Die FILMSTARTS-Kinotipps (29. Dezember bis 4. Januar)
von Christoph Petersen ▪ Mittwoch, 28. Dezember 2011 - 12:00

FILMSTARTS bietet euch einen kompakten Überblick auf einer Seite: Wir empfehlen die besten Neustarts der Woche und erinnern an sehenswerte Filme, die noch immer in den deutschen Kinos laufen.

 

Film der Woche: "Ich reise allein"

 

In einem Brief erfährt Literaturstudent Jarle, dass er der Vater der siebenjährigen Isabel ist. Aber damit nicht genug, er soll sich anstelle der gestressten Mutter auch noch eine Woche lang um die Kleine kümmern und ihren Geburtstag mit ihr feiern... „Kokowääh“ auf Norwegisch – auch wenn die Ausgangssituation sehr an Til Schweigers Millionenhit erinnert, ist die Komödie von Regisseur Stian Kristiansen doch wunderbar klischeefrei und verspielt. Mit sympathischen Figuren und frei von derb-überzogener Komik Marke Hollywood erweist sich „Ich reise allein“ als sicheren Zwischen-den-Jahren-Kinotipp für die ganze Familie!

 

 

"Samson & Delilah"

 

Im schwülen Wellblechhütten-Ghetto schnüffelt der 14-jährige Aborigine Samson Klebstoff und Filzstifte, um der quälenden Langeweile zu entkommen. Wenn er nicht gerade zugedröhnt in der Ecke rumliegt, stellt Samson der gleichaltrigen Delilah nach, die ihn jedoch immer wieder abweist… Warwick Thorntons vielfach preisgekröntes Outback-Road-Movie ist sperrig und bedrückend – aber wegschauen sollte man deshalb trotzdem nicht: Das alltägliche und medial meist übersehene Dahinsiechen der Aborigines in abgelegenen Reservaten ist sicher keine leichte Kost, aber eine notwendige Konfrontation mit den Spätfolgen des europäischen Kolonialismus.

 

 

 

"Und dann der Regen"

 

Eine Filmcrew bricht nach Bolivien auf, um dort für wenig Geld einen Film über die wahren Beweggründe von Christoph Columbus (nämlich: Gold und Sklaven) zu drehen… Aus dieser Handlung form die spanische Regisseurin Icíar Bollaín ein überzeugendes Polit-Drama, in dem sie die intimen Probleme der Filmemacher mit den großen Herausforderungen Boliviens (etwa die ungerechte Wasserverteilung) verbindet. Ein informativer Film, der den Zuschauer zugleich aber auch emotional packt.

 

 

Läuft schon länger, aber lohnt sich trotzdem:

 

 

"Mission: Impossible - Phantom Protokoll"

 

Fünf Jahre nach seiner dritten unmöglichen Mission ist Tom Cruise wieder als IMF-Agent aktiv und zeigt sich trotz seiner 49 Jahre gar nicht altersmüde: Unter der Regie von „Die Unglaublichen“-Regisseur Brad Bird überzeugt Cruise in dem fulminanten Agenten-Action-Thriller „Phantom Protokoll“ mit vollem Körpereinsatz und hievt die Reihe so auf das Niveau der „Bourne“-Filme und der Daniel-Craig-Bond-Abenteuer. Nachdem Ethan Hunt (Tom Cruise) von seinen Partnern Jane Carter (Paula Patton) und Benji Dunn (Simon Pegg) aus einem russischen Gefängnis befreit wird, steigt die Truppe auf der Suche nach geheimen Informationen im Kreml ein und gerät prompt in eine Falle. Der Soziopath Kurt Hendricks (Michael Nyqvist) legt das IMF-Team rein und sprengt einen Teil des Gebäudes in die Luft. Der Hauptverdächtiger für Polizei und Medien: Ethan Hunt!

 

 

 

"Rubbeldiekatz"

 

„Charlies Tante“ trifft „Tootsie“ – und mittendrin der in diesem Jahr omnipräsente Matthias Schweighöfer, der unter der Regie von Allrounder Detlev Buck in dieser Komödie in Frauenkleider schlüpft und dabei eine erstaunlich gute Figur abgibt. Manchmal platt, manchmal übertrieben, aber immer lustig: „Rubbeldiekatz“ unterhält einfach gut und macht Spaß. Bühnenschauspieler Alexander Honk (Matthias Schweighöfer) ergattert durch einen dummen Zufall eine Rolle in einem Nazi-Drama - allerdings haben ihn die Casting-Agenten der Hollywood-Produktion auf Fotos in Frauenkleidern gesehen und ihn deshalb für einen weiblichen Part besetzt. Honk muss die Charade aufrechterhalten, um nicht gefeuert zu werden.

 

 

 

"The Ides of March - Tage des Verrats"

 

Mit seiner vierten Regiearbeit präsentiert George Clooney ein stark besetztes und sehr unterhaltsames Polit-Drama, in dem der Hollywoodstar gnadenlos mit dem Washingtoner Establishment abrechnet. Neben dem für dieses Part Golden-Globe-nominierten Ryan Gosling als idealistischer Kampagnenmanager, der bald einsieht, dass man dreckig spielen muss, um in der Politik Erfolg zu haben, überzeugt dabei vor allem der Umstand, dass es in dem Film um den Vorwahlkampf der Demokraten geht: Statt einfach über die erzkonservativen Republikaner herzuziehen, kritisiert Clooney seine eigenen Leute und kratzt so an viel grundsätzlicheren Problemen im Politikgeschäft.

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