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Kinostart
22. Januar 2009 (1h 34min)
- Regie
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Mit
Philippe Petit, Jim Moore, David Forman mehr
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Genre
Dokumentation
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Nationalität
Großbritannien
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Der Dokumentarfilm ist sozusagen von Haus aus dazu verpflichtet, die Realität möglichst genau und mit so wenigen Verzerrungen wie irgend möglich abzubilden. Und darin liegt das Paradox des Genres: Realität völlig unverzerrt abbilden kann nicht funktionieren. Sobald einer etwas filmt, konstruiert er ganz automatisch, da führt kein Weg dran vorbei. Dennoch geht man davon aus, ein anständiger und aufrichtiger Dokumentarfilm müsse zumindest versuchen, sich diesem Ideal der unmittelbaren Realitätsabbildung anzunähern. Das heißt: keine nachgestellten Szenen, keine beim Spielfilm entliehene Dramaturgie und ein eher zurückgenommener Off-Kommentar, damit die direkte Anschauung und Meinungsbildung des Betrachters nicht beeinflusst wird. Das alles selbstredend so wertneutral wie irgend möglich. Also Dokus machen wie Völker Koepp (Söhne); ohne Musik, ohne jede Spielerei und einfach weiter draufhalten, wenn die Interviewten mal eine Minute ins Stocken geraten. Maßgeblich in Frage gestellt wurde diese gängige These schon von Waltz With Basir, einem komplett computeranimierten (!) Dokumentarfilm. Und nun kommt mit „Man On Wire“ ein Film, der alles an sich hat, was doch eigentlich so un-, wenn nicht gar antidokumentarisch ist: nachgestellte Sequenzen, dramatisierende oder sonstwie manipulative Musik und eine vom fiktionalen Kino übernommene Struktur und Dramaturgie. Zu allem Überfluss wird auch noch Stanley Kubricks Uhrwerk Orange zitiert. Das alles verwebt Regisseur James Marsh mit Interviews und Originalaufnahmen zu einem spannenden Dokumentarfilm-Krimi, der trotz aller Regelbrüche keineswegs undokumentarisch ist.
| Verleiher | Arsenal Filmverleih | Details zum Film | - | |
|---|---|---|---|---|
| Produktionsjahr | 2008 | Besucher | - | |
| VOD-Starttermin | - | Budget | - |
Von Christian Horn
Der Dokumentarfilm ist sozusagen von Haus aus dazu verpflichtet, die Realität möglichst genau und mit so wenigen Verzerrungen wie irgend möglich abzubilden. Und darin liegt das Paradox des Genres: Realität völlig unverzerrt abbilden kann nicht funktionieren. Sobald einer etwas filmt, konstruiert er ganz automatisch, da führt kein Weg dran vorbei. Dennoch geht man davon aus, ein anständiger und aufrichtiger Dokumentarfilm müsse zumindest versuchen, sich diesem Ideal der unmittelbaren Realitätsabbildung anzunähern. Das heißt: keine nachgestellten Szenen, keine beim Spielfilm entliehene Dramaturgie und ein eher zurückgenommener Off-Kommentar, damit die direkte Anschauung und Meinungsbildung des Betrachters nicht beeinflusst wird. Das alles selbstredend so wertneutral wie irgend möglich. Also Dokus machen wie Völker Koepp (Söhne); ohne Musik, ohne jede Spielerei und einfach weiter draufhalten, wenn die Interviewten mal eine Minute ins Stocken geraten. Maßgeblich in Frage gestellt wurde diese gängige These schon von Waltz With Basir, einem komplett computeranimierten (!) Dokumentarfilm. Und nun kommt mit „Man On Wire“ ein Film, der alles an sich hat, was doch eigentlich so un-, wenn nicht gar antidokumentarisch ist: nachgestellte Sequenzen, dramatisierende oder sonstwie manipulative Musik und eine vom fiktionalen Kino übernommene Struktur und Dramaturgie. Zu allem Überfluss wird auch noch Stanley Kubricks Uhrwerk Orange zitiert. Das alles verwebt Regisseur James Marsh mit Interviews und Originalaufnahmen zu einem spannenden Dokumentarfilm-Krimi, der trotz aller Regelbrüche keineswegs undokumentarisch ist.
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Rolle: er selbst
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Rolle: als er selbst
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Rolle: als er selbst
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Rolle: Philippe Petit
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Chicago Sun-Times
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Filmcritic.com
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Reelviews.net
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