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    Neu auf Netflix: In diesem irren Sci-Fi-Thriller jagt ein What-The-Fuck-Moment den nächsten
    12.01.2022 um 08:30
    Daniel Fabian
    Daniel Fabian
    -Redakteur
    Berührt und fasziniert zu werden, aber auch etwas über sich selbst lernen – das bedeutete Kino schon immer für Daniel. Darum machte der einstige Sozialarbeiter am Ende seine Leidenschaft auch zum Beruf.

    Algorithmen bestimmen zunehmend den Alltag der Menschen. Wohin das führen kann, zeigt „Vivarium“ auf ebenso verrückte wie verstörende Weise. Den Film mit Jesse Eisenberg („Zombieland“) und Imogen Poots („I Kill Giants“) gibt's ab sofort bei Netflix.

    Vertigo Releasing/Netflix

    Filme sind oft Realitätsflucht, Ausflüge in eine Traumwelt. Oder, wie im Falle von „Vivarium“, in eine Albtraumwelt. Eine Albtraumwelt, die eine ganz besondere Bedrohlichkeit und Energie entfacht, indem sie surreale Hirngespinste auf nur zu reale Gefahren treffen lässt. Klingt nach einer Welt, in die ihr gerne mal eintauchen würdet? Dann ist heute euer Glückstag – vorausgesetzt, ihr verfügt über ein Netflix-Abo.

    „Vivarium“ ist ab dem heutigen 12. Januar 2022 bei Netflix verfügbar und wechselt damit direkt von Amazon Prime Video, wo der Film eineinhalb Jahre lang abrufbar war, zum Streaming-Service mit dem roten „N“. Jetzt kommen alle Science-Fiction-Fans mit einer Vorliebe für düstere und ebenso greifbare wie abstruse Zukunftsvisionen bei Netflix auf ihre Kosten.

    Darum geht's in "Vivarium"

    Auf der Suche nach ihrem ersten Eigenheim lassen sich Gemma (Imogen Poots) und ihr Verlobter Tom (Jesse Eisenberg) von einem Immobilienverkäufer eine brandneue Siedlung zeigen, die einem Paradies auf Erden gleicht. Dass der Makler (Jonathan Aris) von Anfang an ein wenig merkwürdig wirkt, irritiert das Paar erst zwar. Ihrem Glück soll das aber nicht weiter im Wege stehen. Doch dann erreichen sie ihr potenzielles Traumhaus – und damit beginnen die seltsamen Ereignisse erst.

    Denn bereits kurz nach ihrer Ankunft stellen Tom und Gemma fest, dass sie die Siedlung mit ihrem Auto nicht mehr verlassen können. Gefangen in einem Labyrinth aus identischen Bauten, bekommen sie dann auch noch ein Baby an die Schwelle jenes Hauses geliefert, in das sie nun wohl oder übel einziehen müssen. Aber werden die beiden noch einen Ausweg in ihr altes Leben finden oder wurden sie gerade zu ihrem vermeintlichen ewigen Familienglück gezwungen? Was zum Teufel ist hier nur los?

    Surreales Must-See für "Black Mirror"-Fans

    Der Traum vom Eigenheim, das am Ende eher einem Gefängnis gleicht, „klingt nicht nur so wie eine Folge von „Twilight Zone“ oder „Black Mirror“, sondern fühlt sich oft auch genau so an“, heißt es unter anderem in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik zu „Vivarium“ – dessen Titel aus dem Lateinischen übersetzt übrigens so viel wie „Behälter für lebende Tiere“ bedeutet. Gleichzeitig birgt Lorcan Finnegans vor irrwitzigen Ideen und What-the-Fuck-Momenten nur so strotzender Film aber auch dieselben Schwächen wie jene Anthologie-Serien. Denn ein spannendes Konzept zu haben, ist das eine, daraus eine runde Geschichte zu machen, etwas anderes.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Vivarium"

    Das hervorragend gefilmte, surreale Verwirrspiel leidet zwar unter einem Durchhänger im Mittelteil, macht am Ende aber vor allem jede Menge Laune, weil er Gegenwart und Zukunft auf kreative Weise verschmilzt und seinem Publikum damit – oder zumindest den Herdentieren darunter – den Spiegel vorhält. Und das Finale ist sowieso noch mal eine ganz eigene Nummer für sich… Wenn ihr wichtige Neustarts, egal ob Kino, Streaming oder Heimkino, auf gar keinen Fall verpassen wollt, dann abonniert unseren kostenlosen Newsletter, der jeden Donnerstag erscheint.

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