Flash of Genius
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    Maurynna
    Maurynna

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      2.5 - Na ja

    Hmh, ein Film über einen Scheibenwischertypen...Nicht sehr verlockend. Da wollte ich mich dann auch nicht davon überzeugen lassen dass "Bild und Ton" wohl sehr toll sein sollten. Dann kam er doch und er gefiel mir an mancher Stelle sehr gut, an vielen war er jedoch zu langwierig. Es geht um Robert Kearns, den Erfinder des Intervallscheibenwischers. Eine wahre Geschichte, Schauplatz ist Detroit der 60er Jahre. Robert Kearns hat den vermeintlich großen Durchbruch als Erfinder geschafft - er hat einen Vertrag mit Ford unterschrieben die seinen Intervallscheibenwischer kaufen wollen. Der Haken den Ford daran sieht ist jedoch dass Kearns ihn selbst produzieren will. Dieser schickt auch einen Prototypen nach Washington weil dieses angeblich dringend erforderlich ist. Kurze Zeit später steigt Ford aus dem Geschäft aus, seinen Intervallscheibenwischer findet Kearns aber trotzdem nach einigen Jahren wieder - bei den neusten Fordmodellen. Stinksauer beginnt der 12 Jahre lange Kampf gegen das Unternehmen Ford, in dem viele seiner Freunde ihn verlassen, er einen Nervenzusammenbruch erleidet, aber nie aufgibt. Die Geschichte an sich macht Mut! Kaum zu glauben dass ein Mann 30 Millionen Euro verschmäht weil es ihm nur darum geht seine verdiente Anerkennung zu bekommen. Immer wieder denkt man sich "Jetzt nimm es!", er tut es aber nicht. Zum Glück! Sehr gut gefallen hat mir die Geschichte drumherum - es wurde gut ausgeschmückt mit den 6 Kindern und seiner bezaubernden Frau Phillis (Lauren Graham - gut wie gewohnt) die ihm anfangs natürlich helfen, jedoch irgendwann aufgeben. Im Gegensatz zu Kearns selbst! Dadurch dass sich der Film über mehrere Jahrzehnte hinzieht lässt Regisseur Marc Abraham seine Zuschauer aber aus der Spannung heraus. Längen ziehen sich durch den Film die abrupt dadurch unterbrochen werden dass der Prozess beginnt. Dieser ist aber sehr gut gemacht! Das erste Mal traut man sich, herzhaft zu lachen als Kearns sich selbst als Zeugen befragt, und das wirkt befreiend. Eine Angleichung an die Überbrückungszeit hätte Wunder gewirkt, und ich hätte dann auch mit Sicherheit nicht 3 mal auf die Uhr geschaut und geseufzt. Dann kommt noch das Problem dazu, dass der Hauptdarsteller es nicht wirklich schafft, zum Sympathieträger zu werden. Er beginnt zu nerven, auch weil er Dinge tut die der Zuschauer nicht nachvollziehen kann. Mein Problem dabei besteht dann auch noch darin, dass ich Greg Kinnear noch nie leiden mochte. Eher gesagt finde ich ihn seit "Besser gehts nicht" unausstehlich. Ich habe schon mit ihm als Erfinder mitgefühlt, aber desöfteren hat er mich auch genervt. Der Film an sich, wie gesagt, verschafft vor allem Menschen wie mir Mut und Bestätigung die seit einigen Monaten mit Vodafone am Kämpfen sind und jetzt endlich die Bestätigung über eine Rückzahlung von mehreren hundert Euro bekommen haben. Es lohnt sich also, zu kämpfen! Gerade darum gefielen mir die letzten 20 Minuten des Films am Besten! Ich hätte mir vom Schlussplädoyer mehr versprochen, aber nun gut - Kearns gewinnt den Prozess nach (real 30) Jahren und bekommt im Endeffekt das gleiche Geld von Ford und Chrysler zusammen zugesprochen wie ihm zuvor von Ford für einen Vergleich angeboten wurden. Wunderbar! Und das dann auch noch mit Seelenfrieden! Wenn es nur die erste Hälfte des Films gewesen wäre plus dann die letzten 20 Minuten hätte ich ihm gerne eine zwei gegeben. Nun hätte man diesen Inhalt aber auch auf 90 Minuten zeigen können, und die vorblickende Szene des Anfangs hat meiner Meinung nach auch ihren Sinn verfehlt bzw. nicht ganz ausgeschöpft. Also gibt es von mir 5 Punkte. Nochmal anschauen würde ich ihn mir wohl aber nicht..

    Hinzugefügt am 26.08.2009 um 11:43 Uhr
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      3.5 - Gut

    Der Film ist natürlich eher bieder und altmodisch, wenig innovativ und auch nicht wirklich spannend, da man den Ausgang der Geschichte kannte. Dennoch hat er es durch gute schauspielerische Leistungen geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen und ernsthaft für das "eigentlich" doch eher langweilige Thema zu interessieren. Dem Punkt, dass der Protagonist nicht als Sympathieträger dient, muss ich deutlich widersprechen. Dass Kearns das 30-Millionen Angebot ausschlägt und sich zunehmend von seiner Familie entfremdet (allen voran von seiner Frau), hängt schließlich mit seiner idealistischen Haltung was Gerechtigkeit und Wahrheit angelangt zusammen, was dem Zuschauer auch klar und deutlich gesagt wird. Hinzu kommt noch der angenehme Humor des Films, der ihm eine weitere Facette hinzufügt, auf Grund derer er sehenswert ist.

