Er ist wieder da
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Josi1957
Josi1957

172 Follower 828 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 28. März 2023
Regisseur David Wnendt lässt Oliver Masucci im Führer-Outfit durch die Republik reisen und zeigt, wie das Volk auf ihn reagiert. Was als skurrile Idee zunächst leichtfüßig daherkommt, avanciert zu einer pointierten Gesellschaftssatire, bei der einem immer wieder das Lachen im Hals stecken bleibt. - Stark!
TorMarci
TorMarci

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3,0
Veröffentlicht am 26. Februar 2018
Da ich den Film damals schon schauen wollte als er raus gekommen ist, ich aber keine Zeit dafür gefunden habe, habe ich das jetzt endlich nachgeholt.
Story: Adolf Hitler erwacht 69 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mitten in Berlin. Als er zu sich kommt, fragt er sich was mit Deutschland passiert ist. Ein Kioskbesitzer vermittelt ihn an ein Fernsehunternehmen, wo er merkt das es mehr Möglichkeiten als früher gibt, an die Öffentlichkeit zu treten und somit ist er wieder da. Soweit erstmal zur Story. Normalerweise sage ich immer das sich ein Film relativ gut aufbaut. Hier ist dieses leider nicht so. Es gibt keinen richtigen roten Faden der sich durch den Film zieht, sondern ist es hier mehr eine aneinander Reihung von Szenen. Bis zur Mitte des Films denkt man sich so, dass der Film jetzt auch enden könnte, da er kein wirkliches Ziel verfolgt. Erst zum Ende des Films wird ein roter Faden sichtbar und man sieht ein Ziel in der Geschichte. Das Ende finde ich persönlich ziemlich gut gelungen, obwohl es etwas verwirrend ist. Der Film hantiert die ganze Zeit mit zwei verschiedenen Fragen. Die erste ist, wie würde Hitler in der jetzigen Zeit sich zurecht finden und welche Mittel würde er nutzen, um seine Meinung zu verbreiten. Die zweite Frage ist, wie die Bürger darauf reagieren würden, wenn Hitler tatsächlich wieder kommen würde und ob das Ganze wie früher werden könnte. Dabei zeigt der Film auch anhand von vielen Beispielen, wie die Leute über unser Land im Moment denken. Dazu regt er auch zum Nachdenken an, wodurch man nach dem Film aus dem Kino geht und sich fragt, ob etwas in unserem Land falsch läuft. Dabei gibt es nur ein großes Problem und zwar ist die Story hier wirklich nur Mittel zum Zweck. Es wird künstlich eine Story erschaffen, um bestimmte Szenarien zu vermitteln. Das funktioniert nur bedingt und es fehlt der Story an allen Ecken und Kanten. Schade hier wäre definitiv mit einer bessern erzähl weise mehr drin gewesen. Zusammengefasst kann man sagen, dass die erzähl weise eine andere ist und man es so, wie man es hier macht, selten in Filmen sieht. Das kann man jetzt schlecht oder gut finden, aber zusammengefasst kann man sagen, es funktioniert eher weniger. Note: 3-
Schauspieler: Und hier muss man sagen, dass Oliver Masucci, die Rolle als Adolf Hitler wirklich sehr gut spielt. Klar an der ein oder anderen Stelle ist es schon nen bisschen merkwürdig, aber er macht sein Ding echt gut. Dabei gibt es nur ein Problem und zwar das die anderen Schauspieler dabei völlig untergehen. Außerdem spielen die anderen ihre Rolle, wenn sie Screentime bekommen auch nicht sonderlich gut, sondern auch eher gezwungen, als ob sie sagen wollen: Wir fühlen uns in diesen Rollen nicht wirklich wohl. Es kommen nicht immer Gefühle rüber und das merkt man auch und schadet dem Film ein wenig. Da aber das Hauptaugenmerk auf Oliver Masucci liegt und dieser das wirklich gut macht, kann man über die anderen hinweg sehen. Note: 2
Komödie/Spannung: Ich fange mal mit der Spannung an. Diese ist den ganzen Film nicht wirklich vorhanden, da die Story dafür auch keinen wirklichen Raum lässt. Er ist ziemlich vorausschaubar, außer am Ende, wo so das erste mal die Spannungskurve ein weinig steigt. Hätte der Film das den ganzen Film über so durchgezogen, wäre er um mindestens eine Note besser geworden. Schade auch hier wäre mehr drin gewesen. Kommen wir zum Hauptaugenmerk des Films und das ist die Comedy/Satire. Und hier kann man sagen, dass ist dem Film wirklich gut gelungen. Es gibt einige Szenen, in den ich lachen musste und er auch oft seine tiefen Momente, wo er sich ein wenig zurücknimmt und man dem Zuschauer die Möglichkeit gibt, selber über die angesprochenen Themen nachzudenken. Dazu kann man noch sagen, dass die Satire wirklich gut funktioniert und man das auch alles nicht zu Ernst sehen sollte. Hätte man jetzt noch eine bessere Story gehabt, so wäre der Film noch besser geworden. Note: 2+
Gesamtnote: 2-
Der Film ist völlig in Ordnung und macht auch Spaß beim Anschauen. Vor allem der Comedy Faktor und die Satire kommen gut zur Geltung und man muss schon wirklich oft schmunzeln. Würde es der Story nicht an allen Ecken und Kanten fehlen, wäre er sogar noch besser gewesen. Außerdem hantiert man hier mit wirklich wichtigen Gesellschaftsfragen, welche man kritisch hinterfragen sollte und der Film regt zum Nachdenken und Diskutieren an. Bleibt am Ende die Frage wem ich den Film empfehlen kann. Empfehlen kann ich den Film eigentlich allen die gerne Komödien schauen und Satire mögen, oder einfach nur für abends einen guten Film suchen, um zu lachen.
Örnywood
Örnywood

