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    Wenn ihr "Jurassic Park" bei 109 Minuten und 10 Sekunden stoppt, seht ihr die Dinosaurier mit anderen Augen!
    Pascal Reis
    Pascal Reis
    -Redakteur
    Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

    Filmfehler gehören zum Kino dazu. Viele von ihnen bleiben sogar lange Zeit unentdeckt. So wie in „Jurassic Park“, bei dem ein grandioser Patzer erst sehr viel später aufgespürt wurde – obwohl er mehr als offensichtlich ist!

    Wir alle machen Fehler. Filmemacher*innen sind da natürlich keinesfalls ausgenommen. Und da es verdammt häufig zu Schnitzern auf der Leinwand kommt, gibt es sogar Menschen, die es zur ihrer Profession gemacht haben, diese Schnitzer aufzuspüren und aufzulisten. Manchmal ist es jedoch wirklich erstaunlich, was dem Publikum alles verborgen bleibt, wenn es von einem Film gefesselt wird. Ein perfektes Beispiel dafür ist Steven Spielbergs Meilenstein „Jurassic Park“ von 1993.

    Obgleich auf der IMDb-Datenbank gleich 178 Fehler aufgelistet sind, die in „Jurassic Park“ zu entdecken sind, ist ein ganz besonderer Patzer über Jahre hinweg unentdeckt geblieben (bis ihn ein Reddit-User ausfindig gemacht hat) – und das, obwohl er nicht nur ziemlich offensichtlich ist, sondern auch in einer der beliebtesten und besten Szenen des ganzen Films in Erscheinung tritt. Die Rede ist hier nämlich von der legendär-schweißtreibenden Küchensequenz, in der sich Tim (Joseph Mazzello) und Lex (Ariana Richards) vor zwei Velociraptoren verstecken.

    Ein Fehler, den man nicht ungesehen machen kann

    Nachdem es Tim und Lex zusammen mit Dr. Grant (Sam Neill) ins Hauptgebäude des Jurassic Park geschafft haben, begibt sich Grant noch einmal nach draußen, um Dr. Sattler (Laura Dern) zu suchen. Zur gleichen Zeit werden die beiden Kinder von Velociraptoren aufgespürt und flüchten in die Restaurant-Küche. Und jetzt aufgepasst:

    In dem Moment, als der erste Reptor die Küche betritt, fährt die Kamera langsam auf die Gesichter der verängstigten Kinder zurück, die hinter einem Metallregal kauern. Bleibt man mit seinen Augen aber bei dem bedrohlichen Dinosaurier, sieht man, wie eine Hand hinter dem Raptor versucht, dessen Schwanz runterzudrücken, damit dieser nicht zu weit empor ragt.

    Ihr findet den Moment bei 109 Minuten und 10 Sekunden. Hier haben wir ihn für euch in einem Szenenfoto festgehalten:

    Universal Pictures

    Trotzdem ist "Jurassic Park" ein Meisterwerk

    Filme sind nicht perfekt, auch wenn sie uns oftmals das Gefühl geben, formvollendet zu sein. Doch auch wenn man nun bei jeder einzelnen Sichtung darauf achten wird, ändert es nichts an der Qualität des Meilensteins. Ganz im Gegenteil: Vielmehr wird hier nochmal bewiesen, welch eskapistische Strahlkraft das Dino-Abenteuer doch eigentlich entfacht – und unterstreicht, dass die Macher*innen im Hintergrund eben auch nur Menschen sind.

    Es gibt wohl keinen Film auf der großen weiten Welt, der komplett fehlerfrei ist. Die häufigsten Patzer sind dabei die Kontinuitätsfehler. Innerhalb einer Szene kann sich bespielsweise die Länge einer Zigarette rapide ändern oder der Flüssigkeitsstand in einem Glas, das gerade noch leer war, im nächsten Moment aber wieder zur Hälfte gefüllt ist. Das liegt oftmals daran, dass die Szenen zwar in der Montage aneinandergefügt sind, beim Drehprozess aber nicht chronologisch eingefangen wurden.

    Stoppt "101 Dalmatiner" bei 9 Minuten und 30 Sekunden: Haben die Macher des Disney-Klassikers hier etwa geschlafen?

    Dies ist eine Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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