Niklas B.
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4.5 - Großartig
Zuerst muss ich sagen: Normalerweise bin ich ein sehr anspruchsvoller Film-"Genießer" und erwarte tiefgehende Plots mit ausgeprägten Charakteren, Zusammenhängen und Story, eher 24 (Staffeln) als 08/15-Blockbuster.
Aber das hätte zu diesem Film, und dieser Art von Film generell überhaupt nicht gepasst. Der Film stellt eine negative Utopie, ein Untergangszenario in naher Zukunft dar, dies allerdings nicht wie "The Day After Tomorrow" oder "2012", sondern schon relativ mit "Black Hawk Down", "District 9", oder von Filmstil und Kameraführung Gerard Butler's "Gamer" vergleichbar.
Hauptereigniss des Filmes ist keine wissenschaftliche These, nach der die Welt gerettet werden soll, sondern es ist strikt "Schieß alle Aliens aus dem Weg und dann - mal sehen".
Aus einer Rettungsaktion für Zivilisten in Santa Monica werden nahezu durchgängig Actionszenen, was daran liegt dass sich der gesamte Film um eine Militäreinheit dreht, und es keine Nebenhandlungen/Charaktere (Üblicherweise Regierung, Kommandobasis etc.) gibt, sondern der Zuschauer ausnahmslos die Protagonisten begleitet.
Dass diese Charaktere zugegebenermaßen sehr flach sind und auf Rückblenden, Hintergrundinformationen usw. verzichtet wird sehe ich nicht als Kritikpunkt an, einzig die Aliens hätten stärker charakterisiert werden können, und eine Kontaktaufnahme zwischen den Fronten hätte der Story sicherlich nicht geschadet.
Aber wer diesen Film sieht erwartet Action, nicht herzzerreißende Geschichten.
Und diese wird auch geboten.
Wie bereits erwähnt sieht man beinahe ausnahmslos diese Militäreinheit, womit Action vorprogrammiert ist. Im Stil von beispielsweise "Black Hawk Down" und "Green Mile" mit wackligen Handkameraaufnahmen und schnellen Schnitten (die ich beide als absoluten Pluspunkt sehe!) aufgebaut, gepaart mit ruhigen Übersichtsblicken bekommt der Zuschauer das Gefühl "dabei zu sein".
Bei einigen Szenen entspricht die Kameraführung einer tatsächlichen First-Person-Perspektive sodass der Film Ego-Shootern wie Call Of Duty ähnelt, was ich wiederum als Plus ansehe.
Die Vorhersehbarkeit der Story hält sich in Grenzen, und (gröbere) Schnitzer nicht vorhanden, auch wenn sich manche eventuell an Klischeehaften Dialogen/Verhalten und Handlungsteilen, sowie der leicht amerikanisch-patriotischen Atmosphäre stören, die für einen Film über eine durch Kriegshandlungen zusammengeschweißte Marine-Einheit aber ohnehin unabdingbar ist.
Natürlich kann sich hier keine große Story aufbauen. Der Film handelt davon, wie Black Hawk Down, dass eine Marine-Einheit sich zur Basis zurückkämpfen muss, was hier nicht anders ist.
Vielmehr bekommt man hier ein großes Actionspektakel geboten mit fetten Explosionen und Special-Effects, die sich auch vor den schon erwähnten Produktionen und anderen Action-Blockbustern nicht im Geringsten verstecken müssen.
Es ist kein Film zum Nachdenken, den man sich immer wieder ansieht, neue Sachen entdeckt und der sich durch Produktion oder Story profiliert wie "Fight Club", "Memento" oder vielleicht noch "Inception", aber ein sehr guter Zeitvertreib für einen oder mehrere Abende.
Hinzugefügt am 23.05.2011 um 00:27 Uhr
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