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    Altersfreigabe für "Scary Stories To Tell In The Dark": Die FSK-Entscheidung ist eine handfeste Überraschung!
    Von Christoph Petersen — 25.10.2019 um 19:52

    Der von Guillermo del Toro produzierte Horrorfilm setzt auf handgemacht-nostalgischen Grusel statt auf Blut oder Brutalität. Die deutsche FSK-Altersfreigabe kommt deshalb ziemlich überraschend und ist für unseren Geschmack auch zu streng ausgefallen.

    Entertainment One Germany (eOne)

    Die in den Neunziger erschienenen, meist nur eine Seiten langen „Scary Stories To Tell In The Dark“ kennt in Nordamerika so ziemlich jedes Kind. Ist ja auch kein Wunder: Denn nicht nur ist die Kurzgeschichtensammlung immens populär, sie stammt auch von dem Kinderbuchautor Alvin Schwartz. Als sich der für „The Shape Of Water“ oscarprämierte Guillermo del Toro (als Produzent) und André Øvredal (als Regisseur) daran gemacht haben, die Stories fürs Kino umzusetzen, haben sie mit „Scary Stories To Tell In The Dark“ einen Film gedreht, der schon deutlich geradliniger-gruselig ist als zum Beispiel „Gänsehaut“, der aber dennoch als Familien-Horrorfilm durchgeht.

    Und das hat sich in den USA auch ausgezahlt: Mit seiner PG-13-Freigabe hat „Scary Stories To Tell In The Dark“ dort auch eine Menge angehende Horrorfans in die Kinos gelockt. Am Ende ist so ein Einspielergebnis von knapp 100 Millionen Dollar allein in Nordamerika zusammengekommen. In Deutschland könnte es der Film nun allerdings deutlich schwerer haben, denn die FSK traut dem kindgerechten Horror offenbar nicht so recht über den Weg und hat nun die Entscheidung gefällt, ihn erst für ein älteres Publikum freizugeben:

    In Deutschland hat „Scary Stories To Tell In The Dark“ eine FSK-Freigabe ab 16 Jahren erhalten.

    Darum ist die Entscheidung so schade

    Nun können sich erwachsene Horror-Fans natürlich freuen, dass der Film offenbar doch nicht so harmlos ist, wie sie nach der PG-Freigabe in den USA womöglich befürchtet haben. Aber das Ding ist halt: „Scary Stories To Tell In The Dark“ ist nicht vergleichsweise familienkompatibel, weil sich die Macher bewusst zurückhalten würden, er ist es, weil sie platte Schocks oder billige Gewaltspitzen auch einfach gar nicht nötig haben. „Scary Stories To Tell In The Dark“ ist eine „eine hübsche Hommage an die traditionelle amerikanische Schauergeschichten“ und ein „schönes Oldschool-Gruselkabinett mit tollem Sixties-Flair, liebenswerten Helden und perfekt in Szene gesetzten Schockmomenten“, wie wir in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik schreiben.

    Das wäre die perfekte Chance gewesen, auch jüngere Zuschauer an das Genre heranzuführenohne ihnen dabei sterile, abgekochte, für ihr Alter heruntergedampfte Kost vorsetzen zu müssen. Aber jetzt dürfen die 13 bis 15 Jahre alten Jugendlichen, für die „Scary Stories To Tell In The Dark“ eigentlich der perfekte Halloween-Film gewesen wäre, leider nicht ins Kino. Aber spätestens auf DVD und Blu-ray dürfen dann ja die Eltern enscheiden – und in diesem Fall sollten sie da ruhig ein Auge zudrücken, denn bei „Scary Stories To Tell In The Dark“ ist die FSK in Anbetracht der Spruchpraxis der vergangenen Jahre doch ungewöhnlich streng gewesen.

    „Scary Stories To Tell In The Dark“ läuft ab dem 31. Oktober 2019 in den deutschen Kinos.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Scary Stories To Tell In The Dark"

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