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    Heimkino-Highlight: Darum lohnt sich die neue "Herr der Ringe"-Neuauflage – selbst wenn ihr die Filme schon zuhause habt!
    20.06.2022 um 09:05
    Sidney Schering
    Sidney Schering
    -Freier Autor und Kritiker
    Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.

    Wer noch nicht auf 4K umgestiegen ist, „Herr der Ringe“ aber dennoch in der neu überarbeiteten Version erleben will, bekommt die legendäre Fantasy-Trilogie nun erstmals in der Remastered-Version für kleines Geld.

    Warner Bros.

    Mittelerde ruft (mal) wieder: Bevor Amazon Prime Video mit seinem Serien-Epos „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ in die von J.R.R. Tolkien erschaffene Fantasywelt lockt, nutzt Warner Bros. das wiedererstarkte Interesse an ihr. Denn bereits am 25. August 2022 erscheint Peter Jacksons „Die Herr der Ringe“-Trilogie in einer neuen Blu-ray-Edition fürs Heimkino.

    Das Set besteht aus den Extended Editions aller drei Filme – wie bei der Reihe gewohnt, sind die extra-epochalen Schnittfassungen auf jeweils zwei Discs aufgeteilt. Das Novum bei dieser Collection besteht jedoch daraus, dass es keine Wiederveröffentlichung der altbekannten Versionen ist. Stattdessen enthält sie die neu gemasterten Varianten des dreiteiligen Fantasy-Spektakels, die 2020 für die 4K-Version erstellt wurden, erstmals in einer reinen Blu-ray-Veröffentlichung, wodurch ihr die überarbeiteten Fassungen günstiger als je zuvor bekommt.

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    Nachdem die Remastered Editions 2020 nur auf 4K-Disc erschienen sind, wurden sie 2021 als Teil der kostspieligen „Mittelerde Ultimate Collection“ auch auf Blu-ray veröffentlicht – wobei diese für Fans ohne 4K-Fernseher kaum eine Verlockung gewesen sein dürfte, nicht zuletzt aufgrund des vergleichsweise hohen Preises. Nun können eben diese Fans die Remastered Editions erwerben, ohne für 4K-Discs mitzubezahlen. Auf Bonusmaterial müssen Interessierte jedoch weitestgehend verzichten: Das im August erscheinende Sechs-Disc-Set besteht allein aus den Filmen – zu denen aber immerhin mehrere optionale Audiokommentare an Bord sind.

    "Der Herr der Ringe" Remastered: Eine Geschmacksfrage

    Die Geschichte von Hobbit Frodo Beutlin (Elijah Wood), Zauberer Gandalf (Ian McKellen), Elb Legolas (Orlando Bloom), Zwerg Gimli (John Rhys-Davies) und den restlichen Gefährten ging erst in die Literaturhistorie ein, dann in die Filmgeschichte. Aber über die Jahrzehnte hinweg hatten Fans die Möglichkeit, sich an verschiedene Versionen zu gewöhnen. Die offensichtlichste Differenz: Die Einen tendieren zu den knapperen Kinofassungen, die Anderen zu den längeren, erzählerisch runderen Extended Editions.

    Allerdings gibt es auch subtilere Unterschiede in den verschiedenen Varianten, in denen man sich Mittelerde nach Hause holen kann. Schließlich hatten die unterschiedlichen Heimkino-Veröffentlichungen eine variierende Bild- und Tonqualität. Mit dem 4K-Remaster kamen noch größere, bewusst gewählte Eingriffe in die Bild- und Klangästhetik hinzu.


    Die Remastered Editions wurden von Peter Jackson überwacht und man verzichtete darauf, die Trilogie derart zu verändern, wie es etwa bei der „Star Wars“-Ur-Trilogie Usus geworden ist: Keine ausgetauschten Musikpassagen, keine neuen Szenen oder Dialoge. Allerdings: Es wurde intensiv mit Rauschfiltern gearbeitet, um die Filmkörnung zu drosseln, außerdem wurde das Color Grading überarbeitet. Teils sind es Detailelemente wie verstärkte oder gedrosselte Schwarztöne und sanftere Lichtübergänge, die nur eingefleischten Fans auffallen dürften.

    Stellenweise gingen Jackson und sein Team beim Remastering aber drastischer vor – insbesondere „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ unterscheidet sich in der neuen Fassung sehr von der früheren Blu-ray-Version, die einen klar erkennbaren Grünstich aufweist. Laut Jackson wollte man mit den Remastered Editions näher an die ursprüngliche Filmkopie-Farbdarstellung des Films rücken, ihn gleichzeitig aber ästhetisch an Teil zwei und drei anpassen. Manche Fans schwören, dass dies gelang und sie „Herr der Ringe“ visuell nie so beeindruckend fanden wie in den Remastered Editions. Andere finden, dass zu viele Filter zum Einsatz kamen und man beim ersten Teil über's Ziel hinausgeschossen sei.

    Am besten, ihr macht im Zweifelsfall Gebrauch von einem Online-Bildvergleich, um euch einen Eindruck zu verschaffen. Aber kurz generell gesprochen: Die Unterschiede fallen alles in allem relativ wenig ins Gewicht. In allererster Linie dürfte die neue Veröffentlichung eh für all diejenigen interessant sein, die sich nun denken: „Oh, stimmt, ich habe die Filme ja noch gar nicht auf Blu-ray! Das sollte ich ändern!“

    Famose Bilder, absolute Starbesetzung und lange vergriffen: Dieses legendäre Western-Epos erhält endlich eine Neuauflage!

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