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    Netflix-Tipp: Einer der besten Science-Fiction-Filme der letzten Jahre – clever, spannend und mit tollem Twist!
    26.11.2022 um 15:00
    Christoph Petersen
    Christoph Petersen
    -Chefredakteur
    Schaut 800+ Filme im Jahr – immer auf der Suche nach diesen wahrhaftigen Momenten, in denen man dem Rätsel des Menschseins ein Stück näherkommt.

    Während er in den meisten Ländern direkt zu Netflix kam, lief „I Am Mother“ in Deutschland zuerst im Kino. Mittlerweile könnt ihr ihn aber auf Netflix streamen, wenn ihr ihn auf der großen Leinwand verpasst haben solltet.

    Netflix

    Wie „Moon“ von Duncan Jones oder „Ex Machina“ von Alex Garland ist auch „I Am Mother“ von Grant Sputore ein Science-Fiction-Kammerspiel, das zum größten Teil nur an einem beschränkten Schauplatz spielt. Aber das tut der Spannung zum Glück keinen Abbruch – ganz im Gegenteil!

    Aber worum geht es in „I Am Mother“ eigentlich? Gleich am Tag nach der Auslöschung der kompletten Menschheit lässt ein einsamer Android in einem Forschungsbunker einen dort aufbewahrten Embryonen zu einem menschlichen Baby heranreifen. Jahre später kümmert sich der einfach nur „Mutter“ genannte Roboter noch immer fürsorglich um die inzwischen zur Teenagerin gereifte „Tochter“ (Clara Rugaard).

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    Das Mädchen lernt Ballett, Origami und Ethik. An ihren Erfolgen in der Erziehung will die Künstliche Intelligenz testen, ob sie selbst inzwischen als Mutter geeignet genug ist, um auch die anderen Embryonen zu guten Menschen zu erziehen. Aber dann steht plötzlich eine verletzte Frau (Hilary Swank) vor der Tür – und bringt das etablierte Machtgefüge zwischen mechanischer Mutter und menschlicher Tochter plötzlich ganz gehörig durcheinander...

    Darum lohnt sich "I Am Mother"

    Ähnlich wie „Ex Machina“ begeistert „I Am Mother“ auch ohne Blockbuster-Budget mit einem wirklich beeindruckenden Roboter-Design: Die Kombination aus präziser Motion-Capture-Performance und der gewohnt-grandiosen Animationsarbeit von Weta Digital (u.a. die neuen „Planet der Affen“-Filme) lassen „Mutter“ im selben Moment fürsorglich und verstörend erscheinen. Eine Ambivalenz, die vom cleveren Skript und seinen zahlreichen Twists nur noch weiter befeuert wird.

    Das gilt auch für das Finale, dessen Uneindeutigkeit – zumindest einigen Kommentaren im Netz nach zu urteilen – vielen Zuschauer*innen doch arg vor den Kopf zu stoßen scheint. Hier erklären wir die Details, falls euch doch etwas entgangen sein sollte:

    "I Am Mother": Wir erklären das Ende des twistreichen Sci-Fi-Thrillers

    Mit dem Dazukommen der verletzten Frau gibt es dann sich immer wieder verschiebende Allianzen: Zwischen den beiden potenziellen „Müttern“ entbrennt ein regelrechter Wettstreit um das Vertrauen der „Tochter“ – und weil man nur wenig mehr erfährt als die Protagonistin, ist es auch für uns fast unmöglich, sich zu entscheiden.

    Zumal „I Am Mother“ mit allerlei neuen Enthüllungen in schneller Abfolge dafür sorgt, dass man mit seiner ethischen Einschätzung der Situation ohnehin immer wieder von vorne beginnen muss.

    Shitstorm für den Trailer

    Normalerweise platzieren wir die Trailer der Filme in unseren Streaming-Tipps möglichst am Anfang der Artikel – viele von euch wollen eben gar nicht unbedingt vorab viel über einen Film lesen, den sie sich dann ja womöglich eh anschauen, sondern nur kurz in den Trailer reinschauen, ob das etwas für sie sein könnte. Aber im Fall von „I Am Mother“ haben wir uns entschieden, den Trailer erst ganz am Ende zu platzieren.

    In den USA ist „I Am Mother“ nicht in den Kinos, sondern direkt bei Netflix gestartet – und als der Streaming-Service damals den ersten Trailer auf YouTube veröffentlicht hat, gab es direkt einen regelrechten Shitstorm, weil die Vorschau praktisch schon den ganzen Film vorwegnimmt und man sich viele der Wendungen bereits vor Filmbeginn kaputtmacht. Ansehen also auf eigene Gefahr:

    Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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