Kurz vor Jahresende präsentieren wir euch unsere Lieblingskinofilme, die 2011 auf DVD erschienen sind: Von einem spindeldürren Oscarpreisträger und einer brillanten Vorgeschichte über einen TV-Dreiteiler, der seinen Weg auf die Leinwand fand, bis hin zu einem Geheimtipp aus Thailand und einem wiederentdeckten Klassiker der Kinogeschichte.

"The Fighter"
Mickey Wards (Mark Wahlberg) einzige Hoffnung, der Tristesse seines Alltags als Straßenarbeiter zu entkommen, ist der Boxring. Doch selbst im Training mit seinem Bruder Dicky (Christian Bale), einem ehemals gefeierten und tief gefallenen Profi-Boxer, kommt er nur schleppend vorwärts. Zudem ist die Beziehung zwischen Mickey, seiner Mutter Alice (Melissa Leo) und seiner Freundin Charlene (Amy Adams) angespannt. Als sein Junkie-Bruder im Knast landet, wechselt Mickey schließlich zu einem neuen Manager (Wards echter Trainer Mickey O'Keefe, der sich selbst spielt), kehrt seiner Familie den Rücken und trainiert, als ginge es um sein Leben. Tatsächlich bekommt er schon bald die Chance auf den Weltmeister-Gürtel…
David O. Russells („Three Kings“) packende Mischung aus Sportfilm und Sozialdrama beruht auf dem Leben des ehemaligen irisch-amerikanischen Boxweltmeisters Micky „Irish“ Ward. Bei den furios inszenierten Kämpfen fühlt sich der Zuschauer, als wäre er hautnah im Ring mit dabei. Dass sich der siebenfach oscarnominierte „The Fighter“ durchaus mit legendären Boxfilmen wie „Rocky“ und „Wie ein wilder Stier“ messen kann, dafür sorgen aber vor allem die grandiosen Darsteller. Für seine Rolle hungerte sich Christian Bale – wie zuvor schon bei „Der Machinist“ – in an Selbstverstümmelung grenzendem Maße zu einem Gerippe aus Haut und Knochen. Seine Darstellung des cracksüchtigen Dick Eklund, mit dem Bale viel Zeit verbrachte, um ihn noch authentischer verkörpern zu können, brachte dem Star ebenso wie seiner Kollegin und Filmmutter Melissa Leo völlig zu Recht den ersten Oscar ein.