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4,0
Veröffentlicht am 5. April 2016
Was wäre wenn Hitler einfach so im heutigen Berlin aufwachen würde, ohne Erinnerung an die vergangenen Jahrzehnte. Würde er wahnsinnig werden? Oder auch im Zeitalter von Facebook und Youtube wieder zum "Führer" aufsteigen? Der Roman war bereits ein mega Seller, nun folgt also der Film. Doch was in geschriebener Form funktioniert muss nicht gleich für die Kino Leinwand gelten. Regisseur David Wnendt schafft das Kunststück einen sau unterhaltsamen, aber auch einigermaßen Seriösen Blick auf diese groteske Story zu werfen, und so kam eine fiese im dokumentarischen Stil gedrehte Komödie heraus, die sich gleichzeitig als fette Medien Schelte versteht.

Die Idee der Autors Timur Verbes ist so bizarr und anders, das alleine die Zusammenfassung der Ereignisse große Verblüffung auslöst. Der Führer erwacht tatsächlich wieder zum Leben und muss sich nun in der Modernen Welt zurechtfinden. Da er aber noch immer ein großer Redner ist und Menschen verführen kann, fällt es ihm leicht sich wieder Gehör zu verschaffen. Doch anders als man vielleicht denken könnte. Im Zeitalter der Klick Zahlen, in dem das Internet für die Unterhaltungs Industrie eine immer größere Rolle spielt. sind es genau diese skurrilen Einfälle die ein pfiffiger Programm Direktor sucht. Somit vermittelt "Er ist wieder da" eine doppelbödige Moral. Jeder denkt das Hitler einfach ein neues Comedy Talent ist, der komplett eins mit seiner Rolle ist. Method Acting auf Weltklasse Niveau also. Und trotzdem ist es die Aura der Uniform und das Antlitz des Diktators, das bei Menschen immer noch für Ablehnung aber auch Begeisterung sorgt. In so fern ist das ganze in Zeiten von NPD oder AFD durchaus als ernst gemeintes Experiment zu verstehen, ob eine Verführung auch bei aller Aufgeklärtheit der Menschen immer noch möglich ist. Auf der anderen Seite versteht der Film sich aber auch als bissige Medien Satire, alles neue wird so lange erst einmal abgelehnt, bist schließlich die Klick zahlen und der damit steigende Beliebtheitsgrad alle moralischen Bedenken über Bord schmeißen. Ist es nun der echte Hitler? Das kann ja erst einmal egal sein, so lange die Menschen da draußen ihn sehen wollen.

