aufeinander und hadern mit sich, dem Leben und der Vergangenheit. Die Geschwister, die sich vorher kaum kannten, verstricken sich immer weiter in Diskussionen und Zwistigkeiten, bis die Situation aus dem Ruder zu laufen droht… Statt rührseligem Familiendrama liefert Kreutzer eine sehenswerte Reise in die Vergangenheit ihrer sieben Protagonisten und findet eine gute Balance zwischen psychologischer Tiefe und stilvoller Unterhaltung. Die wunderbaren Darsteller, allen voran Andrea Wenzl, bieten eine schauspielerische Tour de force, die den Zuschauer über die gesamte Länge des Films in ihren Bann zieht. Schauspielerkino at its best.

 

Was sonst noch läuft:


 

"Brautalarm"

 

Dass Frauen die besseren Proleten sind, wissen wir schon lange! Wer uns das nicht glaubt, kann sich davon jetzt im Kino selbst ein Bild machen. Denn Regisseur Paul Feig lässt eine Damen-Riege auflaufen, die so gar nicht ladylike agiert und ihren männlichen Pendants aus Buddy-Movies à la „Hangover“ oder „Männertrip“ in nichts nachsteht. Comedy-Guru Judd Apatow ließ es sich nicht nehmen, den weiblichen Humor-Rundumschlag zu produzieren und ihm seine ganz eigene Apatow‘sche Note zu verpassen, die schon Komödien wie „Jungfrau (40), männlich, sucht...“ und „Beim ersten Mal“ zu veritablen Kinoerfolgen machte. Irgendwo zwischen witzig und vulgär sind auch die Abenteuer der Frauen aus „Brautalarm“ angesiedelt. Eigentlich wollen sie ja nur eine Hochzeit organisieren, stolpern dabei allerdings von einer skurril-absurden Situation in die nächste. Der Humor der Hauptdarstellerinnen Kristen Wiig („Paul - Ein Alien auf der Flucht“), Maya Rudolph („Kindsköpfe“), Rose Byrne („X-Men: Erste Entscheidung“) und „Gilmore Girls“-Star Melissa McCarthy ist zwar teils brachial, aber doch nuanciert genug, um nicht zu sehr ins Peinliche abzugleiten. Auf den Punkt gebracht: Unser „Film der Woche“ ist der bessere „Hangover 2“!

 

 

 

"Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2"

 

Eine filmische Ära geht zu Ende. Über zehn Jahre hinweg etablierte sich die „Harry Potter“-Reihe als gigantische Hitmaschine, welche die Verfilmungen der Romane von Joanne K. Rowling zum erfolgreichsten Franchise der Geschichte machte. 6,3 Milliarden Dollar Umsatz stehen vor dem letzten Teil zu Buche. Bei „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2“ führt erneut der Brite David Yates Regie und begeistert mit seiner vierten und besten Potter-Arbeit, wenn er Harry (Daniel Radcliffe) und Lord Voldemort (Ralph Fiennes) ihren finalen Kampf zwischen Gut und Böse ausfechten lässt. Das furiose Fantasy-Abenteuer ist ein würdiger Abschluss.

 

 

 

"Cars 2"

 

Pixar ist wieder am Start und liefert wie gewohnt beste Kinounterhaltung für Groß und Klein. Wer das Auto-Abenteuer „Cars“ mochte, sollte sich „Cars 2“ auf keinen Fall entgehen lassen, denn die Erlebnisse von Rennwagen Lightning McQueen und seinen Freunden sind diesmal fast noch bunter als im erfolgreichen Vorgänger von 2006 – und wesentlich exotischer. Denn dieses Mal macht sich Lightning McQueen gemeinsam mit Abschleppwagen Hook auf den Weg nach Japan, um an einem internationalen Rennen teilzunehmen. Aber die beiden erwartet nicht nur ein spannender Wettkampf, die Freunde stolpern auch mitten in eine riesige Spionage-Verschwörung, aus der es so leicht kein Entkommen gibt… Die Mischung aus Agenten-Spaß und Rennfahrer-Action ist gut gelungen, die Tricktechnik wie gewohnt perfekt und der geneigte Kinogänger darf sich auf zahlreiche neue PKW-Charaktere freuen – einen deutschstämmigen Bösewicht à la „James Bond“ inklusive.

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