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    TV-Tipp: Heute läuft einer der originellsten Sci-Fi-Filme überhaupt – wunderschön inszeniert & einzigartig erzählt
    Von Daniel Fabian — 20.04.2021 um 12:15

    Mit Produktionskosten von 100 Millionen Dollar, jeder Menge Stars und basierend auf einer „unverfilmbaren“ Vorlage schufen die „Matrix“-Macher einen der außergewöhnlichsten Independentfilme überhaupt: „Cloud Atlas“ – heute um 23.55 Uhr auf HR.

    Jay Maidment / Warner Bros.

    --- Die TV-Ausstrahlung von „Cloud Atlas“ habt ihr leider verpasst, alternativ bekommt ihr den Film derzeit aber schon für 3,98 Euro bei Amazon. ---

    +++ Meinung +++

    Als ich „Cloud Atlas“ 2012 im Kino sah, wusste ich gar nicht, wie mir geschah. Was ein typisch-lockerer Kinoabend mit Freunden werden sollte, wurde zu einem außergewöhnlichen Erlebnis, das mich in seinem Umfang und seiner Komplexität maßlos überforderte. „Vielleicht bin ich einfach zu doof“, dachte ich mir – und habe mir direkt im Anschluss die Buchvorlage von David Mitchell besorgt. Nur um nach wenigen Seiten zu merken, dass ich mich damit sogar noch schwerer tat. „Darum galt das Ding also als unverfilmbar“, fiel es mir wie Schuppen von den Augen.

    „Alles ist verbunden“, so die Devise des Historien-Sci-Fi-Abenteuer-Dramas, in dem zwischen den Zeiten und Welten hin und her gesprungen wird, während wir unzählige Hollywood-Stars in unterschiedlichen, zum Teil herrlich abstrusen Rollen sehen. Und auch wenn ich bis heute damit beschäftigt bin, die einzelnen Punkte im Film tatsächlich miteinander zu verbinden, weiß ich nach mehrmaliger Sichtung: „Cloud Atlas“ ist einer der außergewöhnlichsten Filme, die ich je gesehen habe.

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    Mit einem unkonventionellen Ansatz und seiner Laufzeit von knapp drei Stunden ist der Film mit unter anderem Tom Hanks, Halle Berry, Jim Broadbent, Hugo WeavingJim Sturgess und Ben Whishaw zwar alles andere als leichte Kost – dafür aber auch ein durch und durch einzigartiges und faszinierendes Filmerlebnis, das man nie wieder vergisst. HR zeigt „Cloud Atlas“ am heutigen 20. April 2021 um 23.55 Uhr. Damit werden zwar nur echte Nachteulen bedient, wer trotzdem mal reinschauen will, bekommt den Film derzeit aber schon für schlanke 3,98 Euro bei Amazon:

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    Das erwartet euch in "Cloud Atlas"

    Angesiedelt in unterschiedlichen Epochen erzählt „Cloud Atlas“ unter anderem von einer augenöffnenden Seereise auf einem Sklavenschiff, von einem renommierten Nuklearexperten in den 70ern und vom Klon-Dasein im Neo-Seoul des 22. Jahrhunderts. Wie das alles zusammenhängen soll? Der Trailer gibt schon mal einen ersten Einblick (die Antworten folgen dann im Film bzw. in euren Köpfen):

     

    Ob ihr „Cloud Atlas“ am Ende aber auch genießen könnt, hängt gar nicht zwangsläufig davon ab, ob ihr auch wirklich jede wortwörtliche „Verbindung“ erkennt oder nicht. Denn der Film kommt einer Entdeckungstour gleich – von der man am Ende nur so viel mitnimmt, wie man investiert.

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    Dem Kino sind keine Grenzen gesetzt

    Für mich ist „Cloud Atlas“ zwar einer dieser Filme, die immer besser werden, je öfter man sie schaut – denn ich finde jedes Mal aufs Neue Details, die mich des Rätsels großer Lösung einen Schritt näher bringen. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht auch beim ersten Mal eine gute Zeit haben kann – ganz im Gegenteil.

    Denn „Cloud Atlas“ entführt einen in eine fremde, faszinierende Welt (bzw. gleich in mehrere) und strotzt nur so vor interessanten Dialogen, bestens aufgelegten Darsteller*innen und ebenso spektakulären wie abwechslungsreichen Bildern.

    ›› Die "Cloud Atlas"-Buchvorlage bei Amazon*

    Wer nach einem langen Arbeitstag also keine Lust hat, sich sein Hirn von einem Film verknoten zu lassen, kann sich auch einfach nur in das bildgewaltige Abenteuer schmeißen und dennoch seinen Spaß haben. Alleine schon den verschiedenen Charakteren auf den Grund zu gehen, die Hanks und Co. spielen, ist eine echte Freude – und dank der großartigen Masken und Kostüme, die bei den Oscars völlig hintergangen wurden, ist es in manchen Fällen auch gar nicht mal so einfach zu sagen, wer denn eigentlich hinter dem Make-up steckt.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Cloud Atlas"

    Dass der 100 (!) Millionen Dollar teure Independent-Film vor allem visuell überzeugt, liegt übrigens nicht zuletzt an Lana und Lilly Wachowski. Wenn das vor allem für die „Matrix“-Reihe bekannte Regie-Duo nämlich eines immer wieder beweist – und zwar auch in Filmen wie „Jupiter Ascending“ oder „Speed Racer“, die bei der Allgemeinheit weniger gut ankamen –, dann ist das ein ungemeines Gespür für frische Designs und wahnsinnig detailverliebte und durchdachte Spezialeffekte.

    Und falls ihr nicht nur den visuellen Stil der Wachowskis mögt, sondern vielleicht auch deren Netflix-Serie „Sense8“ verschlungen habt – dann solltet ihr unbedingt auch mal bei „Cloud Atlas“ reinschauen. Beide stammen nicht nur von den gleichen kreativen Köpfen (ebenfalls an Bord: „Lola rennt“-Macher Tom Tykwer), sondern teilen auch inhaltliche jede Menge Gemeinsamkeiten. 

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