Das so eine Idee schnell mal ins lächerliche Abtriften kann ist natürlich immer die Gefahr. Der Regisseur erzählt in einfachen Bildern diese Geschichte, vermischt echte Bilder von Menschen mit Spiel Szenen so gekonnt, das es dem Auge gar nicht auffällt und fängt dabei die eine oder andere beängstigende Situation ein, etwa wenn manche Menschen den Idealen des echten Führers auch heute noch durchaus folgen würden. Im Stile einer Comig of Age Story ist das emotionale Bindeglied der Story Fabian Busch, der Fabian Sawatzki spielt, ein kleiner Laufbursche beim Sender der erst gefeuert wird und dann mit den Hitler Videos zum großen Star der Branche aufsteigt. Ihm folgt der Zuschauer gerne weil seine Absichten stets ehrlich erscheinen, wenngleich er gen Ende durchaus Zweifel an Hitlers Echtheit heckt. Hier verschmilzt die ganze Szenerie dann auch immer wieder ein wenig ins doppelbödige, da Hitler im Film ein Buch über seine Ereignisse im Film schreibt, und dieses dann wieder verfilmt wird, was zu einigen lustigen Dopplungen führt. Der Humor wird meist nicht mit der Brechstange eingeführt, sondern ergibt sich aus den Situationen in denen Hitler die Welt erkundet, zB wenn er einen Hunde Welpen haben möchte oder die Partei Zentrale der NPD aufmischt, das ist urkomisch. Außerdem werden immer wieder echte TV Studios gezeigt, in denen Hitler auftritt und seine Sicht der Dinge erklärt, etwa bei Circus Haligali oder Hart aber fair. Auch zahlreiche bekannte Youtube Stars melden sich zu Wort und erklären das Phänomen Hitlers und ob "er" das eigentlich alles darf. Das ist doppeltes Augenzwinkern, das es einem Propaganda Menschen wie dem Führer natürlich in die Karte spielen würde, wenn er wirklich im Jahr 2014 aufwacht. Zum Ende wird es dann sogar ein wenig Philosophisch, wenn sich die Frage stellt ob Hitler nicht immer noch in unseren Köpfen ist, und er nie wirklich weg war. Das ganze wirkt aber so surreal und absurd, das man dem ganzen Team nur danken muss, denn als Nazi Propaganda ist das ganze hier nun wirklich nicht zu verstehen, der Roman und der Film spielen eher mit unseren Ur Ängsten und Werten, und der Frage "Darf man das"?

So ein Gebilde steht und fällt mit guten Schauspielern. Der bereits angesprochene Fabian Busch spielt naiv dümmlich den Otto normalen, der nur Anerkennung sucht und beruflich etwas erreichen möchte, und dabei anfangs Hitlers Eskapaden "erträgt", was er gut vermittelt. Christoph Maria Herbst, der das Hörbuch gelesen hat ist mal wieder süffisant over the top der Vize Chef des Verlages, dem alle mittel recht sind um an die Macht zu kommen, was man ihm sofort abkauft.Eine Szene sei erwähnt ihn der er eins zu eins die Worte des Führers aus dem Bunker spricht, die weltbekannt im Film "Der Untergang" von Bruno Ganz gesprochen wurden, was unerwartet kommt und irrwitzig ist. Katja Riemann, die im Film sogar mal als Frau Goebels bezeichnet wird macht ihre Sache als Sender Chefin ordentlich und zieht die Anti Partien gekonnt auf sich. Auch Michael Kessler weis als Komiker durchaus zu überzeugen, der mit Argwohn zusehen muss wie Hitler in nur wenigen Tagen seine Show "einnimmt".Franziska Wulf als Satanistin und Sekretärin versprüht mit ihrer Berliner Schnauze viel Charme und ist einfach nur göttlich naiv. Nun aber zum Führer selbst. Oliver Masucci hat in privater Kluft so gar keine Ähnlichkeit mit seiner Figur, mit den richtigen Haaren, dem berühmten Bart und der Uniform verschmilzt er aber optisch verblüffend gut zu ihm. Seine Stimme, seine Bewegungen und seine Haltung, man kann es kaum glauben, aber er könnte durchaus wirklich Adolf Hitler sein. Sein Humor ergibt sich aus der Sprachkultur seiner Worte, aus seiner Weltanschauung, und am besten funktioniert das Prinzip wenn er in Lokalen oder auf der Straße mit "einfachen" Bürgern spricht und sie fragt, was sie denn für Nöte und Sorgen haben. Eine tolle Leistung,

Fazit: "Er ist wieder da" ist eine urkomische Groteske, die ihren Humor aus den skurrilen Situationen bezieht, dabei ebenso als Medien Schelte zu verstehen ist und beängstigend real das Gefühl vermittelt, "was wäre wenn" und "Darf man das"?
CineMeg
CineMeg

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4,0
Veröffentlicht am 18. Januar 2016
Alles mit dabei: Bissig, ernst, lustig. Der Film bietet viel und geht gut mit einem sehr schwierigen Thema um. Allerdings leider mit einem schwachen Ende und eher schwachem Soundtrack. 7,5 von 10 Punkten.
Michael S.
Michael S.

