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    Unfassbar: Das neue Fantasy-Epos des "Mad Max"-Schöpfers ist im Kino komplett gefloppt – ab sofort im Heimkino nachholen!
    08.12.2022 um 17:00
    Sidney Schering
    Sidney Schering
    -Freier Autor und Kritiker
    Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.

    Nach dem Endzeit-Meisterstück „Mad Max: Fury Road“ stand George Miller vor unbegrenzten Möglichkeiten. Er nutzte sie für ein starbesetztes Fantasy-Epos – das im Kino floppte. Nun buhlt „Three Thousand Years Of Longing“ im Heimkino um Aufmerksamkeit.

    Mit „Mad Max: Fury Road“ legte Regisseur George Miller eine wahre Kino-Sensation hin: Der stylische und temporeiche Endzeit-Actioner versetzte die Fachpresse geradezu in Euphorie. Es folgten stattliche sechs Oscars und vier weitere Academy-Award-Nominierungen, darüber hinaus genießt das Spektakel unter Filmfans anhaltende Popularität. Was passiert wohl, wenn der Regisseur dieses Ausnahmefilms auf der Welle eben jener Anerkennung ein starbesetztes Fantasy-Epos dreht?

    Selbst, wenn ihr die Überschrift dieses Artikels übersprungen habt, dürftet ihr die bittere Ironie sieben Meilen gegen den Wind wittern: Nach Jahren des gebannten Wartens fiel Millers Nachfolger-Film „Three Thousand Years Of Longing“ richtig auf die Nase. Weltweit nahm das 60-Millionen-Dollar-Projekt an den Kinokassen nicht einmal 20 Millionen Dollar ein. Vielleicht kann das Tausend-und-eine-Nacht-Epos aber nun im Heimkino etwas mehr Aufmerksamkeit generieren: „Three Thousand Years Of Longing“ erscheint am 9. Dezember auf DVD, Blu-ray und 4K-Blu-ray! Alternativ gibt's den Film natürlich auch als VOD.

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    Übrigens: In der FILMSTARTS-Kritik zu „Three Thousand Years Of Longing“ ist unter anderem von einer „episch bebilderten“ Geschichte die Rede. Falls euer Heimkino also dementsprechend ausgestattet ist, lohnt es sich hier wohl durchaus, zur 4K-Variante zu greifen.

    "Three Thousand Years Of Longing": George Millers Vorstellung eines „kleinen“ Films

    Dr. Alithea Binnie (Tilda Swinton) ist geschieden, kinderlos und hoch zufrieden. Schließlich hat sie ihre geliebte Büchersammlung. Als sie nach Istanbul reist, erwirbt sie dort eine alte Glasflasche. Kaum reinigt sie das Artefakt, entweicht aus dem Gefäß ein stattlicher Dschinn (Idris Elba), der ihr drei Wünsche erfüllen will. Alithea zögert, immerhin gibt es unzählige Sagen, die vor genau solchen Situationen warnen. Da der Dschinn allerdings nur dann Freiheit erlangt, wenn er seiner Aufgabe als Wunscherfüller nachgeht, beschließt er, Alithea mit Geschichten aus seinem Leben und längst vergangenen Zeiten umzustimmen...

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    Um dem weltweiten Einspielergebnis von „Three Thousand Years Of Longing“ sein Abschneiden in Deutschland entgegenzusetzen: Das Fantasy-Epos startete Anfang September mit weniger als 14.000 verkauften Tickets gerade einmal auf Platz 15 der Wochenendcharts. Schon zwei Wochen später verabschiedete sich der Film aus den Top 20 sowie aus den meisten deutschen Kinos. Das ist nicht nur in einem Kinoklima, in dem Filmfans den Mangel an aufwändigen Passionsprojekten visionärer Regietalente beklagen, ein Jammer.

    Denn die magische und zwischendurch psychedelisch angehauchte Leidensgeschichte von Liebe, Sehnsucht und Verlust mag etwas hinter ihren erzählerischen Möglichkeiten zurückbleiben. Trotzdem wurde nicht nur in unserer Kritik staunend festgehalten, wie sehr George Miller bei diesem Projekt klotzt, obwohl er es selbst einst als kleineren Film bezeichnete.

    Und, um erneut aus unserer Review zu zitieren, „ist es absolut erfrischend, mal wieder einen Fantasy-Blockbuster ohne Franchise-Bezug auf der großen Leinwand zu sehen, der ein erzählerisches Wagnis eingeht und dessen Ende nicht nur darauf ausgelegt ist, mit Hilfe einer Post-Credit-Szene auch schon direkt die Fortsetzung anzuteasern.“

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