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    "Squid Game": Das ist das Erfolgsgeheimnis des Netflix-Megahits
    18.10.2021 um 18:45
    Annemarie Havran
    Annemarie Havran
    -Mitglied der Chefredaktion
    Film- und Serien-Fan mit Leib und Seele. Immer, wenn im Kinosaal das Licht ausgeht oder der Vorspann einer starken Serie beginnt, kommt die Gänsehaut.

    Wie ist es ausgerechnet der südkoreanischen Death-Game-Serie „Squid Game“ gelungen, zum Netflix-Überflieger zu werden und ein weltweites Publikum zu begeistern? Serienschöpfer Hwang Dong-hyuk erklärt, warum „Squid Game“ solches Hit-Potenzial hat.

    Netflix

    Squid Game“ thront weiterhin an der Spitze der Netflix-Charts – und ist inzwischen die meistgeschaute Netflix-Serie noch vor Megahits wie „Bridgerton“, „Lupin“ und „The Witcher“. Laut Hochrechnungen von Bloomberg wird „Squid Game“ für Netflix bald rund 900 Millionen US-Dollar wert sein. Die Serie ist also ein sensationeller Erfolg – und zwar einer, auf den man nicht unbedingt gewettet hätte.

    Was aber ist das Erfolgsgeheimnis dieser doch ziemlich brutalen Serie, in der 456 Frauen und Männer in pervertierten Kinderspielen gegeneinander antreten, bei einem Sieg eine Runde vorrücken und die Chance auf einen Milliarden-Gewinn haben, bei einer Niederlage jedoch getötet werden? Und vor allem: Warum funktioniert diese Serie weltumspannend, also in ganz verschiedenen Kulturkreisen, so gut? „Squid Game“-Erfinder Hwang Dong-hyuk hat darauf seine ganz eigene Antwort.

    Einfache Regeln

    Im Interview mit The Hollywood Reporter enthüllte der Serienschöpfer, was seiner Meinung nach das Erfolgsgeheimnis von „Squid Game“ ist: die Einfachheit der Spiele.

    Dass die Serie für ein globales Publikum funktioniert, war von Anfang an eines von Hwangs Zielen, als er vor über zehn Jahren begann, an „Squid Game“ zu arbeiten. Deshalb habe er die Regeln und Spiele in der Serie bewusst einfach gehalten: „Die Kinderspiele in der Serie bringen für diejenigen, die sie selbst als Kinder gespielt haben, ein Gefühl von Nostalgie mit. Aber vor allem sind es Spiele, die einfach zu begreifen sind. Jeder, der die Serie egal wo auf dieser Welt schaut, kann die Spielregeln ganz einfach verstehen.

    Hwang führt weiter aus: „Und weil die Spiele so einfach sind, müssen sich die Zuschauer*innen nicht darauf konzentrieren, die Regeln zu verstehen. Sie können sich stattdessen auf die Gefühle der Figuren und die Dynamiken zwischen ihnen konzentrieren, und so viel besser in die Erfahrung eintauchen, mit den Figuren mitfiebern und mitfühlen.“

    Eine Story zum Eintauchen und Mitfiebern

    Außerdem war Hwang wichtig, dass die Geschichte unterhaltsam ist – trotz all der Grausamkeiten, die in „Squid Game“ geschehen. Aber in so eine Geschichte einzutauchen, sei einfacher für die Zuschauer*innen.

    In die Geschichte einzutauchen, mit den Figuren mitzufiebern, sie zu lieben oder zu hassen, mache es für Zuschauer*innen letztendlich möglich, die Serie nicht mehr nur als abstrakt und unrealistisch zu sehen, sondern eine Verknüpfung zur wirklichen Welt herzustellen und eine Botschaft mitzunehmen.

    Letztlich stellt sich das Publikum dann im Idealfall Fragen, die universell sein dürften. Hwang erklärt, dass es sein Ziel war, dass sich die Zuschauer*innen selbst zu hinterfragen beginnen: Wie lebe ich mein Leben? Wer von den Figuren in der Serie wäre ich und in welcher Welt lebe ich?

    Themen, mit denen alle etwas anfangen können

    Zudem glaubt Hwang, dass mehr als 90 Prozent der Menschen überall auf der Welt etwas mit den Themen anfangen können, um die es in der Serie geht: Das sind nämlich natürlich nicht brutale Kinderspiele, bei denen man um jede Menge Geld zockt, sondern profunde Themen wie soziale Ungleichheit, unfaire Lebensbedingungen, Leben am Rande des Existenzminimums und ein stetig härter werdender Wettbewerb. Die Pandemie habe die Lebensbedingungen für viele Menschen sogar noch verschlechtert.

    Wenn ihr erfahren wollt, worum es in einer zweiten Staffel von „Squid Game“ gehen könnte, dann empfehlen wir euch diesen Artikel:

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