    Hinzugefügt am 08.07.2009 um 15:49 Uhr
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    ilovekino
    ilovekino

    1 follower | Seine 115 Kritiken ansehen |

      3 - Nicht schlecht

    Die Geschichte des Intervallscheibenwischers ist wirklich intressant zumal das wirklich eine sehr nützliche Erfindung war.Auch wenn dieser Film sehr viele längen hat ist man gespannt auf das Ende und fragt sich ob es wirklich "Gerechtigkeit" gibt.Greg Kinnear spielt wie immer sehr überzeugend, was diesem Sreifen fehlt sind die gewissen Momente der Emotionen die durch die verzweifelung der Hauptcharaktere entstehen,besonders von Kinnear. Immerhin geht dieser durch die Hölle. Fazit: Intressant! "zivilprozess" hatte diese besonderen momente !

    Hinzugefügt am 02.07.2009 um 10:53 Uhr
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      3.5 - Gut

    Was würde Daniel "Geistesblitz" Düsentrieb tun, wenn Dagobert Duck eine seiner Erfindungen ohne sein Wissen zu Geld machen und den ganzen Erlös in seinem Panzerschrank verschlossen halten würde? Gäbe es ein Genre "Human-Interest-Story" (vielleicht gibt es das ja in Hollywood sogar), wäre die daraus folgende Geschichte sicher nicht der schlechteste Vertreter. Das gilt auch für die Geschichte des Dr. Robert Kearns, dem Ford seine Idee stahl. Das Thema Zivil-David gegen Konzern-Goliath hat man natürlich schon in zahllosen Spielarten im Kino gesehen. "Insider" fällt zuerst ein, dann "Erin Brockovich" oder "Zivilprozess". Auch der etwas überschätzte Clooney-Film "Michael Clayton" handelte unlängst vom Kampf gegen einen übermächtigen Konzern mit Dagobert-Duck-Panzerschrank. Nun reicht's, hätte man da auch in der Traumfabrik sagen können. Doch der Gedanke, den Erfinder des Intervall-Scheibenwischers zum Gegenstand eines Justiz-Krimis zu machen, war wohl zu verlockend und klang kurios genug, um das Projekt zu realisieren. Und seien wir ehrlich: Schlechter als "Erin Brockovich" ist dieser Film im Grunde auch nicht. Als gäbe es dort keine Längen! Der Unterschied liegt letztlich nur in der politschen Brisanz: Dort verseuchtes Grundwasser - das geht uns alle an -, hier Scheibenwischer... Naja, geht uns irgendwie auch alle an, aber wir erspüren da dann doch einen Klassenunterschied in punkto Relevanz. Als Schwäche könnte man dem Streifen ankreiden, dass nicht so ganz plausibel wird, woran die Ehe des eigensinnigen Erfinders im Lauf der vielen Jahre, die der Film zum Ende hin auffallend rafft, denn nun eigentlich scheitert. Dieses "human interest" bleibt mehr im Hintergrund, als dem Film gut tut. Ehen gehen normalerweise ja nicht in die Brüche, nur weil jemand Recht hat. Mit dem realen Robert Kearns, der Gedanke liegt nahe, war vielleicht auch in einer Ehe nicht so leicht auszukommen. Der sympathische Exzentriker, auf den das Drehbuch Kearns reduziert, hätte also ruhig noch ein paar Ecken und Kanten mehr vertragen können. So wirkt das Querkopf-Porträt dann doch gelegentlich quotengeglättet. Trotz der genannten genreüblichen Klischees ist dieser "Gedankenblitz"-Film dennoch ein fesselndes und vor allem familienfreundliches Filmepos mit einem grandios aufspielenden Hauptdarsteller, der allein schon das Eintrittsgeld wert ist.

    Hinzugefügt am 13.06.2009 um 19:21 Uhr
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      2.5 - Na ja

    ...könnte man hier erwarten, ist Hollywood doch seit je her berühmt dafür die Geschichte des Underdogs der alleine das System bezwingt in immer neuen Variationen liefern zu können. Diesmal also der Mann, der vom Automobilkonzern Ford in den siebziger Jahren um die Früchte seiner Erfindung - der Intervall-Scheibenwischer - gebracht wurde. Und dessen Kampf um den moralischen Sieg ihn - im Laufe der nächsten 12 (!) Jahre - beinahe alles kosten wird (inklusive Familie). Greg Kinnears Darstellung des Uniprofessors, der an der Art und Weise wie der Konzern mit ihm umgeht anfangs beinah zerbricht nur um dann - Allein ! - den jahrelangen Kampf auszufechten ist - neben der tollen "historischen" Ausstattung der einzige Grund, hierfür eine Karte zu lösen. Zu behäbig und holperig knüpft das Drehbuch Szene an Szene. Und wird zum Ende hin auf eine Art pathetisch, die nur das amerikanische Kino servieren kann. Das wiederum hat mir gefallen, kann allerdings den eher schwerfälligen Mittelteil nur bedingt aufwiegen. Fürs Pantoffelkino für einen einmaligen Besuch durchaus empfehlenswert, im Kino schnarcht 2/3 des anwesenden Pubkikums auf halbem Wegen langsam weg.....(auch wenn alle den Vergleich des Professors vor Gericht von Charles Dickens "Eine Geschichte zweier Städte" mit seiner Elektroschaltung durchaus gelungen fanden!)

    Hinzugefügt am 13.06.2009 um 18:29 Uhr
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