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3,5
Veröffentlicht am 11. April 2016
Ein Film der vieles ist. Und bei weitem nicht immer das, wofür man ihn hält. Aber am Ende irgendwie doch. Der dokumentarische Beginn, bei dem sich Hitler von einem Benimmcoach Tipps für stilvolles Händeschütteln geben lässt, sein darauf folgendes Erwachen mitten in Berlin und der selbstverordnete Geschichts-Nachhilfeunterricht im Zeitungskiosk schüren Erwatungen in Richtung einer ganz netten sozialkritischen Experimentalkomödie. Aber David Wnendts filmische Adaption des Bestsellers ist mehr als das. In erster Linie wird mit erschreckendem Realismus gezeigt, wie verführbar Menschen auch im einundzwanzigsten Jahrhundert sein können und, dass ein charismatischer Redner, der sich in Zeiten der Unzufriedenheit als ultimativer Problemlöser ausgibt, schneller beliebt sein kann, als man meint.
Gleichzeitig wird auch einer fernsehverdummten Zuschauerschaft der Spiegel vorgehalten, wo Tierquäler Unmenschen sind, die aber, sobald sie sich von Neonazis verhauen lassen oder schnell an Tierschutzvereine spenden, augenblicklich rehabilitiert und als "Helden der Demokratie" gefeiert werden. Auch eine auf Kosten des guten Geschmacks Profit machende Medienszene wird schamlos und stellenweise äußerst schmerzhaft parodiert. Selbst Youtube-"Stars" reagieren auf ihre Weise mit Hitler-MakeUp-Tutorials und supernachdenklichen philosphischen Beiträgen auf das Geschehen, der Rest der sozialen Netzwerke und Medienwelt sowieso. Die erschreckende Erkenntnis: Hitler hat das Zeug, hipp und angesagt zu sein, obwohl sich sein "Programm" in den letzten siebzig Jahren nicht verändert hat. Er nimmt die Leute bei der Hand, gibt eine Richtung vor, schafft klare Verhältnisse wo sich mancher verunsichert fühlt und Führung erwartet. Obwohl der großartig aufspielende Oliver Masucci den sattsam bekannten Sprachduktus und Uniformlook kaum variiert, wird dennoch viel von der Verführungskraft Hitlers deutlich. Daneben verblassen selbst gleichfalls gut aufgelegte Darsteller wie Katja Riemann oder Christoph Maria Herbst (mit einer genialen Hommage an "Der Untergang"), der auch das Hörbuch zum Roman einsprechen durfte.
Einige der als dokumentarisch präsentierten Szenen sind freilich zu perfekt, um hundertprozentig authentisch sein zu können. Tatsächlich wurden Szenen wie die in der NPD-Parteizentrale (geführt von einem gewissen Ulf Birne) täuschend echt mit Schauspielern in Szene gesetzt, während andere Figuren des rechten Spektrums offenbar tatsächlich existieren. Manche auf der Straße oder an Stammtischen aufgezeichneten Kommentare hat man aber womöglich so oder so ähnlich schon mal gehört (oder würde sie denjenigen zumindest auf den ersten Blick zutrauen). Sollte diese vielschichtige und uneindeutige Vermischung von Realität und Fiktion in dieser Form Absicht sein, wäre der Film ein großartiger Beweis dafür, dass er selbst es schafft, die Zuschauer nach Belieben zu manipulieren und, dass man höllisch aufpassen musst, wann und worüber man lacht. Überhaupt enthält die Erzählung so viele Ebenen und auch als "Film im Film" erzählte Elemente, dass genaues Aufpassen zwingend erforderlich ist. Und dann will der Film ja auch noch unterhalten. Keine Angst, das tut er auch, nur fragt man sich oft ob jetzt Lachen oder Kopfschütteln angebracht ist.
Auch wenn David Wnendt Dummheit und Ewiggestrigsein anders als sein Kollege Dietrich Brüggemann in der gleichfalls gelungenen Satire "Heil" allein auf das rechte Spektrum beschränkt und andere Ideologien leider grundsätzlich ausklammert, bleibt ein wichtiger Film zurück. Einer, der stellenweise wehtut und jeden Zuschauer herausfordert. Denn trotz aller Aufarbeitungsmaßnahmen ist das Thema noch lange nicht durch, sondern heute womöglich aktueller denn je. Insgesamt eine hochbrisante aber notwendige Gratwanderung zwischen Satire, Komödie, Drama und Mockumentary.
Balticderu
Balticderu

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5,0
Veröffentlicht am 20. November 2022
Eine wunderbare und extrem lustige Parodie, über einen Menschen, der dunklen deutschen Geschichte.
Von Anfang bis zum Ende wirklich extrem lustig und unterhaltsam.
Die Story ist ebenfalls gut gemacht. Adolf H. wacht Jahrzehnte nach seinen Tod wieder auf und muss auf lustiger Weise sich erstmal zurecht finden. Später will er natürlich wieder die Weltherrschaft an sich reißen.
Kann man sich definitiv anschauen.
komet
komet

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2,0
Veröffentlicht am 9. Oktober 2015
gleich vorneweg: ich bin ein monty python fan. durch und durch. was den schwarzen humor oder den bitterbösen humor angeht, habe ich also (meiner meinung nach) bereits den schwärzesten und bitterbösesten humor aller zeiten gesehen. - - - - da kann "er ist wieder da" gar nicht mithalten. allerdings habe genau das erwartet. schwarzen humor und bitterbösen humor. davon gab es aber viel zu wenig. zur hälfte war der film lustig und interessant und zur hälfte war der film irgendwie langweilig. das potential mit ironie und sarkasmus, welches dieser film durchaus hat, wurde nicht ausgeschöpft. der film ist lustig, ich habe gelacht, aber es hätte mehr als nur zu 50% sein sollen.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

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4,0
Veröffentlicht am 3. August 2017
Bei dieser Thematik fällt es wirklich schwer den Film als einen normalen Unterhaltungsfilm zu erfassen. Das wird auch dadurch erschwert das zahlreiche Dokusequenzen drin sind bei denen man nicht weiß ob der an der entsprechenden Stelle gefaket oder echt gefilmt wurde und zahlreiche Promis als sie selber auftreten. Letztlich kann man es aber teilen: es ist ein Unterhaltungsfilm, nicht mehr oder weniger, aber man muß mit sich selbst ins Gericht gehen wo man lachen kann und vor allem wo man die präsentierten Gedanken teilen kann oder sich sogar dabei ertappt das man sie teilt.  Das ist es was der Film für mich ist: eine Mediensatire die zeigt wie Hitler wohl in de heutigen Welt von den Medien aufgefasst würde - daraus entspringen zwangsläufi gauch ein paar lustige Momente, aber an den meisten Stellen bleibt einem das Lachen geradezu im Halse stecken. Handwerklich gibt's nichts zu meckern, auch darstellerisch ist die Nummer topp (wenngleich Christoph Maria HErbst eigentlich nur sein Stromberg-Image neu aufgreift). Ein "Muß" in dem Sinne ist der Film nicht, aber sehr wohl eine spannende Frage wie man selber drücber denkt.
 
Fazit: Zwar lustig, aber an vielen Stellen erschreckend und hier und sogar "entlarvend"
Marcel P.
Marcel P.

133 Follower 251 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 26. April 2016
Wer den Film neutral angeht und deutsche Geschichte ausblendet wird sich amüsieren. Ich konnte das ganz gut. Ich finde gut das der Regisseur gegen Ende Stellung bezieht. So muss es sein!
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 9. Dezember 2017
Puh... Harter Stoff, der die Birne permanent in Bewegung hält. Die Szene auf dem Dach erzeugte Gänsehaut - "Du wirst mich nicht los. Ich bin längst ein Teil von Dir." und erinnerte an Luther, der sagte "Der alte Adam in uns soll ersäuft werden. Nimm dich aber in acht, das Aas kann schwimmen!"
Erschreckend, welches Potential (auch) in uns schlummert - unfassbar, wie die Leute auf den Straßen, der Fanmeile und auf dem Hundeplatz reagierten.
Sein "Aufmarsch" in der NPD-Zentrale ebenfalls ein Highlight.
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